von peter | Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten
DJ Controller bis 200 Euro

DJ Controller bis 200 Euro  ·  Quelle: gearnews

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Wer sich einen günstigen DJ-Controller für die eigene DJ-Software zulegen möchte, steht vor einem reichhaltigen Angebot. Je nachdem welches Programm und welche Hardware man nutzt, gilt es mitunter allerdings, selbst Hand anzulegen und die Steuerbefehle für die Software zu mappen. Das ist bei den kompakten Budget-Controllern meist schnell getan, zudem gibt es im Web einige Quellen, die fertige Mappings zum kostenlosen Download anbieten. 

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Klar darf man für den Preis keine eierlegenden Wollmilchsäue mit Hi-Fi-Sound und Profi-Schnittstellen erwarten, aber diese erschwinglichen Geräte sind vielleicht für manchen Einsteiger, Hobby-DJ oder semiprofessionellen Anwender eine interessante Sache, zumal nicht selten eine DJ-Software beiliegt, sodass man sich diese Investition mitunter sparen kann.

DJ-Controller bis 200 Euro

Hercules DJ Control Compact

Zum Auftakt ein ultrakompakter DJ-Controller im Longsize-Format, namentlich Hercules DJ Control Compact.  54 Euro Investitionsbereitschaft verlangt euch das gute Stück ab – und serviert euch im Gegenzug mit gut zwei Dutzend Reglern und Tasten zur Steuerung der Mix und Kreativfunktionen jedweder MIDI-Learn-fähigen DJ-Software oder des Hercules-eigenen Programms Djuced 5 als Vollversion, die euch alle nötigen Tools zum Auflegen mit dem Laptop bietet. Die Maus kann getrost im Schrank verweilen, wenn ihr das Teil unter dem AIO-PC oder aus der Schreibtischschublade hervorzieht und euch die Zeit vertreibt.  Auch für den spontanen Einsatz im Freundeskreis zu gebrauchen. Beim Hercules Controller trifft ein günstiger Preis auf eine beherrschbares Funktionsangebot und die maßgeschneiderte DJ Software. Ein Audiointerface ist allerdings nicht im Controller integriert, das bietet allerdings das nachfolgende Modell, welches zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Zeilen (Januar 2021) nur 3 Euro teurer ist!

Hercules DJ Control Starlight

… bietet ein fast identisches Layout und hat dank etwas kleinerer Jogwheels noch Platz für einen Pitchfader, nebst Cuemix-Abteilung und Kombifilter-Regler. Für den Kopfhöreranschluss und die Ausgabe des Master-Signals sind Miniklinkenbuchsen verbaut und obendrein gibt’s eine in den Boden integrierte Lightshow bzw. vier LEDs, die im Takt zur Musik Stroboskop-mäßig blinken können. Außerdem kann der Hercules Starlight-Controller neben DJUCED auch mit Serato und DJAY betrieben werden. Getestet und für gut befunden.

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Numark DJ2GO Touch

Kompakt wie eine Maxi-Schokolade ist auch der Numark DJ2GO Touch und bietet doch alle nötigen Bordmittel für die DJ-Session. Mit im Bundle ist als DJ-Software Serato DJ Lite, ein Upgrade auf das kostenpflichtige Serato DJ Pro ist möglich. Numarks DJ-Controller besitzt ein integriertes 4-Kanal-Audiointerface und kostet aktuell 72 Euro.

Zur Ausstattung gehören unter anderem berührungsempfindliche Jogwheels, eine Transportsteuerung, Pitchfader sowie je vier multifunktionale Pads für Hotcues, Loops und Samples. Ein Browser-Encoder, Ladetasten und ein Mixer mit Crossfader, Gain und Vorhörtasten darf ebenfalls nicht fehlen. An der rechten und linken Außenseite sind zwei Miniklinkenausgänge auszumachen, wo sich Kopfhörer und Boxen anschließen lassen. Entsprechende Lautstärkeregler sind ebenso an Bord.

