von  Dirk  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 19 Min
Virtuelle Mix-Räume und Studios über Kopfhörer

Virtuelle Mix-Räume und Studios über Kopfhörer  ·  Quelle: IK Multimedia

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Für das Abmischen mit Kopfhörern gibt es heute einige Lösungen, die Simulationen von realen Studioumgebungen und diversen anderen Abhörumgebungen bieten. Wir schauen uns die aktuell interessantesten an. Virtuelle Mix-Räume und Studios über Kopfhörer, von reinen Software- und Plugin-Lösungen bis zu solchen mit darauf abgestimmten Kopfhörern und zusätzlicher Hardware. Sogar kostenlose Angebote sind dabei.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Virtuelle Mix-Räume simulieren über Kopfhörer den Klang eines realen Studios, eines Lautsprecher-Setups oder anderer Abhörumgebungen.
  • Die meisten Lösungen kombinieren zwei Funktionen: Kopfhörerkorrektur und die Simulation einer räumlichen Abhörsituation.
  • Bei der Kopfhörerkorrektur wird der Frequenzgang des verwendeten Kopfhörers mithilfe eines passenden Profils angepasst.
  • Die Raumsimulation soll den typischen „Im-Kopf“-Eindruck von Kopfhörern reduzieren und ein Hören ähnlich wie über Studiomonitore ermöglichen.
  • Einige Systeme simulieren konkrete Studios, andere bieten verschiedene Lautsprecher-Setups, Autos, Wohnzimmer oder andere Abhörumgebungen.
  • Head-Tracking kann die Simulation realistischer machen, indem Kopfbewegungen in die virtuelle Hörumgebung einbezogen werden.

Virtuelle Mix-Räume und Studios mit Kopfhörern

Warum überhaupt auf Kopfhörern mixen, wo diese doch bei den meisten Tipps, Empfehlungen und Workshops meistens nur als Alternative zu Studiomonitoren genannt werden? Gründe gibt es genug. Zum Beispiel, weil du oft unterwegs bist, Nachbarn oder andere dir wohlgesonnene Menschen nicht stören willst oder einfach, weil du die Intimität von Kopfhörern bevorzugst.

Im Zusammenspiel mit den hier vorgestellten Lösungen für virtuelle Mix-Räume und Studios mit Kopfhörern gibt es einen weiteren, sehr interessanten Aspekt: Denn ein über Kopfhörer simuliertes Studio bildet in der Regel einen akustisch optimierten Raum wieder. Zudem wird häufig auch eine Korrektur des Frequenzgangs am Kopfhörer vorgenommen, um diesen etwas neutraler klingen zu lassen. Und das kann im Zusammenspiel durchaus eine sehr nützliche Alternative zu dem Abmischen über Studiomonitore darstellen.

Lewitt Space Replicator 2.0
Die meisten Lösungen bieten neben virtuellen Mix-Räumen auch eine Kopfhörerkorrektur an. Im Bild: Lewitt Space Replicator 2.0 · Quelle: Lewitt

Auch wenn eine sogenannte „Kopfhörerkorrektur“ und die Nachbildung von virtuellen Mix-Räumen einen unterschiedlichen Ansatz verfolgen, wird sehr oft beides miteinander kombiniert. Dabei kommen üblicherweise Profile zum Einsatz, die auf ausgewählte Modelle von Studio- oder auch einige HiFi-Kopfhörer ausgerichtet sind und in der Software ausgewählt werden können. Einige Anbieter (wie Slate Audio) setzen sogar auf eigene Kopfhörer mit einer extra darauf angepassten Software.

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Und es geht nicht immer ausschließlich um hochwertige oder sogar berühmte Studioumgebungen, die über die Software simuliert werden. Viele Anwendungen nehmen sich auch Abhörumgebungen wie Autos, Wohnzimmer, Clubs oder vielleicht sogar das Innere von einem Atomkraftwerk vor.

Viele der Simulationen stellen meistens nicht nur ein einzelnes Lautsprecher-Setup dar und bieten die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Modellen und auch Konfigurationen (wie für Surround) zu wechseln.

Wie funktionieren Lösungen für virtuelle Mix-Räume?

