von claudius | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Harley Benton EX 76 Classic

 ·  Quelle: Harley Benton

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Harley Benton ist echt fleißig in letzter Zeit. Die Agufish Signature, die metallige Amarok-Serie und die Multiscale-Serie mit Fanned Frets sind allein in der ersten Hälfte vom April erschienen. Im März gab es eine Explorer im Metallica-Stil, die EX-84; nun folgt die optisch IMHO noch schickere Variante Harley Benton EX-76, wahlweise mit weißem oder schwarzem Schlagbrett und der optisch passenden Hardware in Chrom oder Gold. 

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Harley Benton EX-76

Da habe ich nicht schlecht geschaut, als die neue E-Gitarre von Harley Benton über meinen Bildschirm huschte und ich das Preisschild gesehen habe. Im Budget-Bereich eine derart schmackhafte Explorer in zwei Ausführungen anzutreffen, ist schon eine Ansage. Zumindest ist sie bedeutend schöner in meinen Augen als die oben verlinkte EX-84 und damit die schönste Explorer-Kopie aus dem Hause HB.

Die EX-76 hat beiden Fällen einen klar lackierten Mahagonibody und -hals mit Slim-C (Taper) Profil, wie das große Vorbild von Gibson. Am Hals-Kopf-Übergang ist ein „Volute“ vorhanden, der nicht nur Stabilität an der Stelle gibt, sondern auch ein netter Widerstand für den Daumen zur Orientierung ist. Und sie ist optisch für mein Empfinden schon verdammt nah am Original, allerdings fehlt mir ein A/B-Vergleich. Am ehesten kommt es an die relativ neue (aber deutlich edlere) Lee Malia Signature ran. Spannend finde ich auch das Amaranth-Griffbrett.

Darauf sind zwei Alnico-5 Roswell LAF Humbucker montiert, die laut Hersteller einen „punchigen“ Sound liefern sollen. Dazu gibt es klassisch zwei Volume-Regler und einen Master-Tone. Die Tonabnehmer werden auch ganz normal über einen 3-Wege-Schalter ausgewählt.

 

Harley Benton EX 76 Classic GWH AN

Hardware

Auch die Auswahl sonst überrascht mich angenehm. WSC TOM-Bridge, Grover Locking Tuner, Graphtech Tusq XL Nut – damit kann man allerhand anfangen. Vor allem spart man sich den obligatorischen Tausch, den man sonst bei Budget-Gitarren wegen der billigen Hardware durchführen muss.

22 Jumbo-Bünde sind eher für den Geschmack der moderneren Gitarristen, ich mag eher die niedrigen, schmalen Bünde, mit dem Nachteil, dass die in der Regel schneller abgespielt sind. Bending ist mit den hier verbauten aber sicherlich einfacher.

Ein Update gibt es aber: Die Kabelbuchse ist wie bei einer Strat und in das Holz an der üblichen Stelle eingelassen, sodass das Kabel direkt zum Gurtpin geht, um durch den Gurt fixiert zu werden. Genial mitgedacht!

Harley Benton EX 76 Classic AN

Ob die Verarbeitung und der Sound stimmen, kann man anhand des Videos nur schwer sagen. Sie macht aber erst mal eine gute Figur. Alles andere entscheidet dann der individuelle Geschmack. Für Musiker mit wenig Geld sicher eine tolle Option.

Preis und Marktstart

Je nach Ausführung kostet die Harley Benton EX-76 Classic 299 Euro* (weißes Schlagbrett, Chrom Hardware) oder 329 Euro* (schwarzes Schlagbrett, Gold Hardware). Anfang-Mitte Mai soll es losgehen.

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  • Harley Benton EX 76 Classic GWH AN: Harley Benton
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Harley Benton EX 76 Classic

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13 Antworten zu “Harley Benton EX-76 – die beste Explorer-Kopie bisher?”

    Marcel sagt:
    0

    Ich hab mich ja mittlerweile mit den Headstockformen der HB Gitarren angefreundet…aber Leute. Bitte ändert dieses pervers hässliche Harley Benton Logo ab. Das ist der einzige Grund warum ich hier nicht schon 5 HB’s stehen habe. So unästhetisch und „comic-sans“ like… ein einfaches „HB“ in seriöser Schriftart ist doch sogar weniger Aufwand.

    Genau so die HB Treter. Technik top, Optik flop. Quietschebund mit merkwürdigen Grafiken. Beim gleichen Preis würden die Umsätze in die Höhe schießen, wenn da mal ein ordentlicher Grafiker Hand anlegt, glaubt mir ;-)

      dochiller3@gmail.com sagt:
      0

      Ja, schließe mich Deiner Meinung zu hundert Prozent an.

