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HArley Benton Airborne Pro Teaser

 ·  Quelle: HArley Benton

Erst gestern hatte Harley Benton den Airborne Go veröffentlicht – einen kleinen Modeling-Amp mit eingebauter Funkstrecke. Nun will aber nicht jeder einen neuen Amp, sondern seine bewährte Kiste weiter nutzen und trotzdem auf Funk statt Kabel setzen. Der Harley Benton Airborne Pro ist eine Funktstrecke im 5,8 Ghz-Band, der trotz niedrigem Preis auch für Profis interessant sein könnte.

Harley Benton Airborne Pro

Wenn du etwas mehr Bewegungsfreiheit auf der Bühne haben möchtest, dann solltest du dir den Harley Benton Airborne Pro anschauen. Es ist eine digitale Funkstrecke im 5,8 GHz-Band, die digital bei 24 Bit und 48 kHz sendet. Und zwar gleich auf vier Kanälen.

HArley Benton Airborne Pro Sender Empfaenger

Airborne Pro Sender

Bis zu 35 m soll die Strecke reichen, bei einer Latenz von 5,6 ms und je nach Nutzungsart bis zu 5 Stunden Akkulaufzeit (integriert) am Sender liefert. Dieser wird über die Station per „Docking-Port“ oder USB-Anschluss innerhalb von 3,5 Stunden aufgeladen. Der Sender ist außerdem mit einem monochromen LC-Display ausgestattet, die über Ladezustand und Funkverbindung Auskunft gibt. Über seitliche Knöpfe kannst du Mute und und Power einschalten.

Der Stecker lässt sich um 220° drehen und sollte somit an fast alle Instrumente passen. Dank dem eingebauten Winkel auch an Stratocaster und deren Kopien.

HArley Benton Airborne Pro Funkstrecke

Airborne Pro Empfänger

Die Bodenstation ist neben dem Empfänger auch gleichzeitig ein Tuner mit Mute-Funktion, einem Kabelton-Simulator (Höhenblende?) via Regler und der Ladestation für den Sender. Außerdem verfügt er über ein größeres LC-Display mit gewähltem Kanal, Pairing-Anzeige und dem Batteriestatus des Senders.

Über einen 9 V Anschluss bekommt die Bodenstation Strom, kann wie einige Tuner auch über einen Output auch noch andere Effekte damit versorgen.

Klingt für mich nach einer runden Sache.

Preis und Marktstart

Während die Ur-AirBorne Funkstrecke* aktuell 69 Euro kostet, ist das Harley Benton Airborne Pro 5,8 GHz mit 99 Euro* gelistet. Für den Funktionsumfang sicherlich nicht zu viel. Auf jeden Fall ein Budget-Kontrahent zum Line6 Relay, bei dem nur der Sender schon 92 Euro kostet.

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5 Antworten zu “Harley Benton Airborne Pro: Budget-Funkstrecke für Profis?”

  1. Stefan sagt:

    Ich stell mir das gerade auf der Bühne vor. 5,6 ms Latenz, dann geht es in einen Modeling Amp und es kommt dessen Latenz noch dazu. Dann geht es weiter ins Digitalpult, wieder Latenz oben drauf. Und zum Schluss an den Monitor zurück… das kann eigentlich nicht schön werden ;-)

    • Ollii sagt:

      Um die Geschichte mit der Latenz wird ja immer gerne heiß diskutiert. Wenn man sich die Latenz mal in Entfernung umrechnet verliert sie aber doch recht schnell den Schrecken. Den unter dem Strich ist es ja mit der Zeit zu vergleichen, die ein Audiosignal vom Lautsprecher zum Ohr des Hörers braucht.

      Beispiel: . Die Schallgeschwindigkeit beträgt ungefähr 343 Meter pro Sekunde. Um eine Strecke von 3 Metern zurückzulegen, braucht der Schall also beispielsweise 8,75 Millisekunden. (343 Meter pro Sekunde ÷ 1000 = 0,343 Meter pro Millisekunde = 34,3 cm pro Millisekunde -> 300 cm ÷ 34,3 cm pro Sekunde = 8,75 ms). Bei den erwähnten 5.6 ms würde man „virtuell“ als lediglich 2 Meter weiter von der Box weg stehen. Ist jetzt nicht so wild, glaube ich :-)

      • Klaus sagt:

        Das stimmt natürlich. Es ist halt heute nur so, dass praktisch jedes Gerät in der Kette „digital“ ist und seine eigene Signalverarbeitung (und zweimal Wandlung) hat. Da diese 5ms nicht schlimm sind, leistet die sich halt jeder, auch wenn es bei guter Hardware und optimierten Algorithmen um Größenordnungen besser ginge. Z.B: ein Sender, ein Gitarrenprozessor, ein Digitalmischer, ein Monitor mit DSP, da haben wir evtl. schon 20ms. Und die Ungenauigkeit und den Jitter von 4x AD/DA wandeln.

        Wär langsam an der Zeit für eine gemeinsame Digitalschnittstelle für diese Kette? Würde die ganzen (billigen) Wandler dazwischen sparen und zusammen mit guten DSP Algorithmen auf schneller Hardware wär das ganze Thema „Latenz“ keins mehr. Man darf ja träumen …

  2. Heini sagt:

    Wie ist das denn mit den (für diese Preisklasse) üblichen Störungen, sobald z.B. ein aktiver Pickup mit im Spiel ist (z.B. ein Akustik-Gitarren-Pickup wie der LR Baggs)?

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