von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Effect Grid

Effect Grid  ·  Quelle: Effect Grid

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Effect Grid setzt auf einen neuartigen Ansatz für Multiband-Processing. Denn ihr teilt eingehendes Audiomaterial nicht einfach nur in drei Frequenzbänder auf, sondern unterteilt diese wiederum in drei Bereiche für unterschiedliche Amplituden. Keine schlechte Idee, oder?

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Effect Grid

Auf den ersten Blick sieht Effect Grid irgendwie sehr klar strukturiert und gleichzeitig etwas unübersichtlich aus. Ihr bekommt nämlich eine Matrix mit drei mal drei Slots zu sehen, die sich optisch nicht voneinander entscheiden. Sobald ihr aber das Konzept blickt, ergibt alles Sinn.

Die grundlegende Idee ist nämlich, Audiomaterial nicht nur in drei Frequenzbereiche zu teilen, sondern gleichzeitig drei Splits für die Amplitude anzubieten. Daraus ergibt sich dann dieses spezielle Grid, das ihr dann an jeder der neun Positionen mit bis zu drei Plug-ins befüllt. Ich wüsste jetzt aus dem Stegreif kein Tool, das etwas Vergleichbares bietet.

Mit den Parametern für Cutoff und Threshold definiert ihr die Splits für Frequenz- und Amplituden-Bänder, diese Parameter lassen sich sogar automatisieren. In jedem Slot gibt es einen „Kranz“ für die Lautstärke, die um bis zu 24 dB angehoben oder abgesenkt werden kann. Außerdem sind hier Buttons für Mute (M) und Solo (S).

Jeden Slot routet ihr bei Bedarf auf einen unabhängigen Bus oder mehrere Slots auf einen einzelnen Bus. Dieses Multi-Out-Feature unterstützt aber nicht jede DAW, Logic Pro X kann das zum Beispiel nicht.

Im Header sitzt ein Mix-Regler, der parallele Bearbeitung ermöglicht. Hier findet ihr zusätzlich Buttons, die in den Slots eingestellte Mutes oder Solos global deaktivieren und auch ein Bypass-Button sitzt daneben. Drei grafisch illustrierte Modi (Drums, Keys, Vocals) ändern die Übergangstypen zwischen den Bändern und passen die Funktionsweise so besser an das entsprechende Audiomaterial an.

An den Seiten reguliert ihr die Lautstärke von Ein- und Ausgang, Pegelanzeigen ergänzen die Regler. Ach ja, verschiedenfarbige Skins stehen auch zur Verfügung.

Effect Grid sieht wirklich sehr interessant aus. Wer sich gerne stundenlang mit Sounddesign beschäftigt und gerne experimentiert, bekommt hiermit definitiv eine neue Spielwiese. In meinem Hirn rattert es gerade die ganze Zeit und ich versuche mir vorzustellen, was ich damit so anstellen könnte.

Spezifikation und Preis

Effect Grid läuft als VST3, AU und AAX auf macOS (10.11 oder neuer) sowie Windows 10 (oder neuer). 45 US-Dollar kostet das Plug-in, eine Anleitung findet ihr auf der Website des Herstellers. Mit dem Code TRIAL könnt ihr 15 Tage kostenlos testen.

Weitere Infos über Effect Grid

Effect Grid

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5 Antworten zu “Effect Grid: Ein völlig neuer Ansatz für Multiband-Processing?”

    Tobias sagt:
    0

    https://www.bluecataudio.com/Products/Product_MB7Mixer/

    Blue Cat’s MB-7 Mixer is a unique plug-in that splits the signal
    into several frequency bands and lets you re-mix and process them
    as if they were separate track.

    Gibt nix was es nicht schon gibt.
    Man muss es nur bezahlen.;P

      Dirk B. sagt:
      0

      Ja aber Effect Grid teilt nicht nur die Frequenzen in drei Bänder, sondern auch die Amplituden auf. Das kann der MB7 MIxer nicht, oder?

        Tobias sagt:
        0

        Das Multiband Plug aggiert wie ein Mixer, Lautstärkr wird pro Band geregelt.
        Zur Frage: Sollte Amplitudenmodulation, AGC heißen, dann leider nicht. Pro
        Band sind 2 vst`s schaltbar davon 25 interne FX. Die Anzahl der Bänder sind
        von 1-7 frei wählbar. Ein externer Compressor mit AGC Funktion wird sich wohl
        finden lassen und mit BC-Patchwork läßten sich die Anzahl der Plugins pro
        Kanal bis an die CPU Grenze ausreizen.
        https://www.bluecataudio.com/Products/Product_PatchWork/

          Dirk B. sagt:
          0

          Also nur damit wir nicht aneinander vorbei reden: Bei Effect Grid kann ich festlegen, dass beispielsweise ein Bereich bis 200 Hz und einer Lautstärke von -30 dB bis -12 dB anders bearbeitet wird als ein Lautstärkebereich von -12 db bis 0 dB (bei dem gleichen Frequenzband). Im Prinzip erhälst du damit die drei Dimensionen Frequenz, Amplitude und Zeit – denn mit der Decay-Phase ändert sich natürlich auch die Amplitude. Mit anderen Worten: Das hier ist nicht einfach nur ein Plug-in, das Slots für mehrere Frequenzbänder anbietet.

            Tobias sagt:
            0

            Was ich sehe ist eine direkte Trennung über dB-Cntrl in 9 Einzelbändern für 3 FX-Slots
            gesteuert über Gain Response.
            Mit BlueCats wären es eine PatchBay mit 3 Gatern & Transient pro Band, wobei ein Gater
            nur nach unten begrenzt. Danke für den Hinweis. Das macht es interessant.
            Sleepy-Time DSP Transient
            https://plugins4free.com/plugin/1672/

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