Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Fender Squier Esquire FSR 60s Classic Vibe Serie

 ·  Quelle: Fender

Sicherlich ist dir die Meldung nichts Neues, dass Squier auch die Esquire baut. Wir hatten schon 2019 mal über ein Sondermodell berichtet. Damals war es noch eine Limited Edititon in Weiß – das aktuell angekündigte Modell greift die Idee auf und veröffentlicht die Ur-Fender-E-Gitarre als Classic Vibe 60s in drei ikonischen Farben mit Specs der 1960s.

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Squier Esquire Classic Vibe 60s

Wenn du an einem wirklich besonderen Modell der E-Gitarrengeschichte zum schmalen Kurs interessiert bist, dann ist die Squier Esquire Classic Vibe 60s etwas für dich. Zwar handelt es sich dabei um ein limitiertes FSR-Modell (Fender Special Run), es dürften aber genug Esquires für alle Interessierten da sein.

Der Natobody ist vorn wie hinten mit einem weißen Binding ausgestattet – eben 60s – und wird in Sunburst, Lake Placid Blue und Black lackiert. Dazu kommt ein Ahornhals mit C-Profil, Indischem Laurel-Griffbrett mit 9,5“ Radius und 21 Tall Narrow Nickelbünden ohne Binding, aber mit Vintage Gloss Lackierung an der Rückseite. Auch das Logo auf dem Headstock ist an das der „goldenen Zeit“ von Fender angelehnt.

Nur ein Tonabnehmer?

Die Besonderheit bei der Esquire ist allerdings der einzelne Pickup am Steg. Es ist der typische Tele Singlecooil auf der „Aschenbecher“ Grundplatte. Doch wozu ist der 3er PU-Schalter, der eigentlich mindestens 2 Tonabnehmer umschaltet? Wenn sich Squier an die Originalschaltung hält, dann ist das:

  1. Steg PU ohne Tone-Regler
  2. Steg PU mit Tone-Regler
  3. Steg PU + fixer Kondensator (imitiert Hals-PU Eigenheiten)

Der Rest der Hardware ist wie die PU-Platte durchweg Nickel-plated. Auch die Sättel für je 2 Saiten sind vernickelt und passen toll zu der Ästhetik der 1960er.

Preis und Marktstart

Wenn du damals die weiße Squier Esquire verpasst hast, bekommst du nun noch einmal die Chance auf ein wirklich interessantes Modell – und wie ich finde vor allem in Sunburst* oder Lake Placid Blue* ein Hingucker. Aber auch die Schwarze* wird mit Sicherheit ihre Fans finden.

Für 389 Euro eine der eher teureren Squier-Modelle. Dafür aber auch eines der besonderen E-Gitarren, die man nicht alle Tage sieht. Aber auch klanglich etwas unflexibler als spätere Modelle. In 2-7 Wochen ist sie laut Thomann lieferbar – es geht also zeitnah los.

Wir freuen uns auf die Tests.

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12 Antworten zu “Squier Esquire Classic Vibe 60s – FSR für Vintage-Liebhaber”

  1. otto sagt:

    Für Chinaware ziemlich teuer!Ohne Halspickup wirklich unflexibel.Natobody =Billigst Korpusholz!

    • claudius sagt:

      Da möchte ich mit einem Link in ein Forum antworten:

      https://www.musiker-board.de/threads/was-ist-nato.59748/#post-673120

      „Das ist einer dieser Quatsch Begriffe, dass sollte man sich klar machen. Denn als „echtes“ Mahagoni bezeichnet man das Amerikanische Mahagoni. Das ist aber völliger Quatsch, da man es nur als „echtes“ bezeichnet, weil’s zuerst unter dem Namen und in der Historie zwischen dem Holz handel unter dem Namen da war. Biologisch gesehen ist Mahagoni aber nur ein Sammelbegriffe für viele Holzarten. Wie schon ober erzählt besitzt Nato sowie African Mahagony, die gleiche Holzstruktur und ähnliches Gewicht. Das Tonverhalten ist auch ein ähnliches, in sofern sind’s auch Mahagoni Arten. Insofern gibt’s kein echtes mahagoni die sind alle echt, aber die bescheuerte, teilweise deutsche bezeichnung dafür ist einfach nur irreführerend.“

