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20 Jahre iPod - Mobiles Musikhören, Diskographien in MP3 und iTunes

20 Jahre iPod - Mobiles Musikhören, Diskographien in MP3 und iTunes  ·  Quelle: slightly_different, Pixabay

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Der iPod wird 20! Als Apple am 23. Oktober 2001 den iPod veröffentlichte, konnte keiner die Erfolgsgeschichte erahnen. Das Musikhören hat sich verändert seitdem.  Und Apple ist der wertvollste Konzern der Welt! Wir machen eine Zeitreise durch zwanzig Jahre iPod, Apple und Musikindustrie. Nutzt ihr iPods noch?

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2001 – Die Musikindustrie am Boden, Apple in den roten Zahlen

20 Jahre iPod - Mobiles Musikhören, MP3 und iTunes

1000 Songs für unterwegs!

Wir sind am Vorabend es neuen Jahrtausends. Über die vormals blühende Musikindustrie ist ein Sturm namens „MP3“ gefegt. Napster, Kazaa und co. hatten innerhalb kürzester Zeit für dramatische Umsatzeinbrüche gesorgt. Und oft fiel den Plattenbossen nicht viel mehr ein, als Fans zu verklagen und innovative Produkte wie den MP3-Player Rio PMP300 zu blockieren. Auch Apple geht es damals nicht gut. Steve Jobs war 1997 zurückgekehrt. Der iMac hatte die kurz vor der Pleite stehende Firma wieder ins Rampenlicht geholt. Man lag am Markt für Heimrechner aber weiterhin weit abgeschlagen hinter der Windows-Welt. Es brauchte Experimente in neuen Umfeldern.

Jobs sieht das Aufkommen von MP3-Playern als Zeichen. Wie es Valve-Chef Gabe Newell viele Jahre später einmal in einem Interview sagte: „Piraterie ist kein Preisproblem, sondern ein Serviceproblem.“ Anfang des neuen Millenniums gibt es kaum legale Möglichkeiten digital Musik zu kaufen oder mobil zu hören. Shops der großen Major Labels wie pressplay oder MusicNet waren krachend gescheitert. Anfang 2001 führt Apple iTunes ein. Die Software ist anfangs nur zum Verwalten der eigenen Musiksammlung und zum Rippen von CDs gedacht. Für Jobs ist klar: Die Konsumenten wollen Songs mobil hören können.

Der Aufstieg des iPod beginnt

20 Jahre iPod - Mobiles Musikhören, MP3 und iTunes

Die iPod-Familie.

Und so engagiert Apple Anfang 2001 Tony Fadel als Berater mit dem Auftrag einen mobilen Musik-Player zu entwickeln – vor Weihnachten 2001. Der spätere Gründer von Nest (Smarthome-Produkte) arbeitet zu dem Zeitpunkt mit seinem Startup Fuse Systems bereits von intensiv an einem MP3-Player. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt er mit einem Team von Entwicklern den ersten iPod. Das typische Klick-Rad ist bereits dabei. Verwaltet wird alles über die iTunes-Software. Außerdem sichert sich Apple exklusiv eine von Toshiba entwickelte Mini-Festplatte mit einer Kapazität von damals gigantischen fünf Gigabyte.

Nach der Vorstellung des ersten iPod am 23. Oktober 2001 sind die Kritiken begeistert. Gut eintausend MP3s passen auf den Player. Bis dahin nie gehörte zehn Stunden Akkulaufzeit und das minimalistische Design sind echte Hingucker. Der große Erfolg bleibt jedoch erst einmal aus. Fadel ist überzeugt, dass es eine ganze Produktfamilie und häufige Upgrades braucht für den Erfolg. Er überredet Jobs trotz überschaubarer Verkaufszahlen zum Weitermachen, wie er in einem Interview mit CNET erzählt. Mit der dritten Generation kommt ein neues Design, der iTunes Store bringt 200.000 Songs für 0,99 Euro. Der iPod wird zum Massenprodukt. Weit über 100 Millionen Stück werden verkauft. Der MP3-Player wird zum Synonym für mobiles Musikhören und Apples erstes „Digital Lifestyle“-Produkt.

Nano, Shuffle und Touch – der iPod über die Zeit

Vom normalen iPod gab es insgesamt sechs Generationen. Zum Zeitpunkt der letzten Generation 2007 benannte Apple diese Serie in „iPod Classic“ um. Die letztmalige Aktualisierung dieser Reihe erfolgte 2009 mit dann 160 Gigabyte Speicherkapazität. 2004 führte Apple zusätzlich zum normalen iPod noch den iPod mini ein. Dieser wog etwa halb so viel wie der große iPod-Bruder. Nach einer Neuauflage taufte man die Serie 2005 in die höchst erfolgreiche „Nano“-Reihe um. Dazu stellte Apple beim selben „Special Music Event“ noch dem kleinen „iPod Shuffle“ zum Anstecken vor. Beide unterschieden sich vom großen iPod auch durch den Einsatz neuartigen NAND-Flashspeichers. Dieser erlaubte eine viel kleinere Bauweise.

Die letzte und achte Generation des iPod Nano erschien 2015 mit sechzehn Gigabyte Speicher, Touchscreen und Videoplayer-Funktionen. Apple stellte den Verkauf 2017 zusammen mit dem des iPod Shuffle ein. Die erste Generation des iPod Touch wurde 2007 zusammen mit dem iPhone vorgestellt. Sie brachte eine Speicherkapazität zwischen acht und zweiunddreißig Gigabyte, einen 3,5-Zoll-Touchscreen und eine dem iPhone sehr ähnliche Optik mit. Spätere Generationen erweiterten die Möglichkeiten mit Bluetooth, einer Kamera und Mikrofon.

Der iPod heute – Sammelobjekt, Nostalgiefaktor und immer noch im Apple Store!

20 Jahre iPod - Mobiles Musikhören, MP3 und iTunes

Die aktuelle iPod Touch-Auflage.

Der iPod Touch ist auch heute noch als letzter iPod im Apple Store verfügbar. 2019 gab es die letzte Aktualisierung. In der größten Version hat der Touch 256 Gigabyte Speicherkapazität. Damit ist er der erste Touch, der die Classic-Reihe in diesem Punkt überholt. Für viele läutete der iPod rückblickend die Wende für die gebeutelte Musikindustrie und auch für Apple ein. In Foren und Subreddits tauscht man sich leidenschaftlich über alte iPod-Ausgaben aus. Außerdem beratem sich die Fans, wie man iPods länger am Laufen hält und sammelt Hacks und Tricks. Funktionstüchtige Erstausgaben erreichen in Auktionen teilweise astronomische Preise.

Auch in der Generation Z scheinen die alten iPod eine große Fangemeinde zu haben. Ob Nostalgie-, Lifestyle- oder Haptikfaktor – iPods erfreuen sich auch heute noch größter Beliebtheit!

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Eine Antwort zu “20 Jahre iPod – Mobiles Musikhören, MP3 und iTunes”

  1. Thomas sagt:

    Ich habe die Entwicklung mitgemacht und meine Ipods immer geliebt. Ich mochte auch die Trennung von Handy und Ipod (preislich, separates Gerät).

    Was mich am Ende vom Ipod wegbewegt hatte war Spotify, mittlerweile reichen die Apps und Ipods sind outdated.

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