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Apple veröffentlicht macOS 12 Monterey: Updaten ja oder noch nicht?

Apple veröffentlicht macOS 12 Monterey: Updaten ja oder noch nicht?  ·  Quelle: Apple

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Nach der obligatorischen Vorstellung des neuen Betriebssystems auf der jährlichen WWDC und der internen und Public Beta Phase, gibt der Hard- und Software-Hersteller Apple ab sofort macOS 12 mit dem Namen Monterey zum Download frei. Natürlich unterstützt es vor allen Dingen die neuen M1, M1 Pro und M1 Max Prozessoren mit einem erheblichen Performance-Schub. Aber es liefert auch, neben den Verbesserungen, etliche Neuerungen. Trotzdem warnen Firmen von Software, Plug-ins und Hardware für den Mac nicht sofort auf das neue OS zu springen. Was nun?

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Die neuen Funktionen von Apple macOS 12 Monterey

Natürlich bringt das neue macOS 12 mit dem Beinamen Monterey, neben den üblichen Kompatibilitätsproblemen (hierzu kommen wir später), etliche Neuerungen, von denen wir euch hier ein paar Highlights vorstellen wollen. Die Kommunikations-App FaceTime wurde von Grund auf auf den neuesten Stand gebracht und modernisiert, sodass sie sich jetzt auch gegen die großen Mitbewerber (Zoom, Teams, Skype, Google Meet, etc.) durchsetzen kann. Ihr könnt jetzt zusammen mit euren virtuellen Partnern Musik anhören, Filme anschauen oder eben eine Konferenz mit euren Kollegen abhalten (inklusive dem Teilen des Bildschirms, Vorplanen von Terminen, Teilen von Links zum Anruf).

Sehr cool ist die Möglichkeit den Ton in 3D Audio (je nach Rechner) wiedergeben zu lassen. So könnt ihr alle Teilnehmer im Raum frei verteilen und so auch besser wahrnehmen. Auch die Nachrichten App (vorher iMessage) zieht hier nach und integriert diese Funktionen ebenso. Hier könnt ihr sogar komplette Fotosammlungen übersichtlich versenden. Das neue Design des Webbrowsers Safari wurde schon vorher in einem Update für das ältere macOS freigegeben. Neben der Farbgebung, die sich je nach Website automatisch anpasst, gibt es jetzt Tab-Gruppen und eine bessere Synchronisation aller Seiten und Pakete zwischen allen eigenen Apple-Produkten.

Ist alles im Fokus?

Der aus iOS und PadOS 15 bekannte „Focus Mode“ zieht nun auch ins macOS ein und aktiviert sich natürlich global über alle eure Apple-Geräte. Hier werden Benachrichtigungen (von anderen Personen oder von Apps) je nach Status (Schlafenszeit, „auf der Arbeit“, privat) ausgeblendet oder eben in den Fokus gerückt. Diesen Status zeigt nun auch die Nachrichten-App an. Aber auch Livetext funktioniert jetzt unter macOS. Sehr schön! Dazu sind alle eure Apple Gadgets von nun an auch AirPlay Empfänger und dienen als „Lautsprecher“.

In einem weiteren Update im Herbst 2021 wird eine weitere sehr interessante Funktion nachgereicht: Universal Control. Damit lassen sich die Bildschirme eures MacBook (Pro), iPad und iMac verbinden. Wird zum Beispiel ein iPad in die Nähe eines Rechners gelegt, wird der Bildschirm des Rechners automatisch auf dem iPad erweitert. So könnt ihr die Touch-Eigenschaften (oder sogar den Apple Pencil) für Arbeiten auf dem MacBook nutzen oder schnell man Daten hin und her schieben. Darüber hinaus unterstützt macOS jetzt iCloud+ (inklusive iCloud Privat Relay), ihr könnt eigene Kurzbefehle einfach und intuitiv erstellen und in einer App sammeln. Weitere neue Funktionen findet ihr auf der Apple Produktseite von macOS 12.

Kompatibilität oder Probleme mit macOS 12?

