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Zoom F8n Field-Recorder

Zoom F8n Field-Recorder  ·  Quelle: Zoom

Zoom F8n Batteriefach

Zoom F8n Batteriefach  ·  Quelle: Zoom

Zoom F8n Rückseite und SD-Karten

Zoom F8n Rückseite und SD-Karten  ·  Quelle: Zoom

Drei Jahre nach Erscheinen des Zoom F8 legt Zoom das Field-Recorder-Flaggschiff mit einigen Detailverbesserungen neu auf. Und klar: Das mächtige Gerät hört auf den Namen Zoom F8n.

Das Prozedere kennen wir ja schon von Zoom: Nach geraumer Zeit, in der Regel nach ein paar Jahren, schnappen sich die Japaner eins ihrer Modelle und peppen es entsprechend auf. Jetzt war es also Zeit, dem bisherigen Spitzenmodell F8 einen Nachfolger zu verpassen.

Zoom F8n – die Details machen den Unterschied

Auf den ersten Blick hat sich anscheinend gar nicht viel geändert. Zoom tut gut daran, das äußere Erscheinungsbild des F8 nicht großartig zu ändern. Schließlich sind auch die Profis Gewohnheitstiere und freuen sich, wenn der bekannte Knopf an der gleichen Stelle bleibt.

Die Unterschiede zwischen F8 und F8n liegen vielmehr im Detail. So unterstützt der neue Zoom F8n +4 dB In- und Out-Levels. Er hat integrierte Hybrid-Limiter mit advanced look-ahead, nimmt simultan auf SD-Karte und über USB auf und kommt auch mit der neuen AutoMix-Funktion.

Des Weiteren wurde im Zoom F8n der Kopfhörerausgang verbessert. So gibt es nun ein erweitertes Routing und einen kraftvolleren Kopfhörerverstärker. Durch den Ambisonics-Modus soll sich der F8n auch perfekt für 360-Audio eignen.

Die neuen „Advanced Look-Ahead Hybrid Limiters“ addieren eine Verzögerung von einer Millisekunde und sollen so Clipping schon bemerken, bevor es aufgezeichnet wird. Dadurch und durch einen Headroom von 10 bis 20 dB soll es auf allen acht Kanälen gleichzeitig nur makellose Aufnahmen geben – mit der Pre-Record-Funktion auch sechs Sekunden im Voraus.

Mit dem Zoom F8n soll es nicht nur möglich sein, simultan auf zwei SD-Karten (SD, SDHC oder SDXC) bis zu 512 GB redundant aufzuzeichnen, sondern auch gleichzeitig die Daten per USB an ein weiteres Gerät wie einen Rechner zu senden. So soll man einfach Backups erstellen oder während der Aufzeichnung das Signal auch streamen können.

Mit der neuen Software Zoom AutoMix soll sich der Anwender komplett auf die Aufnahme konzentrieren können. Zoom stellt sie als „Assistant Sound Editor“ vor, der automatisch die Lautstärkepegel anpasst, um den Anteil des Ambient-Sounds zu reduzieren. Der Ambisonics-Modus liefert „A to B decoding“, Gain- und Settings-Linking sowie einen angepassten Metering-Screen.

Zum Lieferumfang des Zoom F8n gehören ein passendes Netzteil, Download-Codes für Steinberg Cubase LE und Wavelab LE sowie ein gedrucktes Handbuch. Gerade an Letzterem merkt man, dass die anvisierte Kundschaft im Profilager angesiedelt ist. Heute gibt’s ja leider viel zu oft die Anleitung zum selber ausdrucken.

Die weltweite Auslieferung des Zoom F8n soll im Juli beginnen, ein Preis war noch nicht in Erfahrung zu bringen. Allerdings schätze ich, dass er sich wie bei Zoom üblich in einem ähnlichen Rahmen wie das Vorgängermodell bewegen wird. Und das war ja bereits jeden Cent wert. Zoom hat allem Anschein nach an einigen wichtigen Stellschrauben gedreht, ohne die Profis mit zu vielen Änderungen zu verschrecken. Dieses Prinzip ist bei den n-Versionen der Field-Recorder bisher stets aufgegangen, so wahrscheinlich auch hier.

Infos

  • gibt es auf der Herstellerseite

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