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So kann der selbst gebaute Sampler am Ende aussehen  ·  Quelle: Youtube / Samplerbox

Das Schema: Nicht hübsch, aber ausreichend  ·  Quelle: samplerbox.org

Der Raspberry PI ist ein lüfterloser PC, der aufgrund seiner einfachen Ansteuerung und Flexibilität mittlerweile über eine riesige Fan-Gemeinde verfügt. Seit Erscheinen sprießen nicht nur ähnliche PC-Systeme aus den Boden, sondern auch die verschiedensten Anwendungsgebiete für den Mini-PC. Selbst bei mir steht einer als Media Center im Wohnzimmer und streamt das Internet in HD auf mein TV. Aber da geht noch mehr.

Die Seite samplerbox.org hat eine Art Workshop veröffentlicht, in dem der Raspberry PI als Sampler eingesetzt wird. Mit einem handelsüblichen MIDI-Keyboard (auch USB-MIDI) steuert man die kleine Kiste an. Die WAV-Samples selbst sind auf einer zweiten SD-Karte abgelegt und können einfach in einen Ordner kopiert werden und werden somit als Sample erkannt. Wie genau das funktioniert, kann man in den FAQ nachlesen.

Damit die ganze Idee umsetzbar wird, braucht man allerdings noch ein paar extra Bauteile, die man aber dank der einfachen Erweiterbarkeit des Raspberrys schnell angeschlossen hat. Auch ohne zu löten. Die Kosten für die Extrateile belaufen sich auf circa 60 Euro. Mit dem Raspberry, dessen Preis sich je nach Modell zwischen 20 und 40 Euro bewegt, hat man dann einen echter Sampler für rund 100 Euro. So preiswert kommt man sonst nicht an einen Sampler, mit dem man völlig frei hantieren darf. Wer handwerklich begabt ist, kann sich mit einer Vorlage noch ein Gehäuse drumherum bauen.

Nerd-Facts: Es wurde mit den Modellen A, B und B+ erfolgreich getestet, der neue PI 2 wurde noch nicht vom Hersteller getestet. Es sind bis zu 128 Stimmen gleichzeitig abspielbar, er unterstützt unterschiedliche Velocity, die Latenz vom Tastenanschlag bis zum Line-Signal beträgt 11,6 Millisekunden. Nicht unbedingt super, aber gerade noch im spielbaren Rahmen. Der kleine Rechner ist in acht Sekunden hochgefahren und einsatzbereit.

Mehr zum Projekt: samplerbox.org