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The Endless Acid Banger

The Endless Acid Banger  ·  Quelle: Vitling

Wenn es im Büro oder Homeoffice mal wieder etwas langweilig wird und ihr ein bisschen Zerstreuung sucht, dann schaut euch mal The Endless Acid Banger an, ein Projekt des Künstlers David Whiting aka Vitling. Der hat nämlich aus Spaß (oder vielleicht auch irgendwelchen anderen Beweggründen) die Emulationen zweier Roland TB-303 und einer TR-909 im Browser realisiert. Zufällig generierte Patterns bringt ihr damit endlos zum Zwitschern, mit ein paar Parametern moduliert ihr diese. Endloser Acid-Spaß im Browser!

The Endless Acid Banger

Mittlerweile geben die Browser genug Funktionen her, um solche Experimente zu ermöglichen. Im Dezember letzten Jahres zeigte uns Google zum Beispiel ein paar singende Blobs. Und auch Sample-Editoren und einfache DAWs (wie Amped Studio) laufen bereits im Browser. Im letzten Jahr präsentierte der Künstler Yuri Suzuki in Kooperation mit Roland das 808303.studio – eine Kombination aus emulierter TB-303, TR-808 und Sequencer.

The Endless Acid Banger verfolgt einen ähnlichen Ansatz, nur dass ihr hier gleich zwei Bassline-Synthesizer bekommt und die 808 mit einer auf vier Drum-Sounds zurechtgestutzten 909 getauscht wird. Der Sequencer erlaubt euch allerdings nicht, eigene Patterns zu erstellen – diese werden stattdessen automatisch generiert. Mit einem Button erzeugt ihr das zufällig erstellte Fundament der Noten, die dann ebenso wie die Drums alle acht Takte variiert werden oder auf Wunsch endlos weiterlaufen.

Ihr könnt euch mit diesem Browser-Experiment nonstop ständig neu generierte Acid-Grooves anhören, dabei aber trotzdem ein bisschen mitspielen. Dafür lässt euch The Endless Acid Banger an den spaßigsten Parametern der 303 rumschrauben. Neben Cutoff und Resonance des Filters sind das die ebenfalls auf das Filter einwirkende Hüllkurve und dessen Intensität der Modulation. Außerdem mutet ihr die vier Drum-Spuren. Das Master-Tempo stellt ihr mit dem BPM-Regler ein und ein Delay gibt es auch noch.

Wenn ich mir hier noch etwas wünschen dürfte, wäre es die Option, Patterns zu exportieren. Dann könnte ich diese in der DAW oder auf meiner TD-3 benutzen – obwohl dafür gibt es ja eigentlich schon ein webbasiertes Tool.

Vielleicht ist Acid ja nicht euer Ding. Dann solltet ihr mal Eternal Flow checken, eine Radiostation für generativen Techno. Auf dem YouTube-Kanal DATABOTS spielt den ganzen Tag von einem neuronalen Netzwerk erzeugten Death-Metal.

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