Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
RME Fireface UCX II

RME Fireface UCX II  ·  Quelle: RME

RME kündigt Fireface UCX II an. Das neue USB-Audiointerface und lang erwartete Update des UCX kommt mit einer satten Feature-Liste. Da bleiben eigentlich nicht viele Wünsche offen. Beim Standalone-Betrieb ist nicht mal mehr ein Rechner notwendig.

RME Fireface UCX II

In dem Fireface UCX II steckt so viel drin, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Der Hersteller selbst bezeichnet es kurz und zackig als „40-Kanal portables USB Audio Interface“.

Okay, das mit den 40 Kanälen schauen wir uns mal als erstes an. Insgesamt gibt es hier acht analoge Eingänge. Zwei davon sind an der Frontseite als Kombibuchse für XLR/Klinke ausgelegt und eigenen sich für Mikrofon-, Line- und Instrumenten-Signale. Dazu kommen zwei Klinkeneingänge für Instrumente. Auf der Rückseite warten weitere vier symmetrische Klinkeneingänge für Line-Signale. Weiterhin gibt es da sechs symmetrische Klinkenausgänge (hinten) und einen Kopfhörerausgang (vorne). Ach, die Ausgänge sind übrigens DC-gekoppelt (DC-coupled) und eigenen sich so zum Beispiel für die Ansteuerung von Modular-Equipment über CV/Gate.

Die restlichen Kanäle stehen digital zur Verfügung. In dieser Hinsicht ist UCX II sehr gut bestückt. Neben ADAT bekommt ihr AES/EBU und S/PDIF. Außerdem gibt es einen schaltbaren Ein-/Ausgang für Wordclock. SteadyClock FS heißt die auf Femto-Clock basierende Clock- und Jitter-Unterdrückungs-Technologie von RME. Und die liefert das Interface natürlich auch.

Auch im Jahr 2021 freuen wir uns immer noch über klassische MIDI-Anschlüsse. Jeweils Ein- und Ausgang dafür findet ihr auf der Rückseite. Danke dafür!

RME Fireface UCX II

RME Fireface UCX II

Kein Rechner für Aufnahme notwendig

Über USB 2.0 funktioniert der Anschluss an den Rechner. Es gibt dafür zwei Modi: USB2 und Class Compliant. Aber es geht auch ganz ohne Computer. Denn der zweite USB-Anschluss eignet sich für DURec und verwandelt das Interface so in einen Digitalrekorder für alle Ein- und Ausgänge. Dann benutzt ihr USB-Sticks oder Festplatten mit bis zu 2 TB Speicher für die Aufzeichnung. Der interne DSP kümmert sich um die Aufnahme und Wiedergabe. Fireface UCX II kann also ebenfalls als mehrkanaliger Live-Player dienen. Klasse! Der interne Speicher erlaubt die dauerhafte Speicherung von sechs verschiedenen Einstellungen des Gerätes. Die Bedienung geschieht über Drehregler und ein paar Buttons an der Frontseite. Das hochauflösende Farbdisplay soll dabei immer für Übersicht sorgen.

Der DSP-Mixer TotalMix FX sowie der DIGICheck Analyzer (Software-Toolbox zum Testen, Messen und Analysieren digitaler Audio Signale) gehören zum Lieferumfang. TotalMix FX ersetzt bei Bedarf einen externen Mixer und ermöglicht latenzfreie Monitor-Mixe mit zusätzlichen Effekten für beliebige Ausgänge. Dazu gehören auch die Hauptmonitore oder individuelle Kopfhörer-Mixe. Und auch TotalMix Remote funktioniert selbstverständlich mit dem Interface.

Verfügbarkeit und Preis

Bereits ab Juli 2021 soll RME Fireface UCX II ausgeliefert werden. Rechnet mit einem Preis um die 1300 Euro. Weitere Infos und sämtliche technischen Daten findet ihr auf der Website des Herstellers.

Weitere Infos

Videos

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

13 Antworten zu “RME Fireface UCX II: Ein USB-Audiointerface zum Träumen”

  1. Bernie sagt:

    Klasse! Ich rufe gleich mal einen Bankberater an. Och ne, nehme doch lieber was von der Konkurrenz zu 1/4 des Preises.

