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Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer

Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer  ·  Quelle: Gearnews, Marcus

Die Instrumentenschmiede Behringer veröffentlichte im November 2020 einen Nachbau des legendären Korg Mono/Poly aus den achtziger Jahren. Und der trägt, wie üblich bei Behringer, (fast) denselben Produktnamen des Originals. Neben neuen und aktuellen Anschlussmöglichkeiten, hat Behringer ein wenig am Aussehen geschraubt. Und genau das mussten wir uns doch mal näher anschauen.

Behringer MonoPoly im Testlabor

Behringer klont munter weiter und veröffentlichte vor einiger Zeit den Nachbau des Korg Mono/Poly. Und das mit einer nicht nur äußerlichen Ähnlichkeit. Ok – ein paar „Kleinigkeiten“ wurden optimiert und zeitgemäß implementiert. Ein Grund für uns den Synthesizer mal hier in der Praxis und im heimischen Tonlabor anzuchecken.

Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer

Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer

In der Praxis

Ausgepackt wiegt der Synthesizer-Bolide ganze 10 kg. An den Seiten befinden sich Holzseitenteile, die recht robust gegen Stöße und Kratzer wirken – solche Holzoptiken sind natürlich Geschmacksache, aber gehören in diesem Fall zur Retrooptik dazu. Das Gehäuse ist aus solidem Metall und die Drehregler sowie Buttons aus Kunststoff. Aber auch diese Teile sind sehr solide verbaut und werden sich sicher nicht so schnell abnutzen beziehungsweise den Geist aufgeben.

Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer

Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer – Ausgangsstellung

Im Gegensatz zum Original, ist das Bedienfeld, das alle Funktionsregler und -taster (außer Pitchbend und Modulationsrad) enthält, in drei Stufen klappbar. Ein cooler Look für jedes Studio. Hinten (oder aufgeklappt oben) befinden sich die Anschlüsse an die musikalische Außenwelt. Als weitere Neuerung gibt es hier den modernen USB-Anschluss für MIDI- und Datentransfer. Dazu gibt es, neben dem 6,3 mm Klinkenausgang (mono) und Kopfhöreranschluss, einen Stromanschluss für das mitgelieferte Netzteil, das MIDI-Trio und 6,3 mm Klinkenanschlüsse (CV in 1V/Oct.) für Sync In (Arpeggiator), Portamento-Pedal, VCF/fcM In, FM In/VCO und Trigger In/Out. Darüber hinaus könnt ihr dort auch die Polarität des Triggeranschlusses verändern.

Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer

Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer – Anschlüsse

Die Klaviatur mit 37 normal großen Tasten besteht natürlich ebenso aus Kunststoff. Hier solltet ihr nicht zu viel erwarten (natürlich auch dem Preis gerechtfertigt!). Aber sie unterstützt Aftertouch – immerhin! Leider nicht für den MonoPoly selbst, sondern nur als MIDI-Controller für angeschlossene Geräte. Warum denn das Behringer? Links neben den weißen und schwarzen Tasten sitzt ein Modulationsrad und der Pitchbender. Wichtige Parametereinstellungen sowie Updates könnt ihr über die Behringer eigene Software Synthtribe vornehmen. Und das läuft mittlerweile wirklich reibungslos und über meinen iMac ohne Probleme. Ein Sequencer (ähnlich der TD-3 und Software-Anbindung) wäre hier als Zugabe sehr cool gewesen. Alles kann man eben nicht haben.

Der Sound

Das Bedienfeld ist, wie beim Original, sehr übersichtlich aufgebaut. Links befinden sich Lautstärkeregler, Modulationssektion und einige Funktionstaster, die Stimmigkeit, Arpeggiator und Zuordnungen der Modulationen steuern. Rechts geht es weiter mit den vier Oszillatoren, Rauschgenerator, 24 dB Hochpassfilter, Hüllkurvengeneratoren und dem Power-Schalter. Nicht sehr vorteilhaft erscheint mir der Aufdruck „Effects on/off“, bei dem man eine Effektsektion vermuten möchte. Das ist aber nicht der Fall – leider. Denn hiermit könnt ihr die Cross- und Frequenzmodulation aktivieren beziehungsweise deaktivieren. Das hätte man anders lösen können.

