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Arturia Polybrute

Arturia Polybrute  ·  Quelle: Elektronauts Forum

Die Brute-Serie und der Microfreaks sind etabliert. Was schon länger fehlt ist ein polyphoner Synthesizer von Arturia, der hauptsächlich analog aufgebaut ist. 

Der klassische 5-Oktaven Synthesizer mit einer Reihe von Stimmen fehlt. Wir wissen, dass es ihn schon länger in einem Hinterzimmer zu sehen gibt und er auch weitgehend funktioniert. Die Corona-Zeit machte es nicht gerade einfach, weshalb uns nur die Bilder bleiben, die geleakt oder irgendwie rausgefallen sind aus dem Netz.

Das aktuelle Design erinnert an einen „kürzeren“ Matrixbrute, welches sogar eine kleinere Matrix enthält. Diese könnte nach wie vor die Bedienung des Routings und eines einfachen Sequencers beinhalten.

Was kommt?

Die Logik der bisherigen Geräte bietet sogar einige klare Schlussfolgerungen. Man kann von mindestens zwei Oszillatoren ausgehen oder auch einem dritten, den man sich vom Microfreak borgen könnte, um ein bisschen Korg zu folgen mit einem „2x analog 1x digital“-Oszillatoren-Konzept. Als Display wird es vermutlich eher OLEDs geben, eher klein. Diese kann man auf dem Bild nicht direkt erkennen, es können auch mehrere sein. Die Bedienung lässt jedoch wenig Displays zu, denn diese braucht man eigentlich nur für einen Namen für die Sounds und ein paar Grundfunktionen wie MIDI-Kanal und ähnliches. Außerdem kann so ein Gerät Effekte enthalten und natürlich einen Arpeggiator.

Das hier gezeigte dürfte ein 2-Oszillatoren-Gerät ggf. mit Suboszillator sein, welches mit oder ohne Wavemorph oder mit Mixer für Schwingungsformen aufwarten und damit an Microbrute und Co. erinnert. Das Konzept des Microbrute war bedientechnisch zumindest schlau und könnte als „doppelte“ Instanz vermutlich auch verbaut sein, um in der unteren Reihe LFOs unterbringen zu können (sicher nicht mehr als 2, eher vielleicht nur einen – typisch wären aber 2 für bestimmte Zwecke). Filter wird man wohl nur eins haben und sich ggf. an Steiner-Parker festhalten, da es typisch für Arturia ist.

Wunschkonzert

Es ist also eher ein aufgebohrter Juno gekreuzt mit einem Microbrute als ein Digital-Oszillator-Überraschungs-Effekt, welcher mir persönlich mehr gefallen würde. Ein polyphoner Microfreak als „großes“ Gerät oder in MicrokorgGröße könnte zudem noch viel spannender und interessanter für den aktuellen Markt sein. So etwas könnte auch 2 Microfreaks enthalten und mit 8 Stimmen versehen (notfalls auch nur 6) und nur einen analogen Weg und ggf. Filter. Das wäre auch technisch gut zu machen, würde den Aufwand im analogen Bereich gut begrenzen und die Lebendigkeit eines Microbrute mitbringen.

Private Microfreakmeile

Mein Favorit wäre sogar ein reiner Microfreak Pro mit 8 Stimmen vollpolyphon und den bekannten Algorithmen plus neuen und etwas Abgabe an Mutable für alles was in Elements und Plaids zu finden ist. Dieser könnte Teile oder ein bisschen eine Microbrute enthalten – und ist nur im Analog-Mode paraphon oder z. B. vierstimmig. Muss er aber nicht und könnte zu einem sensationellen Preis angeboten werden. Das wäre vielleicht sogar spannender als ein 2-Oszillatoren-Rein-Analoger. Aber letzteren, vermute ich persönlich, haben sie im Hinterzimmer.

Weitere Information

Bei Arturia gibt es dazu natürlich nichts, eher in Foren wie Elektronauts und Co. Der Preis für so ein Gerät dürfte bei 2.5 Euro liegen dürfen.

Eine Antwort zu “Arturia Polybrute – wo bleibt der ersehnte Poly-Arturia?”

  1. Larifari sagt:

    Eine Art Jdxa/Crossover Synth von Arturia wäre schon nice.

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