Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Vintage Icon V65V

 ·  Quelle: Vintage

ANZEIGE

Die neue Vintage Icon V65V zielt ganz klar auf die Fans der Fender Jazzmaster ab. Also auch auf mich. Bei dem Preis sollten Fans des Modells doch einmal genauer hinschauen. Doch es hat auch seine Kehrseite.

ANZEIGE
ANZEIGE

Vintage Icon V65V

Ich musste beim ersten Mal zweimal hinschauen, um festzustellen, dass es keine Fender E-Gitarre ist, die hier präsentiert wird. Vintage ist eine britische Marke (mit Produktion in Fernost), die seit vielen Jahren bekannte Modelle „interpretiert“ und anscheinend gerade genug abwandelt, dass sie rechtlich damit durchkommen. Außerdem sind sehr viele (fast alle?) Modelle ab Werk künstlich gealtert.

Da macht auch die Icon V65V keine Ausnahme. Der Erle-Body ist entweder in Distressed Black oder Distressed Sunburst lackiert, daran ist ein Soft-C Ahornhals mit Palisandergriffbrett und 22 Bünden (nicht 21 wie bei Fender!) geschraubt. Insgesamt kommt sie auf die bekannte 25,5″ Mensur.

Vintage V65V Distressed Sunburst

Jazzmaster look-alike

Auch bei der Hardware hat Vintage viel daran gesetzt, dass es auf dem ersten Blick eben wie eine Fender aussieht. Das Vibrato-System wie bei Fender, dazu eine TOM-Style-Bridge, Wilkinson WJ55 Tuner, recht originalgetreu geschnittenes Pickguard in Tortoise. Allerdings sind die beiden Wilkinson Soapbar Singlecoils nicht identisch – ob sie klanglich „zu fett“ sind, muss sich zeigen.

Regler und PU-Wahlschalter sind an den identischen Positionen, haben auch wie die Tonabnehmer Creme-Kunststoffkappen. Der zweite Schaltkreis oberhalb der Seiten fehlt allerdings. Und der Headstock sieht auch anders aus.

Vintage V65V Distressed Black

Beim Vergleich der beiden Modelle fällt auch auf, dass das Aging per Schablone vorgenommen wird. Bei dem Preisschild würde ich aber nichts anderes erwarten – anders als bei Custom Shjop Relic Modellen von Fender. Es sieht dennoch auf den Bildern ordentlich aus. Und wer schon einmal eine Vintage in der Hand hatte, kann das auch sicherlich bestätigen.

Es sind einfach sehr ordentliche Gitarren mit (meiner Erfahrung nach) toller Verarbeitung und vergleichsweise geringem Preis. Nur eben nicht das Original, es steht Vintage auf dem Headstock und sie sind ab Werk gealtert. Das will der eine oder die andere vielleicht nicht.

Preis und Marktstart

Die Vintage Icon V65V soll umgerechnet etwa 515 Euro kosten. Für eine Jazzmaster-like E-Gitarre ist das doch ziemlich spannend. Vor allem mit der Holzauswahl. Fenders Tochter Squier schafft das leider nicht. Nicht in der Affinity Serie* und nicht einmal in der trotzdem hervorragenden CV Serie*.

Mehr Infos

* Affiliate Link

ANZEIGE
ANZEIGE

5 Antworten zu “Günstiger als eine Relic Jazzmaster: Vintage Icon V65V”

  1. Stefan sagt:

    Den Artikel finde ich diesmal nicht ganz sauber. Nur zu schreiben, dass es sich bei Vintage um eine „britische Marke“ handelt, weckt (vielleicht nicht ungewollt) die Assoziationen, dass die Instrumente auch dort gebaut werden. Die Gitarre kommen aber aus Fernost.

    • claudius sagt:

      Hey Stefan,
      da kann ich nur zustimmen – das sollte nicht suggeriert werden. Aber für 500 Euro wird es vermutlich nie eine Gitarre aus UK geben. Ich schreibe es dennoch dazu.
      Danke für deinen Input! :)

  2. Marco sagt:

    Die Vintage Gitarren sind der Wahnsinn. Sehr gut verarbeitet und ihr Geld jederzeit wert. Eigentlich eine perfekte Alternative zu den harley bentons, falls man die nicht mag.

  3. Lars sagt:

    Ich hatte noch nie eine schlechte Vintage in der Hand.
    Man muss halt den Markennamen mal ausblenden (oder ab machen).

    • claudius sagt:

      Ich schon, allerdings ist das auch schon ca. 15 Jahre her. Die Bünde waren schlecht abgerichtet und seitlich sehr scharfkantig. In letzter Zeit jedoch nicht.
      Beim Namen hilft ganz stilecht ein Streifen Gaffa. ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.