Im Kern geht es um zwei Aspekte: Der Frequenzgang soll möglichst so abgebildet werden, wie dieser in den simulierten Referenzstudios entspricht. Außerdem sollst du über Kopfhörer wirklich das Gefühl haben, dich in einer völlig anderen Hörumgebung zu befinden. Die eigentliche Software läuft meistens als Plugin auf dem Mixbus in der DAW.

Für die erste Aufgabe wird der Frequenzgang des ausgewählten Kopfhörers korrigiert. Damit das funktioniert, ist ein Profil des verwendeten Kopfhörers notwendig. Mit dieser Information nimmt die Software dann eine entsprechende Korrektur vor.

HEADPHONE LAB: beyerdynamic bringt das Studio auf die Ohren - kostenlos!
Es gibt auch Anwendungen, die gezielt auf die Kopfhörer eines Herstellers ausgerichtet sind. Im Bild: HEADPHONE LAB von beyerdynamic · Quelle: beyerdynamic

Im Prinzip musst du dir das wie einen EQ vorstellen, der den Sound für deinen Kopfhörer „zurechtbiegt“. In der Regel bieten die verschiedenen Lösungen eine Auswahl der gängigen Kopfhörer an, du musst also nur dein Modell aussuchen. Bei einigen Herstellern kannst du sogar deinen Kopfhörer einschicken und gegen Gebühr ein individuelles Profil erstellen lassen. Und wie bereits am Beispiel von Slate Audio erläutert, setzen einige Anbieter auch auf eigene Kopfhörer oder unterstützen ausschließlich Produkte aus eigener Produktion.

Der zweite Aspekt liegt in der Simulation der Hörumgebung. Es geht also um räumliches Hören und nicht um den typischen Kopfhörer-Sound. Während dabei nämlich nur Signale an jedem Ohr ankommen, erreichen beim Hören über Lautsprecher (egal ob teure Studiomonitore, Club-Anlagen oder Laptop-Speaker) die Signale aus beiden Lautsprechern (bei einem typischen Stereoaufbau) auch beide Ohren.

Hierin liegt sozusagen der „knifflige“ Part der Simulation. Für eine wirklich realistische Darstellung müsste theoretisch sogar die Bewegung und Position deines Kopfes berücksichtigt werden. In der Praxis lösen das die Hersteller, indem sie dich in einen virtuellen „Sweet Spot“ versetzen. Manchmal kannst du dann in der Software noch die (virtuelle) Hörposition verändern. Eine aufwendigere Methode besteht im Tracking deiner Kopfbewegungen – auch das gibt es mit einer zusätzlichen Hardware. In der Übersicht machen wir auf die entsprechenden Verfahren aufmerksam.

Schauen wir uns nun die aktuell interessantesten Produkte an.

Steven Slate Audio VSX Immersion One: Zusammenspiel von speziellem Kopfhörer und darauf abgestimmter Software

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Eine etwas kostspielige, aber durch und durch professionelle Lösung, bietet Steven Slate Audio mit VSX Immersion One. Das Geld wird hier nicht einfach nur für ein Plugin ausgegeben, sondern für einen hochwertigen Planar-Magnet-Kopfhörer, auf den die VSX Platinum Modeling-Software genau abgestimmt wurde.

Die offene Bauweise sorgt nicht nur für Komfort mit wenig Druckgefühl, sondern unterstützt auch eine räumlich realistische Abhörsituation. Die zugehörige Software bietet über 24 modellierte Hörumgebungen: professionelle Studios, Mastering-Räume, Clubs, Autos, Mobilgeräte sowie verschiedene Kopfhörermodelle.

Der Immersion One Kopfhörer ist auf Realismus getrimmt und löst auch den eigenen VSX Closed-Back Kopfhörer mit geschlossener Bauweise ab. VSX Immersion One ist durch das offene Design eher für ruhige Umgebungen und damit nicht so sehr für den Einsatz unterwegs gedacht.

Den Kopfhörer inklusive der zugehörigen Software bekommst du hier bei Thomann*.

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Steven Slate Audio VSX Immersion One
Steven Slate Audio VSX Immersion One
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LEWITT Space Replicator: Virtuelle Mix-Räume und Kopfhörerkorrektur – auch kostenlos

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Von LEWITT gibt’s mit Space Replicator eine Software, die neben dem Plugin auch eine Standalone-Funktion bietet und so auch abseits der DAW funktioniert. Mit dem Update auf die 2.0-Version wurde die Audioqualität verbessert und auch an der Performance geschraubt.

