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Synthesizers.com Q106 Oszillator

Synthesizers.com Q106 Oszillator  ·  Quelle: Synthesizers.com

„Dotcom“ ist einer der bekanntesten „Moog-Größen“-Lieferanten für das 5 HE-Format. Die Module sind faktisch eher konservativ, aber auch sie entwickeln sich weiter für klassische Systeme. 

Der Oszillator Q106 ist eine Weiterentwicklung des Vorgängers. Der benötigte einen Seitenanbau, um alle Schwingungsformen gleichzeitig abgreifen zu können. Das „normale“ Modul ohne Expander hatte einen Wahlschalter, der eine der sechs angebotenen Schwingungsformen an einem Ausgang bereitstellte. Nun werden fünf Schwingungsformen direkt gleichzeitig ausgegeben. Zusätzlich kann man einen Typ wählen und diesen positiv und negativ ausgeben. Das ist Luxus.

Q106 mit Softsync

Die anderen Bedienelemente rutschten etwas mehr zusammen. Sehr ungewöhnlich ist nach wie vor die Möglichkeit des Softsyncs mit einem anderen Oszillator. Die Synchronisationsintensität kann stufenlos eingestellt werden und hat zusätzlich einen klassischen Hard-Sync-Anschluss. Auch bei Kompaktsynthesizern ist das eher selten. Bekannter Vertreter sind hier der Oberheim Matrix-6 und der extrem merkwürdige Sync des Roland SH-7.

Softsync erlaubt faktisch nicht jede, sondern einige der Schwingungen neu zu starten und erhält daraus eine Mischung aus dem sehr schneidenden Sound und keiner Synchronisation. So ist der Charakter nicht so schneidend-typisch und für Bässe mit Charakter gut geeignet.

Das Modul hat noch einen Gleichstrom/Wechselstrom-Abgleich an Bord sowie Pulsbreitenmodulation. Der Oszillator kann auf „Lo“ gestellt werden, um als LFO zu dienen. Das kennt man schon von Moog, diese Idee reicht aber nicht in total niedrige Bereiche, sondern ist eher im „Notfall“ als LFO verwendbar. Auch die Ansteuerung hat einen eigenen Abschwächer und DC/AC-Schalter. Sicher ist dies noch immer ein klares Ostküsten-Modul ohne Serge/Buchla-Elemente, aber es ist sehr vollständig.

Das Modul ist für $225 erhältlich und direkt bei Synthesizers.com bestellbar. Es wurde so abgeändert, weil die Nutzer dies als Bitte an Roger Arrick, den Macher hinter „Dotcom“, herantrugen. Man sollte nur beachten, dass noch Zollgebühren, Einfuhrumsatzsteuer (19%) und Transport hinzukommen. Dann ist man mit irgendwas zwischen 270 – 290 Euro aber noch immer bei einem guten Angebot, denn die Preise sind und waren immer sehr moderat.

Es gibt auf der Site mehrere Video-Demos

Sync klingt so

 

und mit wenigen Modulen hat man die Anmutung eines Moog-Systems, so ein bisschen zumindest.

Aus dem Oszilloskop sehen die Schwingungsformen folgendermaßen aus:

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