von stephan | Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten
Stringtheorie Effekte für Bass

 ·  Quelle: BOSS

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Liebe Freunde der tiefen Töne, in dieser Episode von Stringtheorie stelle ich euch einige Effekte für E-Bass vor. Und zwar nicht irgendwelche, sondern den ersten Teil meiner liebsten Treterchen, die ich auch selbst regelmäßig auf meinem Board verwende.

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Effekte für E-Bass

Machen wir uns nichts vor, die allermeisten Effekte für E-Bass sind unnötig. Wenn man es ganz drastisch formulieren möchte, könnte man sagen: Ein Bass und ein Kabel sind im Notfall vollkommen ausreichend. Doch das Leben ist kurz und die vielen kleinen Treter können wahnsinnig viel Freude bereiten.

In diesem ersten Teil erzähle ich euch von meinen drei Lieblingseffekten, die ich immer zu Hause habe und für den Einsatz auf dem Board bereit stehen. (Sofern sie da nicht ohnehin schon dauerhaft festgeklettet und immer eingeschaltet sind.)

Kompression

Dass ich ein Kompressions-Junkie bin, hatte ich euch bereits in der ersten Episode von Stringtheorie gestanden. Es ist und bleibt mein absoluter Lieblingseffekt, ohne den ich eigentlich nie das Haus verlasse. Während manche es hassen, in ihrer Dynamik eingeschränkt zu werden, liebe ich die Gleichmäßigkeit der gespielten Töne. Sicher, an einer guten Spieltechnik sollte es nicht fehlen.

Doch trotzdem verhilft Kompression leisen Deadnotes oder höheren Tönen zu mehr Leben, während Slaps & Pops im Zaum gehalten und dadurch erst richtig knackig werden. Und je nach Modell verleiht euch ein Kompressor eine schöne Fättness. Aktuell besitze ich sechs Kompressoren, ein siebter ist zum Test auf dem Weg zu mir. Ihr seht schon, ich bin besessen davon.

Tipps für Einsteiger

Wer sich mit wenigen Reglern langsam an die Sache herantesten möchte, dem empfehle ich entweder den klassischen EBS MultiComp* oder den Opto Comp von Ampeg*. Letzterer ist noch recht frisch auf dem Markt, hat sich aber in kurzer Zeit als sehr beliebtes Gerät einen festen Platz auf vielen Pedalboards sichern können. (Übrigens: Helix-Nutzer können diesen Comp seit dem Update auf Software Version 3.15 digital nutzen.) Weitere Kompressor-Empfehlungen findet ihr hier.

Ampeg Opto Comp Compressor

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EBS MultiComp Blue Label

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Octaver

Rein objektiv betrachtet sind Bass Octaver nicht sinnvoll. Das ohnehin meist tiefste Instrument in der Band soll noch mal um eine Oktave nach unten in den Keller transponiert werden? Wer denkt sich nur so was aus? Und doch gehört dieser Effekt definitiv zu meinen absoluten Lieblingen. Warum?

Für mich sind Octaver das Pendant zu Overdrive und Distortion bei Gitarristen. Was bei unseren sechssaitigen Mitstreitern für mehr Feuer im Signal sorgt, bewirkt bei uns Tieftönern leider oft Druckverlust oder einfach nur noch mehr Obertöne, die einem das Leben im Mix erschweren können.

Ein Octaver dagegen sorgt einerseits dafür, dass man selbst sowie der komplette Band-Sound breiter, wuchtiger und fetter werden. Andererseits grenzt er den Bass noch mehr nach unten ab, indem man ein wunderbares Fundament in einem Frequenzbereich legt, den man sich eigentlich nur mit der Kick Drum teilt und nicht mit Gitarren, Vocals, Keys usw.