Die virtuelle Mix-Räume in Space Replicator lassen sich mit EQ-Einstellungen anpassen, dazu kommt noch ein ergänzender Output-EQ. Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit, die Unterschiede zwischen Kopfhörern mit einem Balance-Regler auszugleichen.

Die simulierten Hörumgebungen bilden verschiedene Studios, aber auch Clubs wie, Watergate oder Club PRST, ein Auto mit unterschiedlichen Sitzpositionen, mehrere Zimmer in einer Wohnung und ebenso ein Atomkraftwerk ab. Dazu kommen diverse Nachbildungen von Kopfhörermodellen.

Space Replicator ist in drei Versionen erhältlich, die sich in Bezug auf Preis und Umfang unterscheiden. Dabei ist auch eine kostenlose Variante, die durchaus ein guter Einstieg in das Thema darstellt. Bei Thomann* bekommst du die beiden kostenpflichtigen Versionen, Space Replicator findest du hier beim Hersteller.

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Lewitt Space Replicator Essential Download
Lewitt Space Replicator Essential Download Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Lewitt Space Replicator Download
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Waves Nx und Abbey Road Studio 3: Virtuelle Mix-Räume mit optionalem Head-Tracker

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Der optional erhältliche Nx Head-Tracker ist wohlgemerkt nicht erforderlich, um Waves Nx zu nutzen. Thomann selbst führt den Tracker aktuell nicht mehr, sehr groß war die Nachfrage wohl nicht. Das Zubehör ist aber noch bei Waves erhältlich und verspricht im Zusammenspiel mit der Software, dass auch Bewegungen deines Kopfes in die Simulation einfließen.

Ohne Tracking versetzen sich Monitoring-Plugins direkt in die optimale Hörposition. Neben der Darstellung von virtuellen Umgebungen gehört auch eine Kopfhörerkorrektur zu Nx. Über 270 Modelle werden unterstützt, dazu gehören eigentlich alle gängigen Studiokopfhörer – eine detaillierte Übersicht findest du hier.

Waves bietet verschiedene Varianten des Plugins an. Die Nx Virtual Studio Collection enthält zum Beispiel den eigenen virtuellen Nx-Mix-Raum und zusätzlich CLA Nx (in Zusammenarbeit mit Chris Lord-Alge), die Nx Germano Studios New York und Nx Ocean Way Nashville. Diese virtuellen Studioumgebungen bekommst du aber auch einzeln. Und mit Abbey Road Studio 3 gibt’s sogar eine Simulation des berühmten gleichnamigen Studios! Hier alle im Überblick bei Thomann*.

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Waves Nx Virtual Studio Collection Download
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Waves Nx - Virtual Mix Room Download
Waves Nx – Virtual Mix Room Download
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Waves CLA Nx Download
Waves CLA Nx Download
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Waves Nx Ocean Way Nashville Download
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Waves Nx Germano Studios New York Download
Waves Nx Germano Studios New York Download Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Waves Abbey Road Studio 3 Download
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beyerdynamic HEADPHONE LAB: Kostenloses Plugin, das auf Kopfhörer des Herstellers zugeschnitten ist

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Nicht wenige benutzen einen Kopfhörer von beyerdynamic im Studio. Falls das auch auf dich zutrifft, könnte beyerdynamic HEADPHONE LAB für dich interessant sein. Immerhin handelt es sich hierbei um ein kostenloses Plugin, das auf ausgewählte Modelle der PRO-Serie zugeschnitten ist.

HEADPHONE LAB nimmt eine Kalibrierung, also eine Art „Kopfhörerkorrektur“, vor und erzeugt zudem eine Art virtuellen Mix-Raum. Dabei geht es weniger um die Simulation eines bestimmten Studios oder einer Hörumgebung, sondern vielmehr um einen detaillierten Sound wie von Studiomonitoren. Die Einstellung für Crossfeed bestimmt dabei, wie stark der Eindruck von zwei vor dir platzierten Studiomonitoren umgesetzt wird.

