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Die besten Studiomonitore unter 500 Euro pro Paar

Die besten Studiomonitore unter 500 Euro pro Paar  ·  Quelle: Pixabay / Gearnews

Wir leben ja wirklich in komfortablen Zeiten. Mit einem Rechner und einem Audiointerface (hier ein paar Empfehlungen für unter 300 Euro) ist der Grundstein für ein kompaktes Studio schon so gut wie gelegt. Eine DAW gibt es (zur Not) auch kostenlos, fehlt eigentlich nur noch ein gutes Paar Aktivmonitore zum Abhören. Und wie so oft bei Musiktechnik, gibt es da eine enorme Preisspanne von günstig bis sehr teuer. In diesem Artikel wollen wir dir Monitore zeigen, die im Paar maximal 500 Euro kosten und eine gute Leistung bringen.

Die besten Studiomonitore unter 500 Euro pro Paar

Wie bei so vielen Sachen im Audiobereich gibt es auch bei Monitoren genügend Steilvorlagen zum Diskutieren und streiten. Dabei ist die Sache eigentlich klar: Ein guter Studiomonitor hilft, beim Mixing die richtigen Entscheidungen zu treffen und das Ergebnis in möglichst allen Wiedergabesituationen gut klingen zu lassen – egal ob auf Lautsprechern des Smartphones wie auch auf großen PA-Anlagen. Dafür sollten die Lautsprecher im Studio möglichst ein lineares Klangbild abgeben und auch Transienten, Stereobild und Tiefenstaffelung realistisch darstellen.

Neben den technischen Grenzen gibt es da aber noch einen entscheidenen Faktor, der die Sache kompliziert macht: Der Raum, in dem die Abhöre steht, muss eigentlich akustisch optimiert sein (bei Bonedo gibt es da eine ganze Reihe von Workshops und Features). Und auch das Hören selbst kann eine sehr individuelle Angelegenheit sein, die nicht nur durch die Fähigkeiten, sondern auch den persönlichen Geschmack bestimmt werden.

Darum ist es auch schwierig, den „besten“ Aktivmonitor zu zeigen. Die hier vorgestellten Studiolautsprecher sind jedenfalls Empfehlungen, die wir mit gutem Gewissen geben können. Falls du dich für ein Modell interessierst, solltest du nach Tests suchen und schauen, ob dieser Monitor für dich passt. Oft gehören die Lautsprecher zu einer Serie, die größere oder kleinere Tieftöner haben, andere Leistungsreserven anbieten oder in andern Farben daherkommen. Auch da lohnt sich also noch mal ein Vergleich.

Und noch eine Sache: Wenn du über die Affiliate-Links hier einkaufst, bekommen wir dafür einen kleinen Betrag gutgeschrieben. Das trägt einen Teil dazu bei, Gearnews zu finanzieren. Falls du denkst, dass hier ein bestimmtes Modell fehlt oder vielleicht nicht hingehört, bist du eingeladen, einen Kommentar zu schreiben. Und nun zu unseren Empfehlungen:

 

Presonus Eris E5

Presonus Eris E5

Presonus Eris E5

Etwas über 200 Euro für ein Monitor-Paar, das auch klanglich überzeugt – die Presonus Eris E5 erfüllt das. Ein funktionales Design zeichnet die Optik aus, transparenter Sound die klanglichen Eigenschaften. Für die Anpassung an den Raum lassen sich ein paar Einstellungen vornehmen. Als Eingänge stehen neben XLR und Klinke auch Cinch bereit. Beim Test auf Bonedo schneidet der E5 sogar noch besser ab als der größere E8. Die Eris E5 XT (hier bei Thomann*) bietet einen etwas erweiterten Bassbereich und größeren Sweetspot beim Hören.