Aufgrund seiner Maße lässt er sich perfekt vor oder auf dem Laptop positionieren, welches ihn via USB-Port mit Spannung versorgt. DJ2Go2 Touch wiegt gerade mal 350 Gramm und misst 314 x 86 x 16 Millimeter. Kein Problem, das Teil unterwegs im Handgepäck oder Messenger-Bag zu verstauen. Ein probates Werkzeug also, um als Hobby-DJ seine ersten Schritte zu unternehmen oder im Freundeskreis die Party zu beschallen.

Numark Partymix

Schlappe 83 Euro kostet Numarks Partymix, ein Komplettpaket mit integrierter LED-Lightshow, die ihren Beam von der Rückseite aus an die Wand oder auf den Partykeller-Tanzflur werfen. Eigentümlich, oder? Bei diesem DJ-Controller bekommt der Freizeit-DJ eine Basisausstattung mit Audiointerface für Kopfhörer und Anlage an die Hand, die zudem einen Zweikanal-Mixer und Decks mit Mini-Jogdials sowie eine kleine Transport-, Sync-, Pitch- und Pad-Sektion für rudimentäre Loops, Sample und Effektteuerung mitbringt. Für den Sofort-Start liegt VirtualDJ bei, das die Funktionen plug-and-play zur Verfügung stellt.

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Hercules DJ Control Inpulse 200 und Inpulse 300

Der DJ-Control Inpulse 200 von Hercules wird mit der hauseigenen Software Djuced 5 ausgeliefert und kostet 84 Euro. Hier bekommt ihr einen voll ausgerüsteten, kompakten DJ-Mischer plus Decks mit Pad-Sektion, Pitchfader und Co. Der Clou: Hercules hat einige Funktionen in den Controller und die maßgeschneiderte Software integriert, die Anfänger beim Auflegen lernen assistieren soll. Allen voran der Beatmatch-Guide mit seiner integrierten Lichtführung zum Tempo/Phasenabgleich und der Intelligent Music Assistant, der euch Empfehlungen aus eurer Musikbibliothek für den nächsten Titel ausspricht. Ein farblich variierender Leuchtring um den Encoder herum visualisiert dabei die Energie des aktuellen Tracks. Die Software DJUCED bietet zudem auch kostenpflichtige Streaming-Services (Beatport/Beatsource und Qobuz), falls ihr noch keine Titelsammlung habt.

An der Rückseite befinden sich zwei Cinch-Buchsen für eure Boxen oder Anlage, vorn gibt’s einen Kopfhöreranschluss in Miniklinke. Das USB-Kabel ist leider fest verbaut und lässt sich bei defekt nicht nutzerseitig tauschen. Das integrierte Audiointerface des Hercules DJ Control Inpulse arbeitet mit 24 Bit und 44,1 kHz USB. Ein Preis-Leistungs-Hit. Das lässt sich auch über den DJ-Control Inpulse 300 sagen, der im Mid-Size-Format noch um einiges komfortabler ausgestattet, mit 165 Euro aber auch knapp doppelt so teuer ist.

Hercules Universal DJ, der Bluetooth DJ-Controller

Ganz im Zeichen des Blauzahns und möglicher App-Anbindung, aber nicht ausschließlich und somit recht flexibel in der Anwendung gibt sich Hercules Universal DJ. Mixer, Fader, Decks und Performance-Pads sind gesetzt. Der Controller bietet neben Ausgängen für Kopfhörer (6,35 mm Klinke) und Mastersignal (Miniklinke, Cinch) einen zusätzlichen Cinch-Aux-Input. Via USB nimmt der Universal DJ Kontakt zum PC, Mac und Tablet auf, kann aber auch via Bluetooth mit Computer, iOS- und Android-Geräten kommunizieren. Ein rückseitiger Mode-Switch legt die Betriebsart fest.

