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Vermona DRM1 MKIV

Vermona DRM1 MKIV  ·  Quelle: Vermona

Vermona setzt beim DRM1 MKIV auf Kontinuität. Statt einer Radikalkur bekommt der Drum-Synthesizer-Klassiker ein behutsames Update, das vor allem für Detailverbesserungen an den Sounds und flexiblere Verbindungen sorgt. Am bewährten Konzept wurde jedoch nicht gerüttelt – und nach über 20 Jahren DRM1 ist das vielleicht auch ganz gut so.

Vermona DRM1 MKIV

Der Vermona DRM1 sorgte schon für kraftvolle, analoge Drumsounds, als die meisten anderen Hersteller gerade ihre ersten VA-Synthesizer entwickelten und Behringer vor allem als Hersteller billiger Mischpulte bekannt war. Der ursprünglich vor mehr als 20 Jahren erschienene Drum-Synthesizer mit acht analogen Stimmen ist ein echter Klassiker. Deshalb geht es auch absolut in Ordnung, dass er nicht jedem Trend hinterherläuft, sondern sich seine Eigenständigkeit bewahrt – auch in der neuen MKIV-Edition.

Aus heutiger Sicht geradezu anachronistisch wirkt das ausladende Gehäuse im 19-Zoll-Rackformat, das angenehm viel Platz für das kompromisslos umgesetzte Prinzip „Ein Knopf pro Funktion“ lässt. Auch das Fehlen eines Sequencers weckt Erinnerungen an die Zeit, als die Zukunft den DAWs zu gehören schien – an „DAW-less-Setups“ dachte damals noch kaum jemand. Beides ist auch in der Version MKIV geblieben – der von manchen erhoffte Komplettumbau bleibt also aus.

Stattdessen bringt die neue Version behutsame Verbesserungen. Bei mehreren Drum-Stimmen wurden der Klang und die Regelmöglichkeiten optimiert. So erhält die Bassdrum einen Frequenzbereich von 22–380 Hz, einen überarbeiteten Wellenformer und einen verbesserten Attack-Impuls. Die beiden Drum-Stimmen haben nun unterschiedliche Frequenzbereiche; außerdem wurden der FM-Oszillator und die Bend-Bereiche angepasst. Die Tongeneratoren der beiden Hi-Hat-Voices sollen nun über den gesamten Frequenzbereich einen stabilen Pegel liefern. Außerdem hat Vermona ihre Decay-Zeiten überarbeitet. Und beim Clap wurde das Reglerverhalten optimiert und eine Möglichkeit zur Überblendung von rosa zu weißem Rauschen geschaffen.

Neue Anschlüsse

Auf der Rückseite hat Vermona dem DRM1 MKIV ebenfalls einige Verbesserungen spendiert. So gibt es jetzt eine USB-Buchse, die für MIDI und Firmware-Updates genutzt wird. Außerdem steht neben MIDI In und Thru nun auch ein MIDI-Ausgang zur Verfügung.

Wie der Vorgänger ist der DRM1 MKIV optional mit analogen Trigger-Eingängen erhältlich. Diese unterstützen nun jedoch auch Dynamik und können in verschiedenen Modi arbeiten (Gate, Gate+Accent, Gate+Dynamik, dynamisch).

Auch das interne Netzteil wurde überarbeitet und durch ein neu entwickeltes Schaltnetzteil ersetzt. Somit ist es jetzt nicht mehr nötig, die Sicherung auszutauschen, um den DRM1 von 230 V auf 115 V umzurüsten. Hinzu kommt eine Einschaltverzögerung, die ein Knacken beim Ein- und Ausschalten verhindern soll.

Preis und Verfügbarkeit

Der Vermona DRM1 MKIV soll ab April 2021 erhältlich sein. Die Standardausführung kostet 699 Euro. Für die Version mit analogen Trigger-Inputs müsst ihr 799 Euro anlegen.

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