      Rullep sagt:
      0

      Da sieht man mal wie sich die Geschmäcker unterscheiden können. Ich finde das aktuelle HB-Logo richtig gut und es gefällt mir so viel besser als das vorherige.

      Habe zwei HBs (CST-24, HB35+) und beide haben Gottseidank schon das neue Logo. Im übrigen sollte es nicht am Logo liegen ob man eine Gitarre kauft. Solang einem das Brett liegt umd man sich damit wohlfühlt!

    Neptun sagt:
    0

    Ich stehe gerade sowieso vor dem Kauf meiner 1. E-Gitarre. Eigentlich wollte ich mir eine Epiphone Les Paul Gothic für 299 Euro kaufen, aber die ist ausverkauft. Naja, da die nur einen Anhaltspunkt auf der 12. Griffbretteinlage hat, wäre das für einen Anfänger vielleicht eh nicht so optimal.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich eine EX-76 oder EX-84 nehmen sollte. Und dann auch, ob eine der Classic oder Modern. Und dann gibt es noch die günstigere Variante zwischen 139 und 149 Euro zwischen Classic und Progressive Gitarre. Bin mir noch unschlüssig. Und dann noch ein Röhrentopteil und ne 2×12 oder 4×12 von HB.
    Hat damit schon einer Erfahrungen gemacht?

    Was ich mir von HB mal wünschen würde, wäre der günstige Nachbau einer Jaguar (in schwarz oder seegrün). Oder ein Bariton Bass VI, der die Hälfte der Squier kostet, und der auch für LaBella-Seiten ausgelegt ist.

      claudius sagt:
      0

      Für sowas würde ich dir ein Gitarrenforum wie das Musiker-Board ans Herz legen, da können die User gezielter und umfangreicher auf dich eingehen. :)

      Marcel sagt:
      0

      Ich denke mit den HB’s für 130-150€ bist du als Anfänger gut bedient. Entscheidender um nicht die Lust zu verlieren ist hier Amp + Box. Da kann ich dir die 112 Vintage 30 von HB ans Herz legen oder je nach Budget die 2×12. Als günstiges Röhrentop hat sich der Laney IRT15 bewährt wenn es in die harte Region gehen soll, passt auch gut zur 112 Box und ich denke damit geht dann schon die Sonne auf ;-)

        Neptun sagt:
        0

        Danke für den Tip. Bisher haben mich Laney-Verstärker nicht überzeugen können. Auf dem Schirm hatte ich eher den – allerdings doppelt so teuren – PRS MT 15.
        Ich brauche auf jeden Fall einen ausgewogenen Grundsound für alle Frequenzen, bei dem satte, voluminöse Bässe und nicht zu aufdringliche Höhen gegeben sind. Viele Boxen klingen nach Dose, Badewanne, zu dumpf, dünn oder krächzend.
        Zumindest von den Soundbeispielen auf der Thomann-Seite gefällt mir die G212 besser als die G212 Vintage. Letztere nervt mit dem eher hellen Klangbild.
        Inwiefern die horizontalen G212 (im Gegensatz zur vertikalen) jetzt auch einen genügenden Stereosound abliefern, würde mich mal interessieren. Weisst Du das? ;-)
        Die G412A klingt für mich auf der Seite ebenfalls besser als die Vintage Ausgabe. Hm.
        Mal schauen, vielleicht wird es eine Extreme-84 Progressive, falls die Saitenhöhe ok ist.

          Marcel sagt:
          0

          Die normalen HB Boxen ohne Vintage 30 haben sicherlich auch ihre Daseinsberechtigung, spätestens wenn du beide in der Realität hörst, wirst du schnell merken, dass die Vintage 30 Boxen sich extrem gut durchsetzen und ordentlich schieben. Gerade die Tiefmitten, die den Sound „fett machen“ kommen hier deutlich präziser und dicker rüber.

          Tu mir einen Gefallen: Leg keinen Wert auf die Soundbeispiele bei Thomann. Ich finde die teils wirklich unterirdisch und kein Stück realitätsnah.

          Und bitte tu mir noch einen Gefallen: Hol dir für den Anfang kein 100 Watt Röhrentopteil mit 20kg und eine billige 4×12 Box mit 30kg. Es ist das Geschleppe nicht wert und wenn du nicht gerade im Nirvana wohnst, wirst du nie einen vernünftigen Metalsound zu Hause zu Stande bringen. Außerdem wirst du es lieben, falls du irgendwann in einer Band spielst, Box und Top unter den Arm zu klemmen und einfach loszulaufen ;-)

          Ich spiele mittlerweile nur noch über 1×12 Boxen zu Hause und selbst hier beschweren sich die Nachbarn.

