von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Giorgio Sancristoforo Ongaku

Giorgio Sancristoforo Ongaku  ·  Quelle: Giorgio Sancristoforo

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Ongaku ist ein toller Name für einen Synthesizer. Das japanische Wort bedeutet so viel wie „Musik“ oder auch „Musiker“. Das Interface dieser neuen Software von Mastermind Giorgio Sancristoforo erinnert auch optisch an das Land der aufgehenden Sonne. Da kommen sofort Erinnerungen an den ebenfalls fantastischen Bento auf. Und in der Tat handelt es sich hierbei um ein Geschwisterchen, das mit West Coast Synthese liebäugelt. Ongaku ist zu einem Preis unter 20 Euro erhältlich, wer kann da widerstehen?

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Giorgio Sancristoforo Ongaku

Die Software von Giorgio Sancristoforo verfolgt immer einen experimentellen und spielerischen Ansatz. Ongaku sieht auf den ersten Blick ziemlich verwirrend aus, dass der Signalfluss und die „Schaltungen“ auf dem Interface dargestellt werden, macht es nicht gerade übersichtlicher. Aber davon sollen wir uns nicht abschrecken lassen. Ganz im Gegenteil: Es geht darum, mit diesem Synthesizer zu spielen. Einfach mal an den Reglern drehen und hören, was passiert.

Die Ähnlichkeiten zu dem ebenfalls aus der Feder dieses Entwicklers stammenden Bento kommen nicht von ungefähr. Auf der Website wird Ongaku als das zugehörige „Sister Panel“ beschrieben. Beide machen also bestimmt im Verbund so richtig Spaß.

Organischer Sound ist das erklärte Ziel, Low Pass Gates, Delays und Reverb sollen dir bei der Klangforschung zur Seite stehen. Soundscapes und generative Pads im Stil von Brian Eno, aber auch unvorhersehbare Geräusche oder Percussion sollen hier herauskommen. Giorgio Sancristoforo sagt, dass der organische Sound fast schon lebendig klingt. Eine von Wahrscheinlichkeiten gesteuerte Clock soll „merkwürdige“ Rhythmen erzeugen, die du mit der integrierten Emulation eines Tape-Recorders aufnimmst.

Ongaku sieht nach einer sehr spannenden Spielwiese für Sound-Design, Improvisation und Live-Performance aus. Laut Entwickler reicht dieser Standalone-Sythesizer bereits, um eine ganze Performance auf die Bühne zu bringen. Ein bisschen Übung schadet aber vorher bestimmt nicht. Ich würde die Software dafür nutzen, ein paar Samples zu erstellen, die ich dann in der DAW oder einer Groovebox weiter arrangiere. Natürlich lässt sich der Sound direkt in die DAW leiten, dafür empfiehlt sich eine zusätzliche Software, die das Audio-Routing übernimmt.

Spezifikation und Preis

Giorgio Sancristoforo Ongaku läuft standalone‌ auf macOS 10.11.6 oder höher (M1 wird ab macOS 11.0 nativ unterstützt). Windows User müssen sich wieder ein bisschen gedulden. Eine eingeschränkte Demoversion ist als Download verfügbar. Für das Routing des Ausgangssignal in die DAW ist eine App wie Blackhole oder Loopback erforderlich.

Der Preis beträgt 19,50 Euro.

Weitere Infos über Giorgio Sancristoforo Ongaku

Giorgio Sancristoforo Ongaku

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3 Antworten zu “Giorgio Sancristoforo Ongaku: Experimenteller Synthesizer im West Coast Stil”

    The Real Deal sagt:
    0

    Auf den ersten Blick dachte ich es sei ein echter.

    banalytic sagt:
    0

    habe ihn mir zugelegt. ein wirklich spannender synth … auch sehr günstig. ich liebe seine sachen & finde es auch wichtig solche „kleinen“ one-man-synthmacher zu unterstützen!

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