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VST Plug-ins in der Virtual Reality steuern – Tranzient macht´s möglich.

VST Plug-ins in der Virtual Reality steuern – Tranzient macht´s möglich.  ·  Quelle: AliveIn Tech Ltd. / YouTube

Virtual Reality könnte in diesem Jahr noch mal einen richtigen Boom erleben. Zum einen steht die Veröffentlichung von Half Life Alyx an, ein Game, das die Messlatte für VR-Spiele mit Sicherheit wieder etwas höher hängt. Und außerdem kommt zum Ende des Jahres mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die PlayStation 5 von Sony. Auch wenn es dazu noch kaum Infos gibt, erhoffe ich mir die neueste Generation von PlayStation VR, immerhin ist dies eines der aktuell erfolgreichsten VR-Systeme. Aber jetzt zum Thema: Abseits von Apps wie Track Lab oder Electronauts gibt es bereits einen richtig ernsthaften Versuch, eine Art Studio oder DAW in der VR umzusetzen. Speziell Tranzient ist da besonders weit, jetzt ist sogar eine Unterstützung für VST3 Plug-ins integriert. Und das Ergebnis sieht sehr interessant aus.

Tranzient erlaubt VST3 Plug-ins

Die aktuellen Videos von AliveIn Tech Ltd. zeigen, wie die Plug-in-Integration funktioniert. Egal ob Instrument oder Effekt, das Plug-in wird mitsamt GUI in der virtuellen Realität dargestellt. Ihr könnt die Parameter mit dem virtuellen Mauszeiger anfassen und einstellen. Und genau, wie ihr das von der DAW kennt, ist es auch möglich, eine Kette von Effekten mit VSTs zusammenzustellen.

Das hört sich noch nicht besonders spektakulär an, die „flache“ Bedienung des Plug-ins reißt noch nicht vom Hocker. Der spaßige Teil kommt aber noch. Denn auch das Mappen von Parametern ist möglich. Und dafür könnt ihr die für VR üblichen Motion Controller benutzen. Das ist schon sehr lässig, wenn eine Handbewegung zum Beispiel den Filter-Cutoff steuert. Je nach Art des Mappings sind da auch sehr „komplexe“ Bewegungen möglich.

Außerdem seid ihr nicht auf den Bildschirm angewiesen und könnt mit ein bisschen Einarbeitung schnell zwischen verschiedenen Ansichten wechseln. Oder ihr dreht euch, um zum Beispiel den Sequencer zu bedienen, Effekte liegen dann vielleicht auf der gegenüberliegenden Seite. Da kommt schon fast das Gefühl auf, als würdet ihr in einem richtigen Studio sein.

Mit dem Mappen von Features lässt sich zukünftig bestimmt noch einiges anstellen. Auch wenn die eigentlichen Plug-ins nur flach dargestellt werden, könnten irgendwelche virtuellen Objekte als Controller dienen. Und wenn die dann mit einer Physik-Engine verbunden werden (kennt ihr vielleicht von Touch-Controllern wie Lemur), wird es richtig spannend. Beispiel: Ihr nehmt einen (virtuellen) Ball und werft den in einen Raum. Die Position der X/Y/Z-Achse steuert drei verschiedene Parameter und die „Berührung“ mit den Wänden löst weitere Sounds oder Klänge aus.

Der Fantasie sind da eigentlich keine Grenzen gesetzt. Die Integration von VST3 ist da auf jeden Fall ein Schritt nach vorne. Ich bin jetzt schon gespannt, was als nächstes kommt. Es bleibt spannend!

Tranzient läuft mit HTC Vive, Valve Index, Oculus Rift und Windows Mixed Reality. Der Preis beträgt 16,79 Euro. Findet ihr auf Steam.

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