Den eigentlich monophon ausgelegten Synthesizer könnt ihr vierstimmig polyphon spielen. Das macht ihn recht vielseitig im Studioeinsatz, da von monophonen Bässen, über Chord Sounds bis hin zu einfachen Pads einiges möglich ist. Alle vier Oszillatoren laufen dann trotzdem durch das eine Filter und nutzen dieselbe Hüllkurvengeneratoren. Fettes Unisono ist ebenso machbar. Der integrierte Arpeggiator läuft entweder nach oben, unten oder abwechselnd – eigentlich Standardprogramm (auch hier wäre mehr möglich). Und das in einer Oktave, über zwei oder die komplette Bandbreite.

Sehr cool und wirklich einzigartig ist die Möglichkeit die Oszillatoren durch den Arpeggiator einzeln und in Reihe gespielt anzutriggern. Das bringt extrem abwechslungsreiche Tonfolgen zustande, was mir für meine Arbeit im Studio nochmals mehr kreative Freiheiten beschert. Ihr könnt jeden Oszillator eine unterschiedliche Tonhöhe geben und verschiedene Schwingungsformen einstellen. Hier gibt es keine Grenzen. Das macht richtig Spaß! Leider steht dieser Modus nur bei aktiviertem Arpeggiator zur Verfügung und kann nicht auch durch MIDI-Trigger (also pro eingespielte Note ein anderer Oszillator) ausgelöst werden. Schade – vielleicht wird das in einem Update nachgeliefert? Das würde mich freuen!

Ansonsten klingt der mittelgroße Klangerzeuger wirklich sehr fett, kann aber auch sanft – so wie man es mag und einstellt. Mit ein wenig Reverb, Delay und einem Saturator könnt ihr den Synthesizer extrem vielseitig einsetzen.

Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer

Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer – klingt sehr authentisch

Fazit zum MonoPoly Synthesizer

Wer auf den MonoPoly Sound steht, sollte hier zugreifen. Denn hier bekommt ihr tatsächlich genau diesen Klang mit allen modernen Anschlussmöglichkeiten für euer Studio geliefert. Dazu ist die Hardware wieder einmal super solide verbaut und macht sich sicher sehr schick im heimischen Studioumfeld. Und das zu einem wirklich guten Preis. Das hat Behringer mal wieder sehr gut hinbekommen.

Ansonsten bin ich selbst in letzter Zeit ein wenig übersättigt, was analoge (monophone) Synthesizer angeht. Denn meist klingen diese doch am Ende recht ähnlich (gleiche Schwingungsformen, gleiche Filterschaltungen, identische Hüllkurvengeneratoren, etc.). Neue kreative Ideen werden daraus nicht entstehen. Vielmehr warte ich auf Klangerzeuger mit neuen Ideen, einer neuen Herangehensweise, einer einzigartigen Synthese des Sounds. Das ist aber sicher nur ein Wunsch eines einzelnen Musikproduzenten-Nerds. Aber ich denke, dass ich hier nicht alleine so fühle. Was meint ihr dazu?

Weitere interessante Produkte unserer „Angecheckt“-Reihe findet ihr hier. Ihr habt Vorschläge? Dann her damit!

Preise und Zubehör

Behringer MonoPoly könnt ihr hier bei Thomann.de (Affiliate) zum Preis von 698 Euro kaufen. In dem Paket enthalten ist ein Netzteil und eine Kurzanleitung.

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41 Antworten zu “Angecheckt: Behringer MonoPoly Synthesizer”

  1. Henning sagt:

    Das ist der einzige Synthesizer, der mich momentan interessiert. Danke für den Test.

    P.S. Bei dem Satz über die Tastatur und die damit verbundenen Erwartungen fehlt vermutlich das Wort „nicht“ ;-)

    • marcus sagt:

      Gerne doch – das Testen macht auch (meist) extrem viel Spaß und gibt nochmals mehr Einblicke. UND danke für das Finden des Fehlers ;) ist natürlich verbessert.

  2. Hunger auf Durst sagt:

    Mag ja gut klingen und solide verbaut sein. Trotzdem ein weiteres Behringer Klon-Produkt, was kein Mensch braucht. Ich steh auch auf den Sound und bin mit der Korg App sehr zufrieden.
    Puh, es wird wirklich langweilig, stoppt die Materialschlacht, es gibt genug geklaute Behringer Synths! Lieber weniger herstellen und die Ressourcen in die Entwicklung innovativer neuer Instrumente stecken.
    Ich schließe mich dem Schreiber an, es müsste mal etwas neues her.