Interessant ist hier die Möglichkeit, Unterschiede in Kopfform und Ohrabstand über eine manuelle Eingabe mit in die Berechnung einfließen zu lassen. Außerdem lässt sich die Lautsprecherposition zwischen 40°, 60° und 80° einstellen.

Weitere Infos über das kostenlose Plugin und die unterstützten Kopfhörer findest du hier bei beyerdynamic.

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beyerdynamic DT 700 PRO X
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beyerdynamic DT 900 PRO X
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beyerdynamic DT 1990 Pro MKII
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beyerdynamic DT 1770 Pro MKII
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Sonarworks SoundID Reference Virtual Monitoring PRO: Erstelle eigene virtuelle Mix-Räume

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Einen richtig spannenden Ansatz verfolgt Sonarworks mit SoundID Reference Virtual Monitoring PRO. In Bezug auf Korrekturen des Frequenzgangs von Kopfhörern und Lautsprechern spielt Sonarworks ja sowieso ganz weit vorne mit, diese Lösung bringt aber noch mal eine ganz neue Idee auf den Tisch.

Denn hiermit kannst du über Kopfhörer überall so abhören, als würdest du in deinem ganz eigenen Studio, Proberaum oder Badezimmer sitzen. Und natürlich auch an jedem anderen denkbaren Ort.

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Das funktioniert über ein binaurales Messmikrofon, das im Format von In-Ear-Kopfhörern gestaltet wurde. Diese steckst du also in deine Ohren und verwandelst deinen Kopf quasi in einen menschlichen Kunstkopf, um mit einer ungefähr 15 Minuten dauernden Aufnahme Proben der Hörumgebung einzufangen. Die zugehörige Software berechnet daraus dann das für die Simulation erforderliche Profil.

Über die SoundID Reference App oder das zu SoundID Reference Virtual Monitoring PRO gehörende Plugin wird dann der eingefangene Raum nachgebildet. Zugriff auf bereits fertige Presets gehört natürlich ebenfalls dazu!

Ein wirklich sehr cooler Ansatz, der für alle interessant ist, die ihr eigenes Studio schon immer „mitnehmen“ wollten. Bekommst du hier bei Thomann*.

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Sonarworks Virtual Monitoring PRO
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Sonarworks SoundID Ref Virtual Monitoring Download
Sonarworks SoundID Ref Virtual Monitoring Download Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

IK Multimedia ARC ON·EAR: Kopfhörerverstärker, Korrektur und Lautsprecher-Simulationen – auch für In-Ears

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Einen sehr interessanten Ansatz verfolgt IK Multimedia mit ARC ON·EAR. Hierbei handelt es sich nämlich um eine kleine Hardware, die über USB-C mit dem Rechner verbunden wird und dann als eigenständiger DAC (mit einem 32-Bit-ESS-SABRE-Wandler) und Kopfhörerverstärker funktioniert.

Gleichzeitig bietet ARC ON·EAR aber auch eine Korrektur für aktuell über 300 Kopfhörer (hier findest du mehr Details), inklusive In-Ears. Zudem simuliert die interne Software auch den Höreindruck, als ob du über Studiolautsprecher oder andere Wiedergabesysteme abmischt. Neben verschiedenen Studiomonitoren stehen Smartphones, Smart-Speaker oder TV-Setups zur Wahl.

Das kleine Gerät funktioniert sogar im Standalone-Betrieb ohne mit einem Rechner verbunden werden zu müssen. Dafür steht ein Eingang für Stereo-Miniklinke bereit. Der interne Akku bietet dann bis zu vier Stunden Laufzeit. Fünf Profile lassen sich auf der Hardware speichern. Mit der zugehörigen Software können eigene Profile erstellt und auch angepasst werden.

IK Multimedia ARC ON·EAR ist nicht nur für den mobilen Einsatz interessant, sondern ebenso für das Studio zuhause. Bekommst du hier bei Thomann*.

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dSONIQ Realphones 2: Virtuelle Mix-Räume und Kopfhörerkorrektur mit vielen Einstellungen

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Neben virtuellen Studioräumen und anderen Abhörumgebungen gehört auch bei dSONIQ Realphones 2 eine Kopfhörerkorrektur zu den wichtigen Funktionen. Interessant sind hier die vielen Möglichkeiten für individuelle Einstellungen und Anpassungen.

