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oceanswift-formula-x für Scope

Oceanswift Formula-X für Scope  ·  Quelle: ocean swift

Der neue Synthesizer „Formula-X“ ist von Ocean Swift, einer von zehn Firmen, die für die SonicCore Scope-DSP-Plattform entwickeln (ehemals Creamware). Bekannt wurde SonicCore durch die Hardware-Synthesizer der ASB-Serie, Emulationen des Prophet-5 (Pro 12), Minimoog (Minimaxund Odyssey (Prodyssey) und natürlich des John Bowen Solaris. John Bowen ist als „Zarg“ auch Entwickler für diese Plattorm.

Der neue Hybrid-Synthesizer verfügt über additive, Wavetable und subtraktive Synthese. Besonderheit ist sein spezielles additives Konzept, das 8 Harmonische direkt als Fader darstellt. Weitere 8 werden als „Dissonance“ bezeichnet und lassen sich jeweils einzeln stimmen. Das vereinfacht die Bedienung deutlich gegenüber den starren Konzepten mit 64 oder 128 Obertönen, man kann hier auch „schrägere“ Klänge erzeugen. Wavetable- und Additive-Synthesizer haben im Allgemeinen eine Schwäche bei sehr geräuschhaften, metallischen und schwebungsreichen Klängen, da man dafür eben jene Zwischenfrequenzen benötigt. Beim klassischen Hardware-Synthesizer K5000 von Kawai wurde dieses Problem durch 6 gegeneinander verstimmbare Schichten von je 64 Harmonischen angegangen. Dadurch kam man aber nicht so direkt wie hier zu jenen „schrägen“ Tönen.

Zu dieser Idee kommt noch eine einfache FM zwischen den beiden Oszillatoren und die Wavetable-Synthese, die ohnehin stets auf additiver Synthese aufbaut (wie U-HEs Zebra sehr gut beweist). Zwei Filter, zwei LFOs und diverse Effekte ergänzen das Ganze. Die Oszillatoren besitzen noch einige spezielle Parameter wie Crisp und Comb, die aufgrund der additiven Natur der Synthese möglich sind. Mit diesem neuen Synthesizer lassen sich bestimmt deutlich schneller „handgemachte“ real-digitale Klänge mit additivem Charakter herstellen als bisher!

Die Scope-Plattform ist seit der Übernahme durch SonicCore nicht mehr auf dem Mac erhältlich, sondern exklusiv für Windows 7 und höher ausgelegt.

 

Preise und Verfügbarkeit

Der Formula-X kostet bis 20. September 99 Euro, danach 117 Euro.

Mehr Informationen: sonic-core.net

 

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