von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Austrian Audio OD5 und OC7

Austrian Audio OD5 und OC7  ·  Quelle: Austrian Audio

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Austrian Audio hat zwei neue Mikrofone parat, die extra für die Aufnahme von Instrumenten gedacht sind. OD5 ist ein aktiv-dynamisches Mikrofon und OC7 ein Echtkondensatormikrofon. Beide werden in Wien gefertigt, die Kleinmembrankapsel OCC7 des OC7 ebenfalls. Eine besondere Spezialität stellt die „Swivel Joint“-Mechanik dar.

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Austrian Audio OD5 und OC7

Okay, was ist die „Swivel Joint“-Mechanik? Kurzum, eine neue Lösung zum Positionieren des Mikrofons. Für diese Aufgabe haben die Ingenieure von Austrian Audios eine Aufhängung des Mikrofonkorbes entwickelt, die eine 220-Grad-Rotation desselben ermöglicht. So kannst du das Mikrofon zur Klangquelle oder entsprechend deiner Vorstellungen ausrichten, ohne das Mikrofonstativ umständlich verstellen oder lösen zu müssen. Umstürzende Mikrofone (eigentlich ein cooler Bandname) oder am Mikrofonstativ eingeklemmte Finger sollen damit der Vergangenheit angehören.

Bleiben wir bei speziellen Designs. Das gilt bei beiden Modellen auch für die Richtcharakteristik. Die Open Acoustics Technologie des Herstellers kommt nämlich wieder zum Einsatz. Der Mikrofonkorb und die Aufhängung der Kapsel sind so gestaltet, dass akustische Beeinträchtigungen reduziert werden. Auch rückseitiger Schall kann dabei zur Kapsel durchdringen, so erzielen die Mikros eine präzise Nierencharakteristik. Diese „lineare Niere“ bewirkt, dass von hinten sowie seitlich einfallender Schall ebenfalls gut und unverfälscht klingt. Das gilt auch für die aus Sicht von Austrian Audio manchmal unvermeidbaren Übersprecher von anderen Instrumenten.

So viel zu den gemeinsamen Eigenschaften, jetzt zu den einzelnen Modellen.

Die im OC7 steckende Echtkondensatorkapsel wird durch den Mikrofonkorb geschützt und kann deshalb auch da bedenkenlos positioniert werden, wo das Mikrofon Stößen ausgesetzt ist. Ein Hochpassfilter zweiter Ordnung ist mit einem Cutoff bei 40 sowie 80 Hz ausgestattet. Ein -10 dB Pad ermöglicht Austrian Audio zufolge den Einsatz vor sehr lauten Schallquellen. Den Grenzschalldruckpegel gibt der Hersteller mit maximal 154 dB SPL (>160 dB SPL mit Pad) an.

Austrian Audio OC7

Austrian Audio OC7

Das OD5 verfügt hingegen über eine aktiv-dynamische Schaltung, die bereits beim Gesangsmikrofon OD505 zum Einsatz kommt. Diese Technik sorgt dafür, dass auch lange Kabelstrecken keinen negativen Einfluss auf das Signal haben. Das spezielle CAB-Filter (Cut & Boost) bei 80 Hz soll sich besonders beim Einsatz vor Gitarrenverstärkern bezahlt machen. Das Filter entfernt nicht nur tieffrequenten Schall, sondern verleiht dem Nutzsignal gleichzeitig Druck im Bassbereich. Ein beliebter Trick mit Hochpassfiltern. Die zweite Stellung bei 120 Hz ist ein „normales“ Hochpassfilter zweiter Ordnung.

Ein weiteres interessantes Feature des OD5 ist der Pad-Schalter. In der Null-Stellung weist das Mikrofon eine Empfindsamkeit auf, wie sie sonst von Kondensatormikros gewohnt ist. Austrian Audio sagt aber, dass es nahezu unmöglich ist, das OD5 zum Übersteuern zu bringen. Das -10 dB Pad soll hingegen nachfolgende Mikrofonvorverstärker vor Übersteuerungen schützen, falls diese keine eigene Möglichkeit zur Signalabsenkung bieten.

Austrian Audio OD5

Austrian Audio OD5

Austrian Audio denkt beim OD5 an Instrumente wie Drums (für die es auch optional eine spezielle Halterung gibt), aber auch vor Gitarren-Amps oder Blasinstrumenten soll das Mikro überzeugen. Das OCC7 eignet sich für alle Instrumente, die besonders lebendige Transienten haben. Dazu gehören Percussion oder die Snare und Toms am Schlagzeug sowie Klavier und akustische Gitarre. Streichinstrumente sollst du hiermit ebenfalls gut einfangen können.

Verfügbarkeit und Preise

Beide Mikros sind demnächst erhältlich, das OD5 kostet 249 Euro, das OC7 gibt es für 429 Euro.

Weitere Infos über Austrian Audio OD5 und OC7

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