      Wenn es gut klingt, ist es doch völlig okay, Nato zu verwenden. :)

    • Klaus sagt:

      Das sollte sich inzwischen rumgesprochen haben, dass es aus „China“ Gitarren in recht unterschiedlicher Qualität gibt. Nur so richtig schlechte hab ich in letzter Zeit von dort nicht mehr gesehen.

      Die Holzsorte spielt bei „günstigen“ Gitarren so gut wie keine Rolle. Zum einen weil das insgesamt überschätzte wird, zum anderen weil das nur zum Tragen käme wenn alles andere in der Kette sehr hochwertig wäre. Isses bei dem Preis aber nicht … Einfache Brücke, simple Pickups, billige Potis und Caps in der Gitarre. Und bei dem Preis der Gitarre wahrscheinlich ein „günstiges“ Kabel in einen einfachen Amp mit billigem Speaker, am Ende noch mit einem digitalen Multieffekt fürn Hunnie davor. Da hört noch einer Feinheiten vom „Tonholz“?

      Aber es kann Rock’n’Roll rauskommen und das zählt doch? Die Dinger sind immer noch viel besser als der Müll mit dem wir in den 70ern anfangen mussten.

      Und dafür, dass da mehrere Margen drauf sind (Hersteller, Fender mit all dem Marketingkosten, der Hans T. und on top 19% für Mutti Staat) ist das schon erstaunlich. Harley Benton mit nur dem Hans seiner Marge ist dann halt noch günstiger …

      • claudius sagt:

        In China werden genau so iPhones gebaut, wie auch Billigstmist. China ist schon lange kein Garant für schlechte Qualität mehr – USA und Deutschland nicht für gute, nur sind da die Lohnkosten und je nach Anbieter Umweltschtz auf einem anderen NIveau.

        • Klaus sagt:

          Genau so isses! China hat große Fortschritte in den Arbeitsbedingungen und auch im Umweltschutz gemacht. War selbst schon dort und habe etliche Fertigungsbetriebe gesehen. Klar ist das noch ein Stück von unseren Standards in D entfernt, aber es wird permanent besser. Bedenklich ist, dass die Firmen von dort selbst wieder in noch günstigere Länder ausweichen (Vietnam z.B.), in denen die Standards noch niedriger sind.

          Am Ende muss jeder für sich entscheiden, ob er wirklich ein solches Produkt (das auch noch mit diesen Dreckscontainerschiffen um die halbe Welt gekarrt wird) haben muss. Oder er sich etwas aus der näheren Umgebung leisten kann (Polen, Tschechien, …), bzw. was gebrauchtes kauft, für das die Ressourcen schon einmal verbraucht wurden

    • Dave sagt:

      Zu dem einen Pickup sage ich mal nur:
      That Pedal Show – Our Guitars & Gear: Dan’s 1961 Gibson Les Paul Junior
      https://www.youtube.com/watch?v=0CORolxVmeY

      oder es geht auch Jazz:
      Day of Wine and Roses-Bill Frisell
      https://www.youtube.com/watch?v=gCibhce7vwQ

      Habe selber eine ähnliche Junior (glaube es war eine 61er) anspielen dürfen. Mehr bräuchte ich nicht.

      Zum Holz:
      Ein alter Bandkollege hat eine ELK Plexi Gitarre (Google mal ELK Acrylic guitar – ähnlich der mit dem schwarzen Schlagbrett). Diese Gitarre klingt einfach unglaublich. Und wirklich nicht nach Kunststoff.

