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Das kleinste Interface im Bunde: Focusrite Clarett 2 Pre  ·  Quelle: focusrite.com

Wenn vier XLR-Eingänge reichen: Focusrite Clarett 4 Pre  ·  Quelle: focusrite.com

Etwas kleiner, aber dennoch voller Features: Clarett 8 Pre (ohne X)  ·  Quelle: focusrite.com

Das Flaggschiff: Focusrite Clarett 8 Pre X  ·  Quelle: focusrite.com

Mit den Worten „Best sounding and fastest Thunderbold-Interfaces“ hat Focusrite den Mund ziemlich voll genommen. In Angesicht der gelieferten Features vielleicht doch nicht zu voll. Die Eigenschaften lesen sich wie ein kleiner Traum.

192 kHz Samplingrate mit einer Latenz von weniger als einer Millisekunde, dazu noch ein 24 Bit Wandler mit einem Dynamikumfang von 116 db (A/D) und 118 dB (D/A). Als Sahnehäubchen noch ein Preamp Sound, der wie die legendären, von Ruper Neve himself entwickelten, ISA-Pulte klingen soll.

Zur NAMM gab es nur die reinen Infos und kleine Bilder, auf denen man sehr wenig erkennen konnte. So langsam listen internationale Händler die vier Modelle mit Preisen in ihren Shops (alle hier genannten Preise sind unter Vorbehalt zu betrachten). Ab Mitte April sollen sie dann auch verfügbar sein.

Das kleinste Interface im Bunde ist das Focusrite Clarett 2 Pre. Die zwei Preamps mit XLR/Klinke Kombi-Eingang und je separater 48 Volt Phantomspannung können durch den ADAT-Eingang auf bis zu zehn erweitert werden. Vier Analoge Outputs (Klinke, symmetrisch), MIDI In und Out und ein regelbarer Kopfhörerausgang an der Front machen selbst das Kleine sehr interessant. Es wird vermutlich im Bereich von 530 Euro liegen.

Das Focusrite Clarett 4 Pre hat, wie der Name schon verrät, vier Preamps verbaut. Jeweils zwei Kanäle teilen sich einen 48 Volt Phantomspannungs-Knopf. Auch ein zweiter Kopfhörerausgang mit eigenem Lautstärkeregler ist an Bord. Die Anzahl der Line-Outputs wurde auf 8 verdoppelt. Zusätzlich zum ADAT-Eingang (max. 18 Inputs) wird ein S/PDIF In und Out verbaut. Der Preis wird ungefähr bei 730 Euro liegen, wenn die über Google gefundenen US-Preise stimmen sollten.

Das nächst größere Modell ist das Focusrite Clarett 8 Pre. Es ist kein kleines Desktop-Interface mehr, sondern ist für das Rack konzipiert und benötigt dort eine Höheneinheit. An der Front befinden sich zwei XLR/Klinke-Eingänge und acht Gain-Regler, die fehlenden sechs Inputs sind auf der Rückseite zu finden. Die Phantomspannung lässt sich nur noch in Vierergruppen einschalten. An der Rückseite finden außerdem noch acht Line-Outs und ein Stereo Monitor-Out Platz. Mittels ADAT und S/PDIF In und Out ist es auf 18 Inputs und 20 Outputs erweiterbar. Der World Clock Output ist als typischer BNC-Anschluss ausgeführt. Besonderheit ist das farbige Display an der Front mit einer Level-Anzeige (je sechs LEDs) für jeden Kanal und den Master-Out. Preislich wird es knapp über 1000 Euro liegen.

Das neue Flaggschiff, das Focusrite Clarett 8 Pre X, hat ebenfalls acht Preamps verbaut, ist per ADAT und S/PDIF aber auf 26 Inputs und 28 Outputs erweiterbar. An der Front hat es als einziges Interface der neuen Serie zwei Instrumenten-Eingänge. Die restlichen Eingänge liegen auf der Rückseite und sind keine Kombi-Buchsen mehr, sondern einzeln als XLR (mit Locking-Funktion) und Klinke verbaut.. An der Front bekommt jeder Kanal einen Schalter für 48 Volt Phantomspannung, Low-Cut, Phaseninvertierung und einen Regler für das Preamp-Gain. Der World Clock Ausgang ist nicht mehr allein und bekommt einen Eingang dazu. Das Display ist noch ein Stück größer als beim Namensvetter und zeigt auch an, wenn ADAT, S/PDIF oder die Analog-Eingänge aktiv sind. Es benötigt im Rack zwei Höheneinheiten. Voraussichtlich wird es 1350 Euro kosten.

Wenn das alles stimmt, dann erwartet die Studiowelt wieder mal ein paar geile Sachen von Focusrite. Dennoch finde ich es extrem schade, dass die Clarett Serie nur als Thunderbolt-Version auf den Markt kommt. Klar können auch nur so die extrem niedrigen Latenzen erreicht werden, aber von 3-4 Millisekunden via USB hat auch noch keiner einen Schaden davon getragen und es ist auch für die Windows-Welt sehr viel einfacher zu nutzen.

Mehr Infos zu den neuen Focusrite Clarett Modellen findet ihr auf der Homepage von Focusrite.

2 Antworten zu “Focusrite veröffentlicht neue Thunderbolt-Interfaces „Clarett“ mit ISA-Sound”

  1. BassBert sagt:

    wenn das Ding so klingt wie versprochen und USB hätte würde ich es kaufen

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