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iz session daw ardour

iZ Session - ein Aufsatz auf eine andere DAW  ·  Quelle: iZ Corp / Sonic State

Auf der NAMM passiert so einiges, aber mit einer neuen DAW habe ich nun nicht gerechnet. Sie nennt sich iZ Session und wird vom Hersteller des RADAR DAW-Systems programmiert.

Radar ist ein in sich geschlossenes System, basieren auf Windows Hard- und Software, das als Recording- und Mischplattform zum Einsatz kommt. Es wird von der iZ Corp. Entwickelt und gebaut. Nun gibt es auch eine hauseigene DAW … zumindest fast.

Schaut man mehr als einmal hin, erkennt man sofort, dass es sich nicht wirklich um eine eigene Entwicklung handelt, sondern um einen Aufsatz auf die Open Source DAW Ardour 5 – so macht das auch schon Harrison mit Mixbus 3 und Mixbus 32c.

IZ Session ändert im Gegensatz zu Mixbus aber nicht sehr viel. Ob dem Open Source Gedanken hier etwas zurückgegeben wird, kann ich zum momentanen Zeitpunkt nicht sagen. Im Editorfenster wurden ein paar Grafiken ersetzt, etwa die Knöpfe für Play, Stop etc. Es kommt eine Touch Funktionalität dazu, die man allerdings erst mit einer erweiterte Version freischaltet.

Insgesamt drei Versionen werden angeboten:

  1. iZ Session
  2. iZ Session Plus – inkl. Remote Software für Smartphone, Tablet und Web Browser übers Netzwerk
  3. iZ Session Pro – 10-Punkt Multi Touch kommt dazu

Die Preisspanne reicht von 295 USD bis 795 USD – nicht gerade wenig für vergleichsweise wenige Änderungen am Ur-Ardour (nach jetzigem Stand). Wenn es aber eine 100% stabile Lösung ist, warum nicht. Auch andere DAWs basieren auf Ardour, sie zeigen es nur nicht so stark wie iZ Session oder Mixbus.

Eine Produktseite konnte ich noch nicht auf der Homepage finden. Es gibt aktuell nur dieses eine Minibild, das ich euch oben in die Galerie gepackt habe. Mal sehen, ob die Nachricht bald noch mehr Wellen schlägt.