            Neptun sagt:
            0

            Klar, diese Soundbeispiele sollte man nicht allzu ernst nehmen, aber wenn ich im Vergleich z.B. höre, dass die eine obenherum zu hell und kratzend klingt, und im unteren Bereich zu dünn, dann müsste es, sofern mit dem gleichen Mikro aufgenommen wurde, doch zumindest grundlegende Einschätzungsbereiche geben.
            Bin ja eigentlich nicht so der Liebhaber von konventionellen Gitarrensounds, so dass ich eh sehr viel mit externen Effekten arbeite. Nur der Grundsound der Box und des Verstärkers sollte schon einigermaßen stimmen. Ich höre bei den Klangbeispielen nur Metal und Stoner.
            Die Topteile, die mir vorschweben, haben eh ’nur‘ 15 Watt. Sollten sich sogar auf die Hälfte drosseln lassen. Das Gewicht ist mir egal. Ich gehe damit eh nicht auf Reisen. Hauptsache der Klang stimmt. Vor allem auf die Aufnahme. Daher würde mir ein reiner Übungsverstärker auch nicht reichen.
            Transistor und Modelling finde ich eher unaufregend.
            Da ich aber auch Gitarrenambient – am liebsten in Stereo – machen will, muss ich mal schauen, ob ich entweder 2 verschiedene Systeme fahre, oder ob ich den Spagat schaffe, mit Röhre und Box beide Richtungen zu vereinen.
            Ist Röhre auch für Ambient geeignet? Und reicht die Stereooption der G212 oder G212 Vintage für echtes Stereo aus, bzw. ist die Stereooption bei der horizontalen G212 der Monoversion der vertikalen G212 vorzuziehen?

      Frank sagt:
      0

      Also: erste E-Gitarre aus dem Low Cost Regal, aber Röhrentopteil. Naja, fürs Kinderzimmer sicherlich ne gute Zusammenstellung – und Double Stack 4×12 natürlich, kann ja nie laut genug sein.

        Neptun sagt:
        0

        Klingt eine teure Gitarre grundsätzlich besser? Muss eine Gitarre genauso teuer sein wie ein Röhrentopteil? Wie laut darf ich denn im Haus hören, Herr Hellseher? Wer bestimmt, was besser oder schlechter klingt? Klingen 1×12, 2×12 und 4×12 alle gleich, oder unterscheiden sie sich nur durch die Lautstärke? Au Mann, Dein Kommentar ist „Kinderzimmer“.
        Ich würde mal weniger platt denken, denn meine Absichten, mein Geschmack und meine Vorlieben kennst Du gar nicht. Du unterstellst mir dagegen etwas und packst mich in eine Schublade, die alleinig auf Deinem Mist gebaut ist.
        Man kann vielleicht kritisieren, dass eine 4×12 Box für das Wohnzimmer ungeeignet ist, sofern man in seiner Wohnung nur Zimmerlautstärke hören darf, wenn Röhren nur ab einem gewissen Pegel Sinn machen. Mir geht es aber nicht um Lautstärke, sondern um den Klang. Dabei brauche ich eine bestimmte grundlegende Klangfülle im unteren Bereich. Allerdings werde ich auch viel mit externen Effekten experimentieren, die den Rest kompensieren sollen. Für gewöhnliche Gitarrensounds wie auch Spielweisen bin ich nicht offen. Von daher ist mein Einsatzbereich unkonventioneller und auch minimalistischer als bei gewöhnlichen Gitarristen. Verurteilen, ohne vorher verstehen zu wollen, ist nicht konstruktiv. Der Sarkasmus ist deshalb völlig unangebracht. Also, mehr Respekt bitte und weniger Arroganz!

    just my opinion. these guys created a classic headstock design. use it on all the models including the basses and get rid of the ones you have now. this works for the entire line and a new classic type logo design would also work well… this guitar is an amazing one now stop messing with the flying v and do the same to it same headstock as this but maybe reversed? as i said this headstock is classic. get rid of that other flying v you have and go back to traditional shape make a deal with gibson if you have to and use this headstock and you are set for big marketing bizness and a classic headstock for the entire line up… get a graphics guy like me to design the classic logo to round it all off… that’s it i love this guitar and i’m getting one!

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