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poseidon ipad

Poseidon iPad  ·  Quelle: video virsyn

Virsyn sind Spezialisten für additive und spektrale Ansätze in Synthesizern. Ganz besonders ist die Möglichkeit, einen Filterverlauf regelrecht einzuzeichnen. Die Technik dahinter ist typisch für Virsyn-Synthesizer als Plug-in oder als App, sie basiert stets auf additiver Berechnung der Sounds.

Der Poseidon ist schon einige Zeit als Plug-in verfügbar. Nun gibt es ihn auch als iPad-App für 9,99 Euro. Bisher gibt es durchaus auch schon ähnliche Konzepte von Virsyn, jedoch mit verschiedenen Möglichkeiten und Ausrichtungen, mal additiv, mal als Re-Synthese. Hier bekommt der Nutzer eine Reihe von Klangmodellen mitgeliefert, die den Oszillator ausmachen. Er ist kein schlichter Bereich mit ein paar Wellenformen klassischen Typs, sondern aufwendige als 3D-Wellenlandschaft dargestellte Klangquellen.

Sie basieren auf Re-Synthese, was bedeutet, dass man Samples genommen hat und diese auf ihre Obertonstrukturen untersucht und in ihre Basisbestandteile zerlegt, den Partialton, die als „Harmonische“ bezeichnet werden. Das ist die natürliche Obertonreihe, die man als die Basis der additiven Synthese begreifen kann. Jeder Oszillator verwendet diese Technik, die etwa die Grenzen und Möglichkeiten hat, wie beispielsweise der Kawai K5000. Genau genommen hat der allerdings die Option, die Obertonreihen noch insgesamt nachzustimmen, um weitere Frequenzen außerhalb der natürlichen Obertonreihe zu erreichen. Der Kompromiss besteht darin, Audioaufnahmen auf diese Spektren zu reduzieren, um nicht jede Frequenz mitsamt Hüllkurven berechnen zu müssen und formt die Grundlage des Filter-Bereichs, die ohne diese Technik nicht machbar wäre. Von diesen Spetral-Oszillatoren gibt es bis zu 8 Stück.

Ihnen folgend ist ein vom Anwender per Finger herzustellender Filterverlauf. Malt man einen Bogen, der nach rechts hin fallend verläuft, so erhielte man ein Tiefpassfilter. Wenn man einige Wellen in die fallende Kurve malt, bekommt man einen Phaser oder ein Resonanz-Filter-Verhalten oder andere komplexe Filtertypen. Nur durch den additiven „Unterbau“ von Poseidon  ist dieses kreative Filter möglich. Komplexe Hüllkurven steuern alle oben genannten Elemente.
Das Experimentieren mit diesen Bausteinen wird ergänzt durch Effekte und weitere Möglichkeiten, die die Spektren direkt beeinflussen.

Der Poseidon Link zum Apple-Store oben zeigt eine Reihe Bilder und Einstellung, die bereits einen Eindruck von der Vielfalt dieser Baugruppen vermitteln, sei es auch nur durch ihre Anzahl.

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