Making Sound Machines Plinky 12: 3 inspirierende Touch-Synthesizer in einem
Making Sound Machines Plinky 12 ist ein einzigartiger Touch-Synthesizer mit austauschbaren Bedienfeldern und einer polyphonen, samplebasierten Sound-Engine. Welcher Plinky-Typ bist du?
Plinky 12
Making Sound Machines Plinky 12
Mit dem ebenso innovativen wie sympathischen Touch-Synthesizer Plinky gelang dem Entwickler Alex Evans alias mmalex im Jahr 2021 ein Sensationserfolg. Später übernahm Making Sound Machines aus Düsseldorf die Herstellung und den Vertrieb. Aus dieser Kooperation entstand nun die nächste Stufe des Plinky-Projekts. Plinky 12 hat zwar immer noch ein Touch-Interface, aber das Konzept wurde deutlich weiterentwickelt. Und du kannst sogar deine eigenen Ideen umsetzen!
Das Konzept
Fangen wir mit der Hardware an, die bei allen drei Varianten identisch ist. Plinky 12 ist 12 × 12 Zoll groß und 12 mm dick – daher wohl der Name. Das quadratische Touch-Bedienfeld ist austauschbar; dafür musst du lediglich ein paar Schrauben lösen. Die Bedienfelder sind separat erhältlich, sodass du den Synthesizer nur einmal kaufen musst und ihn jederzeit in eine der anderen Varianten verwandeln kannst.
Die Hardware basiert auf einem RP2350-Mikrocontroller mit 512 kB RAM. Unterhalb der Touch-Oberfläche befinden sich 16 × 16 druckempfindliche Pads mit RGB-Beleuchtung. Ein SD-Kartenslot dient zum Laden und Speichern von Presets, Samples und Songs.
Stichwort Samples: Auch bei der Klangerzeugung gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den drei Varianten. Alle drei verfügen über eine polyphone, samplebasierte Sound-Engine, die „Samples in eingefrorene Wavetables verwandeln“ kann. Jedoch ist sie je nach Version etwas anders strukturiert.
Plinky 12 Chords
Chords ist ein polyphoner Touch-Synthesizer mit drei Parts (Bass, Treble, Melody), mit dem du intuitiv Akkorde und Melodien erstellen kannst. Die 12-stimmige Polyphonie verteilt sich auf je sechs Akkord- und Melodiestimmen. In 13 Paletten stehen je 45 Akkordvarianten zur Verfügung, die du miteinander kombinieren und zu Kompositionen zusammenfügen kannst. Das Touch-Feld lässt sich auf vier verschiedene Weisen konfigurieren: als chromatische oder skalenbasierte Tastatur, als Akkord-Palette oder als Sammlung miteinander verwandter Akkorde. Auch ein X/Y-Pad zum Modulieren und Morphen zwischen Sounds steht zur Verfügung.

Darüber hinaus bietet Chords einen polyphonen Arpeggiator mit 32 Patterns zu je 16 Steps sowie einen Sequencer mit 128 Steps. Auch eine Effektsektion mit Tape Delay und Shimmer Reverb ist enthalten. Über den Audioeingang lassen sich auch externe Signale bearbeiten. Plinky 12 Chords kann auch als MIDI-Controller für externe Synthesizer genutzt werden.
Plinky 12 Toadstep
Toadstep entstand in Kooperation mit dem Eurorack-Entwickler Toadstool Tech. Dahinter verbirgt sich ein MIDI- und CV-Sequencer mit vier Tracks. Dank der internen Sounds kann Toadstep auch als Groovebox genutzt werden. Laut Making Sound Machines ist der Sequencer stark vom RYK M185 und dem davon abgeleiteten Intellijel Metropolis / Metropolix inspiriert, erweitert das Konzept aber um eigenständige Ideen.

Mit Funktionen wie Velocity, einstellbarer Gate-Länge, Step Repeat, Ratcheting, Slides, Wahrscheinlichkeit und Zufall lässt der Sequencer variantenreiche Patterns entstehen. Externe Instrumente können über CV oder MIDI gesteuert werden. Alternativ kannst du die interne Sound-Engine nutzen. Auch das X/Y-Pad und die Effekte sind enthalten.
Plinky 12 Blocks
Plinky 12 Blocks wurde vom Plinky-Erfinder mmalex entwickelt. Diese Oberfläche teilt sich in einen Bereich mit sechs „Saiten“ auf der linken Seite und einen Clip-Launcher mit X/Y-Pad im rechten Bereich. Damit kannst du die interne Sound-Engine polyphon spielen. Jeder Clip kann eine polyphone Sequenz mit 128 Steps mit Mutes, Shuffle und Step-Wahrscheinlichkeit enthalten.

Das Panel ist nahezu frei von Beschriftungen, weshalb es sich auch bestens zum Umsetzen deiner eigenen Ideen eignet. Dafür ist ein webbasierter Code-Editor geplant. Über eine Programmierschnittstelle kannst du auf die Hardware-Features wie die Synthese-Engine, die Effekte, MIDI- und CV-Verbindungen und die Touch-Oberfläche zugreifen und sie in deine Eigenentwicklungen einbinden. Spannend!
Preis und Verfügbarkeit
Making Sound Machines wird Plinky 12 auf der Superbooth 26 offiziell vorstellen. Die Auslieferung ist für Sommer 2026 geplant. Der Preis steht noch nicht fest, soll aber „so günstig wie möglich“ ausfallen.