Das Produkt bei Thomann*

 

IK Multimedia iLoud Micro Monitor

IK Multimedia iLoud Micro Monitor

IK Multimedia iLoud Micro Monitor

Diese Mini-Monitore eignen sich auch super für als flexible Lautsprecher am Computer-Arbeitsplatz. Eingangsseitig gibt es nur Miniklinke und Cinch, dafür ist aber auch die Übertragung über Bluetooth möglich. Trotz der geringen Abmessungen kommt hier doch noch ein relativ kräftiger Bass raus – dabei bleibt der Sound stets neutral. Als Studiomonitor vielleicht nicht unbedingt die erste Wahl, aber als Zweitsystem und „PC-Lautsprecher für Musiker“ sehr gut geeignet. Hier der Test auf Bonedo.

Das Produkt bei Thomann*

 

Kali Audio LP-6

Kali Audio LP-6

Kali Audio LP-6

Der kalifornische Hersteller Kali Audio liefert gute Monitore zu sehr günstigen Preisen ab. Auch die LP-6 bietet ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis und überzeugt mit einem guten Sound, ordentlicher Basswiedergabe und stimmiger Verarbeitung. Dass hier sowohl Cinch-, XLR- als auch Klinkenanschlüsse vorhanden sind, ist ein weiterer Pluspunkt. Mit Dip-Schaltern können noch zusätzliche Anpassungen für den Raum vorgenommen werden. Auf Bonedo findest du einen Testbericht.

Das Produkt bei Thomann*

 

JBL 306P MKII

JBL 306P MKII

JBL 306P MKII

Schon die Vorgängermodelle wurden für die am Preis gemessene Soundeigenschaften gelobt, mit der MKII-Version legt JBL nochmal einen drauf. Super Basswiedergabe, linearer Frequenzgang und tolle Stereobreite machen die 306P MKII zu einem guten Kandidaten für die Studioarbeit. Wenn ein 5-Zoll-Woofer ausreicht, ist die 305P MKII (hier bei Thomann*) noch ein bisschen günstiger – oder ihr legt ein bisschen drauf und holt euch mit der 308P MKII (hier bei Thomann*) einen 8-Zoll-Woofer. Alle drei Varianten haben XLR- und Klinkenanschlüsse und bieten Optionen für die Raumanpassung. Hier ein Test der 305P MKII auf Bonedo.

Das Produkt bei Thomann*

 

Adam Audio T5V

Adam Audio T5V

Adam T5V

Auch in dem T5V stecken die speziellen ART Hochtöner (Accelerated Ribbon Tweeter) des Herstellers drin, die für eine besonders gelungene Abbildung der Höhen sorgen. Aber auch die anderen Features stimmen in Anbetracht des günstigen Anschaffungspreises. Raumanpassungen lassen sich auf der Rückseite einstellen, neben XLR bietet der Lautsprecher auch einen Cinch-Eingang. Auf Bonedo findest du einen Testbericht.

Das Produkt bei Thomann*

 

KRK Rokit RP7 G4

KRK Rokit RP7 G4

KRK Rokit RP7 G4

Durch die gelben Membranen haben die KRK-Monitore einen hohen Wiedererkennungswert und mit Sicherheit hast du Lautsprecher des Herstellers schon in dem einen oder anderen Studio gesehen. Die Rokit-Serie ist bereits in der vierten Generation und bietet Features, die bei anderen Herstellern in dieser Preisklasse eher unüblich sind. Dazu gehört die DSP-gesteuerte Raumanpassung über ein Display inklusive Presets und App-Unterstützung für die Bedienung. Einige sagen den Speakern ein leichtes Rauschen nach und die günstigere RP5 G4 (hier bei Thomann*) macht vielleicht einen stimmigeren Eindruck in Bezug auf Ausgewogenheit. Wenn du elektronische Musik produzierst, hast du mit diesen Speakern auf jeden Fall viel Spaß.