    • Schubidu sagt:

      Ist dir schon mal aufgefallen das man Synthesizer grundsätzlich nicht wirklich braucht ? :P
      Ich habe den OG Monopoly seit Ewigkeiten und möchte ihn nicht missen. Der Sound und die Möglichkeiten sind Unique.
      Ich kann zb. die OSC einzeln ansteuern, via Velocity.. das kann sonst nur Modular.

      • Hunger auf Durst sagt:

        Klar, ich brauche auch nicht alles, was hier so rumsteht ;)
        Und manche „brauchen“ diesen Behringer ganz bestimmt..
        Mir geht nur diese ständige Geklone und Geklaue auf die Nerven und man kann es nicht oft genug sagen, dass Behringer da einen ganz miserablen Job verrichtet, unabhängig der Verarbeitung und des Sounds. Neben dieser Firma gibt es zahlreiche weitere, die weder innovativ noch nachhaltig produzieren, aber Behringer geht immer als schlechtestes Beispiel voran. Wenn ich zB an den Cork-Sniffler oder den Keystep Klon denke wird mir ganz anders zu mute und neben der Abneigung gegen Uli Behringer und seine Produkte entsteht plötzlich sich enorme Wut auf dieses Unternehmen.

        • marcus sagt:

          Hi! Ich denke nicht, dass Behringer hier einen schlechten Job macht. Die meisten der Behringer Synthesizer sind ziemlich gut verarbeitet und klingen echt verdammt gut. Ich nutze selbst einige Synthesizer der Firma hier im Studio für meine Musikproduktionen. Klar gab es ein paar Fehltritte der Marketing-Abteilung in der Vergangenheit – aber das Klonen kann man der Firma nicht vorwerfen, das machen Andere Firmen genau so oder ähnlich (nur dass diese dann nicht ähnlich heißen, sondern einen anderen Namen erhalten).

        • Schubidu sagt:

          Geklaut, also Bob Moog hat seine Synthkonzepte bei den Musique Concrete Jungs gestohlen, das wurde dann von allen anderen geklaut Das Theremin wurde auch Bob 1:1 geklont ohne das die Nachkommen von Leonid jemals einen Cent gesehen haben.
          Ich würde mal akzeptieren das Korg unfähig ist ihre eigenen Synths zu klonen, stattdessen machen sie höchst minderwertige Tolexkisten. Ich habe den Poly-D, besser als jeder Synth den die aktuelle Moogfirma jemals gebaut hat.
          Corksniffer hat vor allem eines gezeigt, wie ungebildet der durchschnittliche Bürger ist. Falls du das anders sieht gehe doch bitte gegen Pinocchio demonstrieren, danke.

          • Buli Ehringer sagt:

            Dein Vergleich hinkt. Sehr sogar. Es geht nicht um Konzepte, sondern um in dieser Masse und Vielfalt dreiste Kopien, würde am liebsten Fälschungen sagen, aber das darf man natürlich auch nicht, weil offiziell dürfen die Behringers ja fälschen, äh, kopieren. Und klar, zur Demo geh ich hin, danke für den Tip.

  3. Daniel sagt:

    Interessanter Artikel, danke vielmals.
    @Marcus: weisst du mehr über den aktuellen Stand Auslieferung der RD-9? Im Januar wurde ja angekündigt, dass diese in 1-2 Monaten da ist. Jetzt haben wir schon Mai. Könntet ihr dem mal nachgehen? Danke vielmals.

    • marcus sagt:

      Dankeschön! Ja. Eigentlich sollte es von vielen Firmen (nicht nur Behringer!) einige neue Produkte mehr auf dem Markt geben. Ich denke, dass durch Material- und Rohstoffknappheit alle Hersteller nicht richtig produzieren können und deswegen terminlich ziemlich weit nach hinten geschoben wird.

    • Larifari sagt:

      Die Rd9 soll nun angeblich Anfang Juni das Werk verlassen.

      Hat Behringer laut Gearslutz auf Ihrer Facebook Seite verkündet.
      Kann ich aber nicht nachprüfen da ich kein Facebook hab.

