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Denon DJ Engine 2.0 - Tuning für die Mediaplayer

Denon DJ Engine 2.0 - Tuning für die Mediaplayer  ·  Quelle: Denon DJ

Eine News für ein Software-Update mit dem Begriff Meilenstein zu beginnen, will wohl überlegt sein. Was Denon DJ mit dem Release der neuen Engine-Software 2.0 anstoßen, hat allerdings schon eine Menge an interessanten neuen Features zu bieten, sodass man dies durchaus einen Milestone in der Agenda des noch recht jungen Betriebssystems für standalone DJ Hardware und die zugehörige Desktop-App nennen kann.

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Denon Engine DJ 2.0

Das liegt zum einen daran, dass nützliche Workflow-Enhancements untergebracht wurden, beispielsweise ein neues Control-Center, die lang erwartete neue Datenbank 2.0 mit schnellerer Song-Analyse, dazu eine verbesserte Playlist-Verwaltung, eine Onboard-Clock sowie verschiedene optische Anpassungen und diverse  Stabilitäts- und Leistungs-Updates.

Zum anderen wurde die Integration in Setups durch Ableton Link erweitert und SoundSwitch-Lichtsteuerung verfügbar gemacht, sodass DJs, Event-Dienstleister und Live-Streamer nun direkt von einem Denon Prime Player agieren können. Nachstehend ein paar weitere Details zu den Highlights. Bugfixes und Co. lassen wir mal außen vor, die können auf der Denon Website eingesehen werden.

Engine Lighting via SoundSwitch

Mit dem SC6000/M, SC5000/M, Prime 4, Prime 2 und Prime Go könnt ihr nun via GUI eure Lichtanlage, sei es professionelle Moving-Heads, Pots, Bars und FX, aber auch eure Streaming-Setup-Beleuchtung im heimischen DJ-Studio oder Keller (inklusive Philipps Hue, das unlängst in SoundSwitch integrierte wurde) direkt vom Gerät zum Beat synchronisieren lassen und mittels spezieller Benutzeroberfläche via Prime Touchscreen steuern. Praktisch für den Wedding- und Party-DJ genau wie für den Twitch DJ oder alle anderen, die gern selbst die visuelle Inszenierung in die Hand nehmen wollen.

Dies umfasst Farb- und Bewegungseffekte, Intensität und Licht-Loops. An der Konsole stehen dafür diverse Kontrolloptionen und vorgefertigte Setups bereit, konfigurierbar über virtuelle Fader, Buttons und X/Y-Pads. Und damit der Zugang erleichtert wird, haben Denon zwei verschiedene GUI-Setups integriert:  „Basic“ für unerfahrenere Anwender und „Pro“ mit erweiterten Möglichkeiten. Einen passenden SoundSwitch DMX-Adapter gibt es bereits für 30 Euro.

Denon DJ Engine 2.0 - Tuning für die Mediaplayer

Denon DJ Engine 2.0 – Tuning für die Mediaplayer

Ableton Link für kabelgebundene und drahtlose Netzwerke

Damit könnt ihr eure DJ Player zu kompatibler Software und externer Hardware – wie Akais Force oder MPC Live und Co. – synchronisieren, wobei euch die Denon Player die Anzahl eingeloggter Geräte wie auch die Phase mit der aktuellen Beat Position und das Sync-Lead-Tempo anzeigen.

Datenbank, Listen, Playlist Deck

Die Datenbank wurde in Engine Version 2.0 komplett überarbeitet, um ein schnelleres Browsing, eine schnellere Song-Analyse, verbesserte Systemstabilität und eine deutlich geringere Speicherplatzbelegung zu ermöglichen. Playlists und Crates sind dazu jetzt in einer gemeinsamen Liste zu finden (ohne Duplikate in der Hauptbibliothek anzuzeigen).

Außerdem gibt es nun ein zuweisbares Playlist Deck (!) für den Automixer mit regulierbarer Crossfade-Time – prima für Backing-Musik oder DJ-Pausen auf Veranstaltungen, wo ihr mit einem Prime 4, Prime 2 oder Prime GO auflegt. Dieses Feature ist allerdings nicht für den SC6000 verfügbar, was eigentlich schade ist.

Auch neu: die integrierte Onboard-Uhr, mit der sich detaillierte Verlaufslisten inklusive Startzeit des abgespielten Titels erstellen lassen. Verlaufslisten angeschlossener Laufwerken werden obendrein jetzt automatisch zur Musiksammlung hinzugefügt und sie sind im Anschluss auch noch auf der Registerkarte „Verlauf“ zu sehen, wenn der Datenträger nicht mehr angeschlossen ist (inklusive Startzeit, zu der der Titel auf einem Engine OS-Gerät abgespielt wurde) . Dazu lassen sich diese Tracks auch und via Rechtsklick als Wiedergabelisten importieren. Last but not least kommen wir noch zum Thema …

Denon DJ Engine 2.0 - Tuning für die Mediaplayer

Denon DJ Engine 2.0 – Ableton Link Enabled

Streaming

Für die Streaming-Anbieter – mittlerweile sind hier Tidal, Beatport, Beatsource, Soundcloud, Dropbox  – gibt es nun ebenfalls eine Track-Listen-Vorschau, die Einbindung von Vorbereitungslisten und die Option, die eigenen oder kuratierten Listen über das Playlist Deck mischen zu lassen.

Keine Zeit gehabt, die Warm-up-Liste für den Sektempfang bei der Hochzeit vorzubereiten? Kein Problem. Einfach mal bei Tidal nach „Wedding“-Listen gucken – gibt’s für R&B, Pop, Rock, Country und mehr, den Automixer den Job machen lassen und selbst mit anstoßen.

Desktop-Software

Klar, dass die Entwickler auch die Desktop-Software mit Updates ausgestattet und mit den neuen Funktionen ausgerüstet hat. Dabei wurde u. a. die Unterstützung von Dritthersteller-Software wie rekordbox erweitert (Beispiel: Bibliotheks-Import per Rechtsklick) sowie Drag and Drop Folder Import realisiert. Außerdem bestückte der Hersteller Engine 2.0 mit der SoundSwitch Data-Export-Funktion und ruft Apple M1 Kompatibilität aus. Mein Soft- und Firmware-Download läuft jedenfalls schon. Bin gespannt.

Weitere Informationen zu Denon DJ

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2 Antworten zu “Engine Prime Tuning: Denon bringt Engine DJ 2.0 Software und OS”

  1. Peter Zwegat sagt:

    Klasse wie Denon voranpirscht. Ständig neue Features und Verbesserungen, auch noch für den ‚älteren‘ SC5000. Bin froh das überteuerte Pioneer-Ökosystem verlassen zu haben!

  2. pendolino sagt:

    cool, wenn die weiter so gut dran arbeiten, dann können wir sicher in 5-10 jahren mit der gleichen Verbreitung von Denon DJ in den Clubs rechnen. Momentan ist es wohl aber eher so, dass viele noch nicht den Umstieg auf ein anderes Ökosystem wagen wollen. In Ländern mit niedriger Kaufkraft wird das aber schneller passieren.

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