  2. Siddartha sagt:

    Das Wichtigste an einer Gitarre, egal welcher Machart oder Preislage, ist, wie sie dem jeweiligen Player in der Hand liegt, ob der fret/nut/saddle/bridge job gut gemacht ist und wie die Pickups klingen. Das Griffbrettmadderioal spielt noch die Rolle, ob der Sound wolliger/wärmer oder heller (Maple) klingt. Die Verschraubung, falls vorhanden, sollte möglichst ohne Shims fest angezogen sein für maximale Ankoppelung. Erst danach kommt sowas wie Optik oder Korpusmadderioal. Sprich, auch die billigste Gitarre kann die teuerste schlagen, wenn die obigen Arbeiten top ausgeführt sind, was eben meistens bei billigen nicht der Fall ist. Aber auch bei Fender nicht, selbst bei um 1000 € muss man die Dinger nachbearbeiten. Da müssten die Hersteller echt mal ran und zumindest alle 1000 € Gitarren standardmäßig „plekken“. Der Unterschied zw. optimaler und mieser/hoher Saitenlage und dem daraus resultierenden Lerneffekt für die Finger des Anfängers sind ungefähr so, wie der Versuch, auf drei Rollen Rollschuh zu fahren. Irgendwie wird es gehen, aber da kann kein „Andy Summers“ bei rauskommen. Ein optimal eingestelltes Instrument schafft einfach beste Voraussetzungen und ist das Allerwichtigste fürs Gitarrespielen – da gehört die Kohle erstmal hin und die Gitarrenbauer und Plekker wirds freuen…

    • Siddartha sagt:

      Zusatz:
      Allerdings gibts auch da dann große Unterschiede. Wenn der „Gitarrenbauer“ aus ner Strat ne Sitar macht, weil er die Sattelkerben zu breit auffeilt oder nicht genug anschrägt z.B. Da kann man echt die Nerven verlieren… Gitarren richtig einzustellen, ist eine Kunst. Man kann nur hoffen, sie bleibt erhalten.

      Und zur Esquire: Geiles Modell! Die Urgitarre vor allen anderen Fenders halt. Auf youtube gibts Videos, die zeigen, wie hammer die klingen kann…

    • Dave sagt:

      „… wie der Versuch, auf drei Rollen Rollschuh zu fahren. Irgendwie wird es gehen, …“
      Super Vergleich! ;)

  3. Stephan sagt:

    Ich habe eine Squier CV Esquire 50s letztes Jahr gekauft. Die Gitarre ist absolut ihr Geld wert. Verarbeitung und Bespielbarkeit sind top. Der Sound ist erstaunlich gut und vielseitig. Klar kann man sich fragen, warum sie preislich höher liegt als die CV 50s Telecaster, aber es handelt sich um einen Special Run und wem sie zu teuer ist, braucht sie nicht zu kaufen. Und zum Thema China und Qualität: Als ich in den Achtzigern anfing, hieß es „Japan Schrott“, da galt nur made in USA als genehm. In den 90er kam dann Korea, da war das verpönt und Japan war top. Dann ging es weiter nach China und auf mal wurde Korea gefeiert. Dann Indonesien etc. Heute gelten Japan und Korea Modelle als Vintage und werden für mehr als den damaligen Neupreis gehandelt. Das kann ich alles nicht mehr ernst nehmen. In 20 Jahren ist made in China wahrscheinlich hip und vintage.

  4. Tom sagt:

    Übrigens Freunde der 6 Saiten,
    die Gitarre ist made in Indonesien, nicht China…..es ist egal wo sie gemacht ist, hauptsache gut verarbeitet. Ich habe eine ganze Fender Tele Sammlung (1 USA, 4 Japan, eine Squier CV 50s China und nun auch diese in Lake Placid Blue aus Indonesien….. insgesamt braucht sie sich wirklich nicht verstecken. Eine echt gute Gitarre und super verarbeitet, es gibt aber auch gar nichts auszusetzen. Ich werde vielleicht noch kompensierte Saitenführungen am Steg reinbauen….Hals könnte einen Tick kräftiger sein, aber das ist Geschmacksache. Pickup muss ich erstmal ausgiebig testen…

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