  4. Schwitters´ Kurt sagt:

    Ne, da bist Du nicht alleine. Nichts gegen Retro, auch da kann man innovativ sein (Portishead z.B.). Sinn macht das aber erst richtig, wenn man mit Originalen arbeitet. Sollte man beruflich (Webung, Film) wirklich mal bestimmte Sounds benötigen reicht doch Software völlig aus.
    Wie steht es mit der Haltbarkeit solcher Geräte, dem Wiederverkaufswert? Will man einen original Klon? Bei einem KFZ wäre das eher peinlich, ein geklonter Jaguar Mk2? Dass sich kaum jemand Originale leisten kann ist klar, aber ist sowas dann die Lösung? Habe das Gefühl da hat jemand die Sparschweinchen des Musikernachwuchses angezapft. Abgesehen von dem ganzen Elektroschrott der hier produziert wird, stellt sich auch die Frage wie man solche Preise hinbekommt und ob es moralisch vertretbar ist das geistige Eigentum anderer so zu verramschen.
    Mit diesem Geklone wird wohl ne Menge Umsatz produziert, wäre interessant zu sehen was innovative Köpfe mit dem Budget auf die Beine stellen würden. Die wenige Hard- oder Software die beeindruckt entsteht eher ehrenamtlich.

  5. Sonja Dammriss sagt:

    Inwischen erzeugen diese ganzen Behringerartikel ganz langsam eine gewissen Antipathie.

  6. Thomas Martin sagt:

    Behringer rangiert für mich auf der Beliebtheitsskala irgendwo um BP und Nestlé herum.

  7. Lornik sagt:

    Sehe Behringer ebenso kritisch erst Recht was die „Chinaproduktion betrifft“.Fakt ist aber das die „Retrosynths“ nicht mehr hergestellt werden. Aber unabhängig davon. Wie sieht es den mit dem Midi Send / Recieve Controldaten der einzelnen Regler zum Beispiel Cutoff aus. ? Soweit ich verstanden habe doch eher mau. Hab hier den Behringer Cat stehen klingt gut.Aber Reglerparameter über Midi aufzunehmen oder senden zu können in einer DAW ist heutzutage meiner Meinung nach Selbstverständlich. Erst Recht wenn ich die Reglerstellungen nicht speichern kann. Da würde ich sogar 100 euro mehr ausgeben was ich mit der Basstation II gemacht habe.

  8. Edgar Marton sagt:

    Nein, nicht allein. Nach 40 Jahren Studioarbeit kann ich sagen, das ich Synthesizer für das Tagesgeschäft (bischen Scoring und kleinere Reklame) eigentlich gar nicht mehr brauche. Das mich erst auch überrascht dann erschreckt (soll ich jetzt meine ganzen Schätze verramschen…) und letzendlich zufrieden gestellt. Mal ehrlich… habe ein ganzes Rack mit KLOTZ kompressoren… ist jetzt Nachtischbeleuchtung geworden… WER arbeitet denn heute noch mit Outboard Equipment wenn ich mit Noamd Factory, Fabfilter und Softtube Weiss alles deutlich schneller, REPRODUZIERBAR und mind. 5x besser mischen kann. Ich denke, das wird den Synths so ähnlich gehen. Da gibt es eigentlich nur noch einen Platz wo die „ins Spiel“ kommen… live auf der Bühne. Im Studio verwende ich nur noch DAW und Kontakt und einen VST Albino. Für Die Bühne wünsche ich mir eine Art Plugin Synth mit Hardware Cartriges zum Tausch der Synthesen und bitte ohne Display und 2x Midi TRIO, so eine Art Universalcontroller mit Modulen nach Art der DX7 Catridges. Nur eben auf heutigem StANd der Technik und viel leistungsfähiger.. wie eine Dockingstation für Synthmodule (vocoder, wavetable, subtraktiv, additiv, sampler and so on…). Von Behringer halte Ich nichts… das kommt mir nicht ins Haus.