Empfehlungen

Der absolute Klassiker (und für viele Bassisten auf der Welt der unangefochtene König) ist der gute alte (nicht mehr erhältliche) BOSS OC-2. Und das trotz einiger Schwächen. Daher kann ich euch guten Gewissens die aktuelle Version empfehlen: Den BOSS OC-5. Dieser verfügt über ein sagenhaftes Tracking! Wirklich, kein anderes Gerät auf dem Markt vermag es, eure gespielten Töne so exakt nach unten zu oktavieren.

Wer diesen Sound platzsparend und rein analog auf dem Pedalboard haben möchte, darf gern zum MXR Vintage Bass Octave greifen, der nach dem Original aus dem Besitz von Janek Gwizdala entworfen wurde. Auch wenn er nicht zu 100% identisch zum OC-2 klingt, macht er eine echt gute Figur und verfügt dabei über ein besseres Tracking bei geringeren Maßen. Das ist doch was.

Boss OC-5

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MXR M 280 Vintage Bass Octave

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Envelope Filter vs. Wah Wah

In meinem Leben als Sideman benötige ich die folgenden beiden Effekte quasi nie. Es kommt extrem selten vor, dass man „Fly Away“ von Lenny oder einen anderen Titel mit Auto Wah abliefern muss. Leider! Doch wenn ich Spaß haben möchte oder mich in einem Funk- oder Jam-Kontext bewege, sind ein Envelope Filter oder ein Wah Wah meine Favoriten für eine gute Zeit!

Der Envelope Filter hat den Vorteil, dass man ihn nur einschalten muss, während man beim Wah Wah den Fuß im richtigen Rhythmus bewegen muss. Dafür ist ein Wah Pedal vielseitiger einsetzbar, zum Beispiel auch abseits des Funk in deftigen Rocksongs wie „Calm Like A Bomb“ von RATM oder bei kurzen solistischen Einwürfen. Ich mag beides sehr!

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Meine Favoriten

Als Wah-Pedal genügt mir das kleine Dunlop Bass Mini Wah. Daran störte mich lediglich die gummierte Unterseite, die eigentlich ein Verrutschen auf dem Bühnenboden verhindern soll. Leider sorgt sie auch dafür, dass man kein Klett für das Pedalboard an der Unterseite anbringen kann. Ich habe es nur mit sehr großer Mühe abreißen können, aber jetzt ist alles bombenfest auf dem Board.

Envelope Filter gibt es viele gute. Wer es analog bevorzugt und seine Klangvorstellung möglichst genau umsetzen möchte, darf gern zum modernen Klassiker MXR Bass Envelope Filter* greifen. Deutlich einfacher zu bedienen und klanglich dabei womöglich näher am legendären Mu-Tron-Filter ist das neue Electro Harmonix Nano Q-Tron, auf dessen Verfügbarkeit ich sehnsüchtig warte.

Und dann gibt es da noch die große Allzweckwaffe: Das Source Audio Spectrum Intelligent Filter. Dieses Pedal ist digital und bietet neben Filter-Sounds sogar Octaver, Presets und mehr. Das Gerät kann wirklich hervorragend klingen. Einziger Nachteil: Die meisten Funktionen sind nur über einen dazugehörigen Editor erreichbar. Mir persönlich war das zu viel des Guten, aber der Sound war erstklassig!

MXR M 82 Bass Envelope Filter

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Electro Harmonix Nano Q-Tron Envelope Filter

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Source Audio Spectrum Intelligent Filter

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Und ihr?

Wie sieht es bei euch aus? Welche Pedale sind für euch essentiell, müssen „always on“ sein? Welche sind eigentlich sinnlos, bereiten euch jedoch große Freude? Schreibt mir gern in den Kommentaren.

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Eine Antwort zu “Stringtheorie: Effekte für E-Bass Teil 1”

  1. oboe sagt:

    Danke für den erfrischend zu lesenden Artikel! Ich habe wieder Bock den 5-Saiter in die Hand zu nehmen, es juckt in den Fingern…

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