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Akai TimbreWolf - kompakt und übersichtlich, aber dennoch vierstimmig  ·  Quelle: akaipro.de

Beim Akai TimbreWolf handelt es sich um das dritte Instrument aus der von Akai zuletzt neu vorgestellten Serie an analogen Klangerzeugern. Der Markt für analoge Klangerzeuger wächst, die Nachfrage scheint enorm zu sein. Da darf natürlich auch Akai nicht fehlen! 

Der Akai TimbreWolf ist ein polyphon spielbarer Synthesizer mit vollständig analoger Klangerzeugung. Der grundsätzliche Aufbau des Synthesizers besteht aus vier baugleichen Stimmen; laut Hersteller wurde die Stimme des Rhythm Wolf vierfach dupliziert in ein Gehäuse gepackt. Pro Stimme stehen den Oszillatoren Rechteck und Sägezahn Schwingungsformen zur Verfügung. Die Parameter Volume,Tuning, Decay und Envelope Amount können ebenso komplett unabhängig von einander eingestellt werden.

Ein jeweils 32 Steps umfassender Sequencer vervollständigt das Ganze. Richtig gelesen: Jeder Stimme steht ein eigenständig arbeitender Sequencer zur Verfügung, nicht schlecht! Die jeweiligen Steps können dabei nicht nur über das Keyboard eingespielt und aufgenommen werden, es ist auch möglich, die Tonhöhe jedes Steps im Nachhinein zu editieren. Eine Tap Tempo Funktion ist ebenso integriert wie ein Tie Button für den Übergang zwischen zwei Steps.

Ein vollständig kontrollierbarer ADSR-Hüllkurvengenerator wurde – vermutlich auch aus Platzgründen – leider nicht verbaut. Jeder Stimme steht dafür aber ein eigenes Lowpass Filter zur Verfügung. Die Filter weisen eine Flankensteilheit von 24 dB pro Oktave auf, Cutoff Frequenz und Resonanz sind natürlich einstellbar.

Die Besonderheit liegt hier aber eindeutig in den verschiedenen Modi, in denen die vier Stimmen des Synthesizers miteinander verknüpft werden können. Zur Verfügung stehen Unisono, Poly und Mono. Wählt man den Mono Modus aus, kann wohl jedem der vier Stimmen ein eigener MIDI-Kanal zugewiesen werden. Einzelausgänge pro Stimme runden dieses Feature dabei ab. Spielt man im Poly Modus statt Akkorden Einzelnoten, wird bei jedem Anschlag zufällig eine der vier Stimmen getriggert, um mehr Varianz hinzuzufügen.

Trotz des kompakten Gehäuses wurde eine 25 Tasten umfassende Klaviatur inkl. Pitchbend Wheel und den üblichen Oktavwahl Tasten verbaut. Neben USB- und MIDI-Anschlüssen wurde auch an Gate Ein- und Ausgänge gedacht – beispielsweise zur Integration in ein Modularsystem.

Insgesamt wirkt das Konzept des TimbreWolf recht stimmig, die kompakte übersichtliche Bauform überzeugt. Aber trotzdem will der Funke bei mir noch nicht so recht überspringen. Der exakt identische Aufbau der vier Stimmen macht zwar theoretisch Sinn, spannender wäre es jedoch sicherlich, wenn beispielsweise bei zwei der Stimmen zusätzlich alternative Schwingungsformen zur Wahl stünden. Das würde den heulenden Wolf mit Sicherheit klanglich noch interessanter machen. Und auch wenn das wiederum keinen Einfluss auf den Klang hat: Eine hellblaue Beschriftung auf grauem Grund ist im Halbdunkel nicht gerade hilfreich. Hat man sich einmal mit der Bedienung des TimbreWolf vertraut gemacht, stellt dies aber sicherlich kein Problem mehr dar. Ich bin zwar wirklich ein Fan des Vintage Looks; auf Holzimitat in Form von Plastik-Seitenteilen würde ich aber dann doch lieber verzichten wollen.

Der TimbreWolf soll ab dem späten Sommer dieses Jahres verfügbar sein. Bei einigen Fachhändlern ist er bereits zu einem Kurs von ca. 400 Euro gelistet. Alle bisher verfügbaren Informationen finden sich auf der Website des Herstellers.

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