  9. pendolino sagt:

    ich konnte alle bisherigen Behringer „Klon“ Produkte antesten.
    Ich sage dazu nur, es gibt einen Markt dafür und es gibt die User dafür.
    Genauso wie es die Leute geben die sich nicht oder niemals so ein Produkt kaufen würden. Mir eiegentlich relativ egal wer jetzt auf welcher Seite steht und weshalb. Ich sehe aber etwas hinter die Kulissen und bin vor der Serviceleistung, bzw der Serviceorganisation in der Music Tribe Gruppe echt enttäuscht.
    Aber es passt zur Preispolitik. Dem Kunden wird einfach ein neues Gerät gegeben, damit man sich nicht fragen muss was mit den defekten passiert…

  10. Lornik sagt:

    Was Software angeht. Die Flexibilität gerade auch was Kreativität, Experimentell und die Verfügbarkeit ist der große Vorteil. Verführt aber auch dazu nur Presets einzusetzen.Aber man stelle sich den Preis eines Delay Effektes wie das heute rausgekommene Timeless 3 von Fabfilter als Hardware vor. Die Haptik eines Synthesizers als Hardware ist unerreichbar und vielleicht auch was den Klang anbetrifft. Ich habe gelesen das der Behringer Monopoly sehr organisch klingen soll was man mit Software Synth nicht so hinkriegt. Kann ich nicht beurteilen. Ich verstehe es durchaus, wenn jemand der wenig Geld hat sich den Behringer zuwendet. In China produzieren auch die anderen Hersteller und bei anderem Hersteller habe ich auch durchaus das Gefühl das die sich auch ihren Namen bezahlen lassen (Moog). Ich freue mich aber auch über neue Innovative Ansätze an Hardware wie den Arturia Microfreak oder von Korg den Modwave die auch im unterem Preissegment zu finden sind. (Gott bin ich scharf auf das Teil). Zugegeben ich habe den Behringer CAT und vom Klang her geb ich den auch nicht mehr her. Und dran rumschrauben macht Spass. Aber dass man Sounds nicht speichern kann oder Controllerdaten per Midi Aufzeichnen kann ist nicht mehr zeitgemäß. Was mich auch vom Moog Matriarch ein wenig abhält.

  11. Adda sagt:

    Ich habe in meinem leben noch nie einen Syntheziser über 1000,- DM/Euro gekauft. Ich hatte nie das Geld oder die Geduld so lange zu sparen. Klar hätte ich gerne den neuen Arp 2600 von Korg, aber wahrscheinlich wird es dann doch der Behringer. Ja es gibt einen Markt für die, die nicht soviel verdienen und doch coole Musik machen möchten.

  12. Synth Dummy sagt:

    Schöner Bericht – ich werde den Synth bei nächster Gelegenheit bestimmt mal genauer unter Lupe nehmen, allein um zu erfahren, ob der wirklich so viel besser als das Plug-in. Wenn mir ein Wort der Kritik erlaubt ist: das sequenzielle Durchschalten der Oszillatoren dem Behringer als „einzigartiges“ Feature anzudichten, halte ich für – sagen wir – gewagt. Wenn wir hier das Wort „einzigartig“ verwenden, bislang galt dies für eben diese einzigartige Ikone der Analog-Synthis. Ich spreche da vom KORG Mono/Poly. Mit dem Behringer ist es nun vorbei mit dieser Einzigartigkeit. Und so etwas darf man mit Fug und Recht „Kopieren“ nennen. Insofern darf man auch fragen: Ist der Preis von knapp 700 Euro nicht viel zu hoch für solch eine freche Kopie? Einen „echten“ Behringer Synth haben wir ja bereits kennenlernen dürfen: DeepMind ziemlich bescheiden in Klang und Handling… Insofern würde ich mich sehr freuen, in Zukunft mal einen Synthesizer von Behringer zu sehen, der durch ein eigenes Konzept, durch eigene Ideen begeistert – dann auch noch günstig als gute Hardware? Das wäre top.

    • Edgar Marton sagt:

      Deep Mind konnte ich vor einiger Zeit antesten. Verarbeitung gut und völlig ausreichend, der Sound hat leider für mich nichts eigenständiges…ist halt so ein Brot-Butter Synth der für viele Nutzer auch völlig ok sein dürfte. Innovation wird bei Behringer eher schwerlich zu finden sein – das Klonen ist offensichtlich das gewählte Geschäftsmodel. Aber das hat vielleicht auch seine Berechtigung….. „amtlich“ heist für mich immer alleinstehend und wegweisend. Damit hat Behringer nichts zu tun. Das ist nun mal so.