Natürlich juckt es vielen in den Händen. Ein Klick auf den Update Button und das neue System ist installiert, die neuen Features können ausprobiert werden. Dazu kommen die neuen MacBook Pro Laptops mit den neuen M1 Pro und M1 Max Prozessoren, die nur mit dem aktuellen OS ausgeliefert werden. Aber was ist mit dem leidigen Thema Kompatibilität? Wer professionell mit seinem Rechner und Tablet arbeitet und Drittanbieter-Hard- und Software einsetzt, muss sich noch gedulden – oder Mut zum Risiko besitzen. Und das sogar doppelt und dreifach (neue Prozessoren, Rosetta 2 und Monterey)! Denn (fast) alle Hersteller warnen vor dem Upgrade auf Monterey. Die meisten Entwickler fangen erst jetzt mit den Tests an, die gewöhnlich einige Zeit andauern. Andere müssen erst einmal neue Treiber entwickeln, die mit dem Apple Betriebssystem kompatibel sind. Schwierig, und was nun?

Hier ist eine Liste der Hersteller für Audio-Hard- und Software und ihre Angaben zu macOS 12 (die Liste wird aktualisiert: stand 26. Oktober 2021):

HerstellerHardware/SoftwareStand
AbletonLive 11im Test (siehe hier)
AppleLogic Prokompatibel
ArturiaHard- und Softwareim Test (siehe hier)
BitwigStudiokompatibel
D16Softwarekeine Angabe
EventideSoftwarekompatibel
FocusriteHardwareim Test (siehe hier)
Image-LineFL Studiokompatibel
MotuHard- und Softwarekompatibel (siehe hier)
Native InstrumentsHard- und Softwareim Test (siehe hier)
Plugin AllianceSoftwareim Test (keine Angabe)
PresonusHardwareim Test (siehe hier)
PresonusSoftwarekompatibel
Reason StudiosReasonnoch keine Angabe
SoundtoysSoftwareim Test (siehe hier)
SteinbergHard- und Softwareim Test (siehe hier)
Universal AudioHard- und Softwarenoch nicht kompatibel (siehe hier)

Aber: Wer es ausprobieren möchte, wird feststellen, dass trotz Warnungen einige Programme trotzdem unter Monterey normal starten und ohne Probleme laufen. Ihr habt weitere Vorschläge für die Liste oder Fragen? Dann schreibt uns diese doch in die Kommentare.

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4 Antworten zu “Apple veröffentlicht macOS 12 Monterey: Updaten ja oder noch nicht?”

  1. Frank sagt:

    Niemand der bei Verstand ist juckt es in den Händen, diese Irrsinnige Update Politik von Apple erinnert eher an Erpressung als an eine kundenfreundliche Behandlung. Wenn jemand sich einen Mac vor 2 Jahren gekauft, dann wird er jetzt schon wieder gezwungen sich den nächsten zu holen damit man weiter eine vernünftige Performance hat. Kein Studiobetreiber ist so dämlich sich auf das nächste völlig unfertige Systemupdate zu stürzen. Wir wechseln auf Windows.

    • Thomas sagt:

      Bei mir läuft ein iMac 27 i7 von 2017.
      ich sehe absolut keinen Grund, den gegen einen neuen tauschen zu müssen. Er läuft weiterhin super schnell, besonders Logic ist sehr schnell, aber auch Studio One und alle anderen DAWs.
      Mir scheint, das hier einer meckert, der noch nie einen Mac besaß, denn gerade die Nachhaltigkeit ist eine der Stärken von Apple. Ich jedenfalls möchte keinen PC von 2017 dagegen tauschen.
      Für mich ist der Kommentar Kokolores 🤡

  2. Unek sagt:

    Big sur ist bis weilen das Beste Mac OSX was ich je auf dem Imac hatte. auf meinem Macbook ist nun monterey. Cubase funktioniert super – allerdings ist es wieder einmal erforderlich die Preferences zu löschen, sonst kann es sein dass alte Projekte nicht geladen werden und es zum Crash kommt. UAD zeugs verhält sich noch etwas merkwürdig auf Montery. die Clock wechselt sporadisch von Intern auf Extern/ spdif und das find ich noch creepy daher bleibt auf dem Imac erstmal Big Sur

  3. Thomas sagt:

    Ach ja ! Ich habe auf Monterey apgedatet. iMac i7 2017 mit UAD Apollo 8 quad, soundtoys und Eventide Plugins und ne Menge anderer. Läuft alles komplett problemlos.

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