    • dflt sagt:

      und in einem jahr kaufst du dann ein neues interface, da die treiber nicht mehr auf neueren rechnern und betriebssystemen laufen… rme (und der damit einhergehende support) hat schon seine berechtigung.

    • Philipp sagt:

      Ich habe viele Interfaces gehabt und nutze jetzt schon seit mehreren Jahren RME. Egal ob Focusrite/MOTU/M-Audio etc…. RME ist und bleibt das beste.
      Treiber TOP! TotalMix! Made in germany!
      Als Windows 10 veröffentlicht wurde RME Treiber für Produkte bereit gestellt die älter als 10 Jahre waren. Bei Motu habe ich unter Windows 10 einen Treiber bekommen der 3 Jahre alt war und extrem buggy war. Trotz Supportanfrage wurde daran nichts geändert. Wer einmal RME gekauft hat kauft nie wieder etwas anderes.

    • Horst sagt:

      Beim Boxenkauf und Audiointerface sollte man echt nicht sparen. Da kauf ich lieber einmal und habe dann Jahrzehnte ruhe. Man hört mehr und hat Freude am Klang.

  2. mosonic sagt:

    Kurz nachgefragt: Ihr schreibt *Auf der Rückseite warten weitere sechs symmetrische Klinkeneingänge für Line-Signale. *

    Ich sehe da aber nur 4 Line-Inputs.

    Und dann habe ich noch eine Frage: Wofür brauche ich bei einem Audio-Interface sechs Line-Ausgänge? Damit ich das an ein Mischpult weiterleiten kann? Mir erschließt sich das gerade nicht.

    • Dirk B. sagt:

      Richtig, sind nur vier. Ich war schon mit den sechs Outs beschäftigt, als ich das geschrieben habe :)
      Zu den Ausgängen:
      Du könntest damit zum Beispiel direkt mehrere Monitore füttern oder wie du gesagt hast, diese wieder auf einen Mischer legen. Oder externe Hardware (z.B. Effekte integrieren). In der Praxis gibt es eigentlich viele mögliche Anwendungen dafür. Nur zwei Outs wären mir zu wenig.

    • dflt sagt:

      bei mir sind alle 16 outs am fireface (inkl. adat) belegt. und eigentlich sind es noch zu wenige… 2x Lautsprecher, 2x xpressor als wichtigster hardware-comp, 2x pacthbay für alle anderen effekte und 8x an den boss bx8 für distortion (und hier hängen auch nochmal effekte dran).

    • Torsten E. sagt:

      Zwei Szenarien auf den ersten Blick:

      Im Studio: Ausgänge für mehrere Lautsprecherpaare und externen Kopfhörerverstärker. Oder zum Einschleifen externer Effektgeräte.

      Live: Ich benutze Cantabile als Host, um VST-Instrumente live zu spielen. Ich schicke typischerweise drei Stereopaare zum Mischpult: Keys, Gitarre und Pausenmusik (die kommt auch von meinem Musikrechner). Damit gehen 6 Kanäle von meinem Interface zum Mixer.

    • Patrick sagt:

      Außerdem erlauben Dir ein paar Ausgänge mehr ein extrem flexibles Routing auch im DJ Bereich (z.B. wenn Du neben einer DJ Software noch Maschine oder Ableton laufen hast), um (Aux) Ausgänge wieder in den virtuellen Mischer zu routen. Ich hab aktuell 8 Ausgänge, die ich alle nutze, zum Teil für externe Effekte, zum Teil aber auch um Signale direkt wieder auf Inputs zu schleifen.

  3. dflt sagt:

    na, auf der rückseite sind aber auch nur 4 analoge inputs;)
    ich bin auf jeden fall sehr glücklich mit meinen fireface uc. gibt zum glück kein bedürfnis für ein upgrade.

  4. Sven sagt:

    Bin ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht, dass RME noch immer bei USB 2.0 verharrt. Der Vorgänger bot zusätzlich FireWire, das hat man nun ersatzlos gestrichen, da hätte ich mir stattdessen Thunderbolt 3 gewünscht. Ein kompaktes Interface wie das UC/UCX oder Babyface Pro – gern auch bus-powered – mit Thunderbolt 3 würde ich sofort kaufen.

  5. Horst sagt:

    geiles Teil, aber warum nur USB2? Zukunftsweisend ist das nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.