    • CoogLFish sagt:

      Da gäbe es zum Beispiel den Neutron und mit gewissen Abstrichen (Mother32-Verwandschaft) den Crave. Ersterer ist eine wirklich Behringer-Eigenentwicklung. „Amtlich?“ Sollen andere entscheiden, aber für den Preis ist das ein Spitzengerät, auch was die Haptik angeht.

  13. TimeActor sagt:

    „Deep Mind ziemlich bescheiden in Klang und Handling“…kann man so einfach nicht umkommentiert stehen lassen. Das ist schlicht und ergreifend Blödsinn. Das Ding klingt richtig amtlich!

    • marcus sagt:

      Da stimme ich zu! Ich bin ein riesiger Fan von dem Pro-1, 2600, Odyssey und der RD-8.

    • Synth Dummy sagt:

      „Blödsinn“? Nicht nett. Vielleicht lassen wir die Kirche mal im Dorf… „Amtlich“ würde ich passend finden für z.B. einen SC Prophet-6. Für einen Synth wie den DeepMind aber sicher ein großes Wort.

  14. Gabor sagt:

    Geld sparen und lieber ein Original kaufen, statt 5 Behringer Clone die so tun als hätten sie die Klasse und Charme des Originals. Das unterstützt die Erfinder, klingt besser und ist gut fürs Karma.

    • Larifari sagt:

      ….eine gebrauchte 808/909 für 5000 Euro zu kaufen unterstützt die Erfinder ?

      Beim Keystep kann ich diese Argumentation ja total verstehen…aber im Falle von Vintage Synths ?

      • Gabor sagt:

        Ich meine damit: Lieber ein Prophet 5 von DSI als ein ge-clonter Pro-1, lieber einen Minimoog als den Clone. Eine gebrauchte TR-808 gibt es schon für 2000 EUR – bis 3500 EUR auf dem Gebrauchtmarkt. Wer den Sound will, sollte auch bereit sein, das zu zahlen. Wenn man, wie ich, den 808/909 Sound mittlerweile langweilig findet, muss sich so ein Gerät nicht kaufen. Aber immer jeden möglichen Synthesizer haben zu wollen und nur bereit sein, Behringer-Preise zu zahlen, finde ich den falschen Weg. Lieber auf fünf Billig-Synths verzichten, ein gutes Instrument kaufen, dieses lernen und das Beste da raus holen. Sinnvoller als sich die gesamte Synthesizer-Geschichte in Form von Kopien ins Studio zu stellen.

        • Larifari sagt:

          Das ist aber ein anderes Argument. Da bin ich auch voll auf deiner Seite.
          Für 2000 Euro wirst du heute keine 808/909 mehr finden. Der günstigste Preis liegt aktuell bei 3500, der teuerste bei 10.000. Im Schnitt liegen die Teile mittlerweile zwischen 5 und 6 tausend.

      • Synth Dummy sagt:

        808/909 ist in dem Zusammenhang tatsächlich ein schlechtes Beispiel – aber eher aus diesem Grund: Das besondere an den alten Maschinen mag sicher der Sound sein, viel mehr aber ist es das Groove-Verhalten. Vor allem gilt das für die TR-808. Du kannst ein simples Pattern laufen lassen und sprichwörtlich stundenlang zuhören. Das kann faszinierend sein. Aber man sollte sich fragen, ob man unbedingt so eine alte Maschine haben muss. Also: Mache ich bessere Musik, wenn ich die originale Maschine habe? Ist der Leidensdruck wirklich so hoch oder werde ich auch ohne das Original weiterleben können:-)? Und jede Wette: Wenn du ein schönes Live-Set spielst oder einen Track gemacht hast, wird dich NIEMAND danach fragen, ob die Drum-Maschine ein Original oder ein Clone, analog oder digital ist. Übrigens auch hier kann man auf ein aktuelles „Original“ zurückgreifen – z.b. Roland TR-8 – ich weiß: digital (das böse Wort), aber super praktische Maschine eigentlich, weil 808 und 909 in einem Gerät. Okay, optisch und Design… naja:-) Aber: Klingt super fett und hat alle Settings und Tweaks, die man braucht für diese Sounds.

        • Larifari sagt:

          Das spezielle „Groove Verhalten“ würde ich eher der 909 zuschreiben als der 808. Stichwort – Shuffle. Der halt die 909 erst bekannt gemacht.
          Und den Minilogue mit sweetspot und flexibel zu beschreiben…naja..

