von Moogulator | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Teenage Engineering Speaker R

Teenage Engineering Speaker R  ·  Quelle: TE

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Teenage Engineering kennen wir von den kleinen Taschenrechnern und natürlich noch viel mehr vom OP-1, dem „Allrounder“-Synthesampler. Während die Rechner sehr günstig sind, ist der OP-1 inzwischen bei knapp unter 1.000 Euro Neupreis angekommen. Was kommt jetzt?

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Was viele vielleicht gar nicht wissen ist, dass es bereits ein Lautsprecher-System von Teenage Engineering gibt, nämlich das OD-11. Das ist ein Bluetooth-Speak-System für den Raum. Neu ist nun der Prototyp Speaker „R“.

Neuer Prototyp von Teenage Enginering

Unschwer zu erkennen ist das total andere Design, das an Lego erinnert. Es gibt auch eine weitere Entwicklung, die auf den Namen „H“ hört, eine Variante und natürlich auch Raum-Lautsprecher mit Bluetooth-Verbindung. Die Geräte haben am oberen Teil eine kleine LED-Matrix, die Zahlen und Buchstaben anzeigen kann. Ebenso kann sie auch grafisch einfache Figuren anzeigen. Damit lässt sich das System als Uhr oder für andere kleine Jobs einsetzen.

Das System besteht aus einzelnen Scheiben, die jeweils eine solche LED-Matrix haben, die auch an einem Schwenkarm gezeigt werden. Dieser Arm ist ein wenig wie der frühere iMac oder jener Kran, der Satelliten aus und zur ISS bewegt.

Speaker R – eine Art kleines Robot-Wesen

Die verschiedenen Platten können sich bewegen wie eine Art Raupe und strecken sich zu ihrem Nutzer hin. So sieht der das „Gesicht“ – und genau das ist die Idee dahinter: eine Art kleines Robot-Wesen, welches einem Grinser, Uhrzeit, Emoticons oder andere Dinge zeigen kann und sich immer einem zuwendet. Deshalb ist das Gerät nicht nur ein Speaker, sondern eher ein anderer Ansatz eines Haustiers für Geräusche und Feedback.

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Die LEDs des Speaker R sind berührungsempfindlich, so können viele spielerische Dinge damit gemacht werden. Eine Art Kätzchensimulator oder einfach ein Spiel wie Mühle ließe sich damit bauen. Man könnte aber auch neue Ideen damit entwickeln. Und ja: TE sind und waren immer verspielt.

Wozu nun das alles? Damit lässt sich sicher mehr Geld verdienen als mit Synths. Aber wieso nicht einen OP-2, vielleicht größer und sogar weniger „verspielt“? Ein bisschen mehr „Pro“? Das wäre denkbar, aber – mit einem Gerät dieser Art kann man fast alle ansprechen und anders als andere ist es auch. Bei Synthesizern muss man sich auf Musiker begrenzen.

Elektro-Haustier

Eigentlich sind diese neuen Geräte weniger Speaker als Elektro-Haustier oder eine Art Alexa ohne Sprache und Kaufmannsladen. Stattdessen sind sie eher unterhaltsam und geeky und so was ist generell schon ganz lustig. Aber: Kann TE auch etwas, das nicht einfach „lustig“ oder „niedlich“ ist?

Wie wäre es mit einem FM-Synthesizer oder einer Synthese, die man so noch nicht gemacht hat? Sicher wäre das denkbar, denn TE bauen so spezielle Geräte, sie wären dazu in der Lage. Billig wäre so etwas aber wohl nicht, während kleine Massenprodukte offenbar sehr günstig angeboten werden können. Somit wäre die beste Idee: Verdient Geld mit den Speakern und den Robot-Wesen und bringt uns ein paar oder einen richtig innovativen und mutigen Synthesizer. Denn Mut haben sie durchaus bewiesen mit dem OP-1, der kaum etwas ähnlich ist und auch eine sehr eigene Handschrift hat.

Physical Modular wasauchimmer? Wäre machbar. Und es ist auch notwendig, denn vermutlich sind die bisherigen Synth-Produkte schon ganz gut verteilt an die, die sie haben wollen. Ein langfristigeres Konzept wäre da hilfreich.

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