Realphones 2 funktioniert nicht nur als Plugin in der DAW, sondern ermöglicht ebenso das Hören von diversen anderen Quellen auf dem Rechner. Über MIDI-Controller lassen sich einzelne Funktionen steuern. Über 200 Kopfhörer unterstützt die Software, Details dazu findest du hier.

Insgesamt gibt es drei Versionen der Software, die einen unterschiedlichen Umfang in Bezug auf Kalibrierungs-Profile, Funktionen für Personalisierung und die Anzahl der virtuellen Mix-Räume bieten. Zudem gibt es verschiedene kostenpflichtige Add-ons. Weitere Infos findest du hier bei dSONIQ.

Neumann RIME: Virtuelle Mix-Räume für immersives Monitoring mit Kopfhörern des Herstellers

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Die Software RIME von Neumann wurde speziell für die Kopfhörer des Herstellers entwickelt. Unterschiedliche virtuelle Mix-Räume stehen hier nicht so sehr im Fokus, vielmehr geht es um die Simulation eines einzelnen Studioraums. Dieser ist aber mit einem immersiven Setup in Referenzqualität ausgelegt, um Formate wie Dolby Atmos abzuhören. Aber auch ein gängiges Stereo-Setup wird hierüber dargestellt.

Dafür wurde ein Studioraum von Neumann mit den Lautsprechern und Subwoofern des Herstellers mit dem edlen und ebenfalls hauseigenen KU 100 Kunstkopfmikrofon eingefangen. Mehrkanal-Informationen wandelt RIME in binaurales Audio um, wobei die Surround- und Höhenkanalinformationen erhalten bleiben. Im Zusammenspiel mit einem OSC-kompatiblen Head-Tracker reagiert die Software sogar auf Kopfbewegungen.

RIME funktioniert als Plugin in der DAW und ebenso als Standalone-Software. Hier bei Thomann erhältlich*, ebenso wie die Kopfhörer des Herstellers*.

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Neumann RIME Download
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Neumann NDH 20
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Neumann NDH 20 Black Edition
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Neumann NDH 30
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Neumann NDH 30 Black Edition
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Acustica Audio Sienna: Simulation von Mix-Räumen und Kopfhörern – auch als kostenlose Version

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Hierbei handelt es sich gleich um eine Suite mit vier Plugins. Sienna Reference konzentriert sich auf die Korrektur deines Kopfhörers, Sienna Room erledigt das ebenfalls und liefert zusätzlich die Raumsimulation. Sienna Guru erweitert dies mit weiteren Funktionen für genaue Anpassungen und Sienna Reference Pro stellt die „Pro“-Variante von Reference dar.

Die Simulationen bilden nicht nur verschiedene Hörumgebungen ab, sondern auch unterschiedliche Wiedergabesysteme. Neben Hi-Fi, Car Stereo oder Boomboxen sind natürlich auch diverse Studiomonitore dabei und ebenso verschiedene Kopfhörer.

Dafür setzt der Hersteller auf Pakete, die du teilweise optional kaufen musst und zusätzlich Geld kosten (regulär 69 Euro pro Paket). Drei davon gibt es im Augenblick – das erste ist bei der Grundversion enthalten.

Zum Ausprobieren gibt es eine kostenlose Light-Version, die einen virtuellen Mix-Raum bietet und über 180 Simulationen verschiedener Kopfhörer. Mehr Infos dazu findest du hier beim Hersteller.

Embody Immersive Virtual Studio: Spatial Audio mit Personalisierung

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Bei Immersive Virtual Studio legt der Entwickler Embody einen Schwerpunkt auf die Produktion von Inhalten mit Immersive Audio. Neben Surround oder Atmos kann aber auch ein Stereo-Setup simuliert werden. Eine große Rolle nimmt dabei die sogenannte Head-Related Transfer Function (kurz HRTF) ein. Hierbei geht es vereinfacht gesagt darum, dass die Form und Größe der Ohren (und prinzipiell auch des Kopfes) darüber entscheiden, wie wir Frequenzen wahrnehmen.

Diesen Faktor lässt Immersive Virtual Studio in die Berechnung der Simulation und Frequenzkorrektur einfließen. Dafür musst du mit dem Smartphone ein Foto deines Ohrs machen. Daraus erzeugt die zugehörige App dann ein persönliches Profil. Und das wiederum benutzt die Software.