Das Produkt bei Thomann*

 

Focal Alpha 65

Focal Alpha 65

Focal Alpha 65

Strenggenommen gehört die Focal Alpha 65 nicht in diese Liste, denn im Paar kostet der Aktivmonitor etwas über 500 Euro – und das auch nur, weil der Preis gegenüber der UVP reduziert wurde. Im Gegenzug bekommst du eine „unaufgeregte“ Abhöre mit einer überzeugenden räumlichen Abbildung. XLR- und Cinch-Eingang lassen sich gleichzeitig nutzen, mit zwei Shelving-EQs bietet Alpha 65 Optionen für Raumkorrekturen. Auf Bonedo findest du einen Test.

Das Produkt bei Thomann*

 

Yamaha HS 7

Yamaha HS 7

Yamaha HS 7

Ähnlich wie KRK setzt auch Yamaha auf einen unverwechselbaren Look – hier durch die weiße Membran. Die berühmte NS-10 war für lange Zeit quasi ein Standard in Studios, allerdings nicht wegen besonders „guter“ Eigenschaften. „Was hier gut klingt, klingt überall sonst auch gut“ – das war der Ruf der passiven NS-10. Mit der HS-Reihe will Yamaha daran anknüpfen, allerdings nur mit möglichst positiven Eigenschaften. Neutraler Sound, gute Basswiedergabe und günstiger Preis sprechen für die HS 7, für ein paar Euro mehr ist die HS 8 (hier bei Thomann*) ebenfalls eine Empfehlung. XLR und Klinke sind als Eingänge verfügbar, außerdem gibt es (minimale) Optionen für die Raumanpassung. Übrigens gibt es die HS-Serie auch in Weiß und hier im Test auf Bonedo.

Das Produkt bei Thomann*

 

Genelec 8010 A

Genelec 8010 A

Genelec 8010 AP

Der 8010 AP ist sehr kompakt – eigentlich schon klein – und eignet sich damit auch sehr gut für Videobearbeitung oder diverse „Multimedia“-Anwendungen. Und auch für Mixing bringt der Lautsprecher mit neutralen Klangbild die nötige Voraussetzung. Trotz der geringen Maße macht der Aktivlautsprecher ordentlich Druck und selbst der Bass ist für einen 3-Zoll-Tieftöner noch amtlich. Leider gibt es nur einen XLR-Eingang und der ist auch noch an der Unterseite angebracht, wenn die Stecker kurz genug sind, ist das nicht problematisch – ansonsten können die Kabel schnell abknicken. Wenn der Platz sehr begrenzt ist, solltest du dir den kleinen Speaker mal genauer anschauen. Hier ein Test auf Bonedo.

Das Produkt bei Thomann*

 

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7 Antworten zu “Die besten Studiomonitore unter 500 Euro pro Paar”

  1. GRT sagt:

    Tannoy Reveal 802?

  2. Syp sagt:

    „pro Paar“ …nicht „im Paar“.

  3. Widescreen sagt:

    Man sollte sich ebenfalls die relativ neuen Tannoy Gold 5, Gold 7 und Gold 8 mit Coax-Hochtöner u. 200W bzw. 300W Class AB-Bi-Amp anschauen. Für 155€, 190€ u. 229€ pro Stück allesamt im hier gesteckten Preisrahmen. Ich habe die Gold 7 und bin extrem zufrieden! Bei Thomann für alle Varianten praktisch nur 5*****-Bewertungen.

    • Dirk B. sagt:

      Für den Preis auf jeden Fall sehr gute Monitore! Und sehen auch klasse aus.

    • Ben sagt:

      Die Gold 8 gehen bis 54Hz, die 5″ Variante bis 70Hz? Die 305P gehen ja schon bis 49Hz und haben wenigstens noch eine -3dB Angabe dabei. Sicherlich ist der Tieftonbereich nicht alles, aber mir wäre das zu wenig (für elektronische Musik).

  4. schlawiner sagt:

    Fluid Audio FX8 – ca. 350€ pro Paar, Koaxial. Hammer Sound meiner Meinung nach. Bin verblüfft was die betrifft. Richtig fettes Low End, Seidige Höhen. Geiler Preis.

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