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Die verschiedenen "Views" der App Fader  ·  Quelle: touchfader.com

Fernsteuerung per Touch ist immer weiter auf dem Vormarsch. Da liegt es nur nah, dass hier immer mehr Apps für Smartphones auftauchen. Nick Brandes stellt für Apples iPhone die App „Fader“ vor. Besonderheit ist die Kompatibilität zu vielen DAWs: Avid Pro Tools, Apple Logic und Ableton Live.

Die Oberfläche ist klar strukturiert und benötigt eigentlich kein Handbuch zum Einstieg. Man sieht in der App immer eine Spur mit folgenden Einstellmöglichkeiten: Fader für Panorama und Lautstärke, Mute-, Solo- und Record-Ready-Knopf. Direkt darunter die Lautstärkeanzeige, gefolgt von eine riesigen Jog-Wheel (in der Jog Wheel Ansicht), mit dem man durch die Zeitleiste spulen kann. Ganz unten befinden sich die DAW-Steuerknöpfe für Play, Pause, Vor- und Zurückspulen und natürlich der Record-Start Knopf.

Über den trackspezifischen Steuereinheiten befindet sich der Trackname, der per Wischgeste nach links und rechts auf die umliegenden Spuren schaltet. Ganz oben ist nochmal der aktuelle Timecode als Zeit oder Beat anzeigbar. Die Ansicht lässt sich aber auch auf Fader View umschalten, sodass es mehr nach einem Mixerstrip aussieht. Mittels der Utility Ansicht kann man mit einem Steuerkreuz auch durch die DAW (Tracks und Menüs) navigieren.

Großer Nachteil ist, dass man keine echte Mixeransicht mit mehreren Tracks möglich ist. Das geht bei kleinen Projekten vielleicht noch gut, wenn es aber 10 oder mehr Spuren werden, ist der Vorteil der Fernsteuerung per Smartphone schnell dahin und ich würde mich nach Alternativen oder einer Bluetooth-Tastatur umsehen.

Dafür unterstützt Fader drei Protokolle: HUI, Logic Control und Mackie Control. Damit ist man nicht nur auf die genannten DAWs beschränkt. Vom Hersteller gibt es aber nur Support und Anleitungen für die drei Genannten. Verbunden wird die App über WLAN in ein Bonjour-Netzwerk. Für den PC gibt es vom Hersteller auch einen Link zu dem Programm rtpMIDI, das vermutlich die Bonjour-Funktion für einen PC möglich macht.

Nick Brandes Fader kostet im Apple App Store 9,99 Euro (bzw. USD). Mir wäre das für die unkomfortable Steuerung per Smartphone-Display zuviel, aber vielleicht sucht der eine oder andere ja genau nach so einer App. Das GUI ist für mich auf jedenfall das bisher Ansprechendste im Vergleich zu ähnlichen Apps. Als Voraussetzung wird mindestens iOS 7 auf iPhone, iPad oder iPod Touch genannt.

Mehr Infos dazu gibt es auf der Seite des Herstellers.

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