Embody Immersive Virtual Studio ist speziell für Leute interessant, die Content mit Immersive Audio produzieren und dabei Werkzeuge wie Steinberg Nuendo und Cubase oder Pro Tools nutzen. Weitere Infos findest du hier auf der Website des Herstellers.

APL VIRTUOSO: Virtuelle Mix-Räume für Mastering und Spatial Audio

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APL (steht für „Applied Psychoacoustics Lab“) will sich mit VIRTUOSO (mittlerweile in Version 2) als einer der führenden Hersteller für binaurales Rendering und die Simulation von Mix-Umgebungen auf Kopfhörern etablieren. Die Software geht über klassisches Stereo-Virtual-Monitoring hinaus und simuliert über Kopfhörer auch komplexe immersive Lautsprecher-Setups.

VIRTUOSO v2 unterstützt 53 Monitor-Konfigurationen mit bis zu 26 Kanälen, darunter Dolby Atmos, Auro-3D, MPEG-H und verschiedene Ambisonics-Anordnungen. Die Software kombiniert zudem die virtuellen Lautsprecher mit anpassbaren Raumakustiken und HRTF-Modellen. Dabei wird auf die eigene Entwicklung mit dem Namen ASPEN (APL Spatial Audio Engine) gesetzt, die zukünftig auch von anderen Herstellern lizenziert werden kann.

Neben der Standalone-Version gibt es auch ein Plugin für die DAW, das neben der Simulation von Hörumgebungen auch eine Kopfhörerkorrektur bietet. Interessant sind hier die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten, trotzdem will VIRTUOSO v2 in der Bedienung zugänglich bleiben. Über die kostenlose HeadTrek Software kann jede Webcam für Head-Tracking in VIRTUOSO v2 genutzt werden.

Ähnlich wie bei Embody Immersive Virtual Studio gilt auch hier, dass diese Lösung speziell für die Produktion von Content mit Immersive Audio interessant sein dürfte und weniger Leute anspricht, die nach einem unkomplizierten Tool für die Simulation virtueller Mix-Räume und Kopfhörerkorrektur suchen. Mehr Infos findest du hier beim Hersteller.

Fazit

Virtuelle Mix-Räume ermöglichen es, mit Kopfhörern eine Lautsprecher- und Raumwiedergabe zu simulieren. Die meisten Lösungen kombinieren eine Korrektur des Kopfhörer-Frequenzgangs mit einer virtuellen Hörumgebung. Je nach Software werden dabei professionelle Studios, verschiedene Lautsprecher-Setups, Autos oder andere Umgebungen simuliert. Head-Tracking kann zusätzlich dafür sorgen, dass die virtuelle Lautsprecherposition auf Kopfbewegungen reagiert. Für klassisches Stereo-Monitoring stehen unter anderem LEWITT Space Replicator, Waves Nx, dSONIQ Realphones 2 und Acustica Audio Sienna zur Verfügung. Für immersive Formate und Spatial Audio bieten Lösungen wie Neumann RIME, Embody Immersive Virtual Studio und APL VIRTUOSO v2 weitergehende Funktionen.

FAQ: Häufige Fragen zu virtuellen Mix-Räumen

Was ist ein virtueller Mix-Raum?

Ein virtueller Mix-Raum simuliert über Kopfhörer eine andere akustische Abhörumgebung. Dabei kann es sich beispielsweise um ein professionelles Studio, ein bestimmtes Lautsprecher-Setup, ein Auto, einen Club oder eine andere Hörumgebung handeln. Ziel ist es, über Kopfhörer eine Hörsituation zu erzeugen, die einen Eindruck wie beim Abhören über Lautsprecher ergibt.

Warum sollte man virtuelle Mix-Räume beim Mixing mit Kopfhörern verwenden?

Kopfhörer bieten eine sehr direkte und vom Raum weitgehend unabhängige Wiedergabe. Dadurch fehlt allerdings ein Teil der räumlichen Informationen, die beim Hören über Lautsprecher entstehen. Virtuelle Mix-Räume versuchen, diese Lautsprecher- und Raumwirkung nachzubilden und können dadurch eine Alternative zum Mixing über Studiomonitore darstellen. Zudem wird hier häufig auch zusätzlich der Sound der Kopfhörer etwas neutraler gemacht. Dies wird allgemein als Kopfhörerkorrektur bezeichnet.

