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AudioThing Things Motor

AudioThing Things Motor  ·  Quelle: AudioThing

Things Motor ist ein neues Plug-in, das der Hersteller AudioThing erneut in Zusammenarbeit mit dem Musiker und YouTuber Hainbach erstellt hat. Der Effekt basiert auf dem sogenannten Crystal Palace, der 1967 von Dave Young für den BBC Radiophonic Workshop gebaut wurde. Hainbach, Crystal Palace, Radiophonic Workshop, Motor – das hört sich nach einem höchst experimentellen Plug-in an, das ihr für kurze Zeit sogar sehr günstig kaufen könnt. Und Look Mum No Computer baut den Effekt auch noch als richtige Hardware!

AudioThing Things Motor

Was es mit dem Crystal Palace auf sich hat, könnt ihr auf dieser Website nachlesen. Kurz gesagt geht es dabei um das Kombinieren und Verschmelzen verschiedener Audioquellen – genau das ist auch die Aufgabe von Things Motor.

Zwei über Sidechain eingehende Audiosignale vermischt dieses Plug-in auf sehr experimentelle Weise. Im der Hardware-Vorlage aus den 60er-Jahren wurde das über einen Motor gesteuert, heute erledigt das ein LFO. Das hat nicht nur den Vorteil, dass ihr auf so eine Maschine verzichten könnt, sondern auch verschiedene Schwingungsformen (Sine, Triangle, Ramp Up, Ramp Down, Square, Sine Up, Sine Down, Exp Up, Exp Down) auswählen dürft. Zusätzlich bekommt ihr Sample and Hold (S&H) – sehr gut!

Im Detail stecken hier Tremolo, Vibrato und ein Panner drin. Ihr moduliert demnach die Lautstärke, Tonhöhe und die Position im Panorama – allerdings versetzt für beide Audiosignale. Bei seichten Einstellungen morphen die Sounds eher ineinander, wenn ihr voll aufdreht, zerstückelt ihr das Material wie mit einem Küchenhäcksler. Dabei kommen je nach eingestellter Rate Sounds heraus, die an einen Ringmodulator erinnern. Die Rate des LFOs könnt ihr natürlich ebenfalls zum Tempo in der DAW synchronisieren! Ein weiterer Vorteil gegenüber alter Hardware.

Und dann ist da noch der Start/Stop-Button für den „LFO-Motor“ mit variabler Geschwindigkeit. Das ist eine feine Idee, die bestimmt einige interessante Sound-Effekte erzeugt.

Look Mum No Cumputer baut das Plug-in als Hardware

Zur Präsentation des Plug-ins baut Look Mum No Computer – kurz LMNC – gleich eine „echte“ Hardware-Version des Effekts. Ob er damit ähnliche Sounds wie bei Doctor Who in der Folge „The Krotons“ macht? Die wurden nämlich mit dem Crystal Palace von Brian Hodgson und Delia Derbyshire erstellt. Das Video unten gibt Aufschluss.

Spezifikation und Preis

AudioThing Things Motor läuft als AU, VST, VST2, VST3 und AAX auf macOS (10.9 oder höher) und Windows (7 oder höher) in 64 Bit. Eine Demoversion sowie ein PDF-Benutzerhandbuch gibt es ebenso auf der Website des Entwicklers als Download.

Für kurze Zeit bezahlt ihr 9 Euro, dann wird der Preis auf 19 Euro angehoben.

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