        • Larifari sagt:

          Und ja…die Tr8 ist ein Performance Hero. Siehe z.b. Kink.

    • Synth Dummy sagt:

      Das ist ein Wort. Kann ich nur unterschreiben! Lieber etwas länger drauf sparen und ein Original kaufen. Gerade auch dann, wenn man weniger Budget zur Verfügung hat. Es muss ja nicht gleich so ein Supergerät wie ein Prophet sein. Es gibt auch günstige Originale. Wenn du z.B. den Vergleich machst mit dem o.g. Deepmind vs. Korg Minilogue. Da stehen auf dem Papier dann Zahlen, nach denen der DeepMind dann mehr Polyfonie, mehr Effekte, mehr, mehr, mehr… hat. Der Minilogue ist aber dennoch viel flexibler, hat einen eigenständigen Charakter und er ist bzgl. Handling ein absoluter Sweetspot-Synthi. Was du an dem Ding einstellst, klingt klasse – ohne Wenn und Aber. Du kannst bei einer Performance den Klang entwickeln und sicher sein: Es klingt gut! Und das ist inspirierend. So etwas wird anscheinend von vielen maßlos unterschätzt. Selbst in so einem kleinen Minilogue steckt unheimlich viel Erfahrung von Entwicklern, die bei der Company schon berühmte Synthis wie z.B. den MS-20 gebaut haben.

      • Schubidu sagt:

        Birnen mit Bananen vergleichen ist immer gut, beides schmeckt Melonenförmig. Ein klassisches Junobrett bringst du mit dem Minilogue nicht hin, habe den Synth selber.

        • Larifari sagt:

          Point.

        • Synth Dummy sagt:

          Habe den auch und ich sage: das geht! Aber es geht mir eigentlich gar nicht um den Vergleich. Ich führe den Minilogue lediglich als >BeispielKonzeptinspiriert<. Das andere Gerät von B finde ich nicht inspirierend und im Klang halt eher bescheiden. Als Beispiel können wir gerne beim "klassischen Juno-Brett" bleiben, das lässt sich ganz ausgezeichnet sogar mit Software bohren: Ich würde dafür u-he Diva empfehlen. Wenn wir hier mal Äpfel (Software = Diva) mit Birnen (Hardware = Deepmind) vergleichen, dann darf man tatsächlich mal den Sinn eines solch nichtssagenden Synthies wie den Deepmind hinterfragen. Ist der jetzt gut, einfach weil Hardware und sooo billig? Jede Wette: Während man u-he Diva auch in 10 Jahren noch gerne nutzt, liegt auf dem Deepmind längst eine dicke Staubschicht.

          • Larifari sagt:

            „Habe den auch und ich sage: das geht!“

            Dann hast du wohl das berühmt berüchtigte Korg „Warp Drive“ entdeckt.

            „Jede Wette: Während man u-he Diva auch in 10 Jahren noch gerne nutzt, liegt auf dem Deepmind längst eine dicke Staubschicht.“

            WTF !? Langlebigkeit pro Software zu argumentieren finde ich extrem merkwürdig. In der Zeit hat sich x mal die Systemstruktur geändert, du hast die Lizenz nicht mehr oder oder.
            Da hat Hardware die Nase vorn.
            Ganz zu schweigen vom Wiederverkaufswert.

  15. Synth Dummy sagt:

    Wiederverkaufswert… Behringer Deepmind…?! Hab ich da was verpasst? :-)

    • Schubidu sagt:

      Wenn interessiert es , nur Bananen mit Melonenform verkaufen ihre Synths.
      Aber irgendwie ist es faszinierend das da krampfhaft versucht wird Scheinargumente zu erfinden.
      Insidertip, kauf die einen Mini Reissue einen Karp 2600 FS und einen Keith Richard Modular Reissue. Wundere aber nicht wenn dich danach deine bessere Hälfte verlässt. Vergiss auch nicht die monatlichen Raten vom Kredit :D

  16. Schubidu sagt:

    @Larifari

    Scheinargumente mit nur einer Absicht. Einfach darüber lachen, bringt mehr. Hat 0 mit der wirklich gelungenen Mono/poly Reinkarnation zu tun. Ich habe einen OG und muss sagen das die Neuauflage was Netzteil Midi und Qualität im allgemeinen wesentlich besser ist, klar passt das gewissen VST Anhängern nicht ;)

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