Was ist der Unterschied zwischen Kopfhörerkorrektur und virtueller Raumsimulation?

Eine Kopfhörerkorrektur gleicht zunächst den Frequenzgang eines Kopfhörers an ein definiertes Profil an. Eine Raumsimulation versucht dagegen, zusätzlich die räumliche Wahrnehmung eines Lautsprecher-Setups und eines bestimmten Raumes nachzubilden. Viele aktuelle Lösungen kombinieren beide Verfahren.

Wie funktioniert virtuelles Monitoring über Kopfhörer?

Die Software korrigiert zunächst den Frequenzgang des verwendeten Kopfhörers. Anschließend werden die Signale so bearbeitet, dass eine virtuelle Hörumgebung entsteht. Manche Systeme berücksichtigen zusätzlich die Kopfbewegungen des Nutzers.

Was bringt Head-Tracking bei einem virtuellen Mix-Raum?

Beim normalen Kopfhören bleibt das Stereobild unabhängig von der Kopfbewegung an den Ohren „fest“. Head-Tracking kann dagegen erkennen, wohin der Kopf bewegt wird, und die virtuelle Hörumgebung entsprechend anpassen. Dadurch kann der Eindruck einer vor dem Hörer stehenden Lautsprecheranlage realistischer werden. Die meisten Lösungen verzichten auf Head-Tracking und versetzen dich in eine feste, optimale Hörposition (häufig als Sweet Spot bezeichnet). Erweiternd gibt es dann die Möglichkeit, die Hörposition manuell zu ändern.

Welche Software eignet sich für virtuelles Mixing mit Kopfhörern?

Je nach Anwendungsfall kommen unterschiedliche Lösungen infrage. LEWITT Space Replicator, Waves Nx, dSONIQ Realphones 2 und Acustica Audio Sienna kombinieren beispielsweise Kopfhörerkorrektur und virtuelle Hörumgebungen. Steven Slate Audio VSX verbindet Software und einen speziell abgestimmten Kopfhörer. Für immersive Formate sind unter anderem Neumann RIME, Embody Immersive Virtual Studio und APL VIRTUOSO v2 interessant.

Gibt es kostenlose virtuelle Mix-Räume?

Ja. LEWITT Space Replicator bietet eine kostenlose Variante. Auch Acustica Audio Sienna ist in einer kostenlosen Light-Version erhältlich. Für Nutzer, die zunächst ausprobieren möchten, ob virtuelles Monitoring mit Kopfhörern zum eigenen Workflow passt, können solche Versionen interessant sein.

Kann man mit Kopfhörern einen echten Studiomonitor ersetzen?

Virtuelle Mix-Räume können eine Alternative zu Studiomonitoren sein, insbesondere wenn ein akustisch optimierter Raum nicht zur Verfügung steht oder leises Arbeiten erforderlich ist. Sie sind jedoch keine physisch vorhandenen Lautsprecher und kein Ersatz für das tatsächliche Hören in einem Raum. Der Nutzen hängt außerdem stark vom verwendeten Kopfhörer und der Qualität der Simulation ab.

Welche Lösung eignet sich für Dolby Atmos und Spatial Audio?

Für immersive Produktionsformate sind Lösungen interessant, die Mehrkanal- und Höheninformationen binaural über Kopfhörer wiedergeben können. Neumann RIME ist beispielsweise für immersives Monitoring inklusive Dolby Atmos ausgelegt. APL VIRTUOSO v2 unterstützt zahlreiche immersive Lautsprecher-Konfigurationen und Formate wie Dolby Atmos, Auro-3D, MPEG-H und Ambisonics. Auch Embody Immersive Virtual Studio richtet sich speziell an die Produktion von Immersive Audio.

Kann man seinen eigenen Raum virtuell nachbilden?

Ja. Sonarworks SoundID Reference Virtual Monitoring PRO verfolgt genau diesen Ansatz: Mit einem binauralen Messmikrofon wird die eigene Hörumgebung aufgenommen. Daraus erzeugt die Software ein Profil, das anschließend über die SoundID-Software beziehungsweise das Plugin simuliert werden kann.

Weitere Infos

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