Hercules DJControl Inpulse

Hercules DJControl Inpulse

Numark Mixtrack Pro 3 und Mixtrack Pro FX

… sind mit über einem halben Meter Breite im Gegensatz zu den meist ultrakompakten Modellen, die wir zuvor vorgestellt haben, fast schon Boliden. Zum Preis von knapp 200 Euro bieten sie reichlich Raum zum Arbeiten, lange Pitchfader und 5 bzw. 6 Zoll große Jogwheels, mit denen sich adäquat Beatmatchen und Scratchen lässt. Der MTP 3 ist bereits seit 2015 am Markt, der Pro FX wurde 2020 vorgestellt. Neben Dreiband-EQs, LED-Pegelanzeigen, einem integriertem Audiointerface und zugehörigen Ein- und Ausgängen für Kopfhörer und Anlage bieten sie erweiterte Performance-Features und Software-Unterstützung seitens Serato DJ Lite.

Was die Effekt-Steuerung angeht, setzen die Controller auf unterschiedliche Konzepte. So wurde beim Mixtrack Pro 3 ein Touchstrip nebst 3 FX-Tasten zur Effekt-Steuerung verbaut, wohingegen der Mixtrack Pro FX auf Effektkippschalter mit sechs direkt adressierbaren Klangverbiegern setzt und mit zusätzlicher Parameter-Steuerung bedacht wurde. Mikrofonanschlüsse haben beide Geräte zu bieten. Zwei grundsolide Modelle für Serato DJ Einsteiger, wo der letztliche Kaufentscheid sicher auch ein wenig Geschmackssache ist.

Mixtrack Pro FX

Mixtrack Pro FX

Native Instruments Traktor Kontrol X1 und F1

Wenn es um DJ-Controller und DJ-Software geht, dürfen Native Instruments und Traktor selbstverständlich nicht fehlen. Der Hersteller hat gleich drei Controller unter 200 Euro im Sortiment, namentlich X1 (169 Euro) , F1 (169 Euro) und Z1 (159 Euro), die allesamt auf das Hochkantformat setzen, wobei X1 und F1 primär als Add-on-Controller durchgehen. Der F1 mit seinen 16 RGB-Pads, vier Fadern und vier Drehreglern, Display und zahlreichen Funktionstastern ist die perfekte Wahl als Remix-Decks/Sample-Controller. Der X1 Klassiker dagegen widmet sich primär der Decksteuerung, samt EQs, Loop- und Cue, FX, Syncing, Navigation und dergleichen, perfekt als DVS-Sidewing bzw. den Platz neben dem DJ-Mixer.

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Native Instruments Traktor Kontrol Z1

Native Instruments Traktor Kontrol Z1 kann sich im Gegensatz zu seinen beiden zuvor vorgestellten Geschwistern mit einem integrierten 24 Bit / 96 kHz 4-Kanal-Audiointerface brüsten und ist infolgedessen als klassischer Misch-Controller einzusetzen, wobei der Hersteller auch hier auf das Hochkantformat setzt.

Ausgänge sind in Form einer Miniklinke (Kopfhörer) und Cinch (Master) zugegen. Kompatibel ist dieses Modell mit der PC/MAC-Version von Traktor Pro und der Apple iOS-App. An Regelwerk bekommt der DJ zwei Line-Fader sowie einen Crossfader, 3-Band-EQs mit Kombifilter und eine Cuemix-Master-Sektion nebst LED-Metern für Deck A und B an die Hand. Damit lässt sich auf kleinstem Raum mixen, die Kommandozentrale lässt sich auch mit dem F1 und X1 kombinieren.

Native Instruments Traktor Kontrol

Native Instruments Traktor Kontrol Serie

AKAI Professional LPD8

Wer auf Jogdials und die gesamte „Mix-Apparatur“ verzichten kann und ein „schmales Brett für vor den Mixer“ sucht, mit dem sich ein paar Samples abfeuern und die Software-FX bedienen lassen: Ein AKAI LPD8 leistet gute Dienste. Vorausgesetzt, ihr scheut euch nicht, selbst Hand an den MIDI-Mapper eurer DJ-Software zu legen. Für 41 Euro bietet der Controller 8 hintergrundbeleuchtete, anschlagdynamische Pads zum Senden von Program Change, CC und Notenbefehlen und ebenso viele Drehregler. Schade eigentlich, dass es die Wireless-Version nicht mehr gibt.

Die besten Pad-Controller für DAW und Live-Performance findet ihr übrigens in diesem Artikel. 

Herstellerlinks

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