von claudius | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Microsoft Surface Book Detachable Front Laptop

Ist das neue Detachable Notebook von Microsoft die Zukunft?  ·  Quelle: Youtube / Surface

ANZEIGE

Gestern Abend/Nacht hat Microsoft ein paar neue Produkte vorgestellt. Darunter das Surface Book. Zuerst dachte ich, dass es ein weiterer Abkömmling der Surface-Serie mit „neuer“ Displaygröße sei, aber dann „hebt“ das Display im Video ab. Die Youtube-Kommentare haben nicht unrecht damit, dass Microsoft hier einen ziemlich großen Wurf gelandet hat – und die Innovation liefert, die man „früher“ Apple nachgesagt hat. Gerade für PC-Musiker ist das neue Detachable-Notebook ein erster Schritt in eine echt coole Zukunft.

ANZEIGE
ANZEIGE

Was steckt alles drin? Neben dem Multi Touch Bildschirm mit 276 DPI und einer Auflösung von 3000×2000 px (3:2 Seitenverhältnis) steckt Microsoft einen Intel i-Core Prozessor (Skylake Generation, Quad Core) in das Magnesium Gehäuse. Die integrierte Grafikeinheit versorgt das Teil im Tablet-Betrieb mit Grafik. Arbeitsspeicher ist wählbar von 4 bis 16 GB und der Massenspeicher ist mit bis zu 1 TB Flash angegeben.

Steckt man es an die mitgelieferte Tastatur, wird es zu einem echten Laptop mit dedizierter NVidia Geforce Grafikeinheit (nicht verlötet) und man bekommt zusätzliche USB3 Anschlüsse, Mini Displayport, SD-Kartenleser und einen Docking-Anschluss. Grob gesagt: Es ist  IMHO der erste perfekte Begleiter für mobile Musiker, die ihr Arbeitsgerät in den eigenen vier Wänden dann einfach als echten Laptop bzw. Desktopersatz mit Tastatur, externem Bildschirm und ordentlich Power einfach weiter betreiben können. Genial.

Das ist genau das Teil, auf das ich schon so lange von Apple warte – und bisher nicht bekommen habe. Leider sind die Damen und Herren unter Cooks Führung so damit beschäftigt, ihren iOS-Fuhrpark mit immer größeren Displays und neuen CPUs auszustatten, anstatt mal wieder wirklich neue Sachen zu entwickeln. Die Desktop-Macs werden auch immer langsamer: Der Mac Mini 2014 ist ein grandioser Rückschritt zum 2012er Modell, der iMac ist im Prinzip Laptop-Hardware mit tollem Display und die Macbook Pros sind nicht mehr die Spitzenprodukte, die sie bei Apple einmal waren. Der Mac Pro ist auch schon wieder fast 2 Jahre ohne Update. Gefühlt bekommt man bei Apple „veraltete“ Hardware zu saftigen Preisen. Ja, die Preise waren zwar noch nie günstig, aber in der Vergangenheit relativ fair, gerade bei Neuerscheinen. Das kann ich von deren heutigen Produkten nicht mehr behaupten. Deswegen hatte ich mich auch mit alternativen Betriebssystemen wie Linux oder dem Hackintosh beschäftigt. Vielleicht wird es ja irgendwann doch ein Windows-Unterbau bei mir?

Preislich ist das Surface aber auch nicht gerade günstig: Das Topmodell mit 16 GB RAM und 512 GB Flashspeicher steht aktuell bei 2700 USD, das Startermodell geht bei knapp 1500 USD los. Bei Apple kostet das (15“) Topmodell vom Macbook Pro mit ähnlicher Ausstattung (und älterem CPU) 2500 USD. Ich bin gespannt, ob Apple die Herausforderung annimmt und sich mal wieder wirklich hinter die Entwicklung der Computer setzt. Microsoft meint von sich, dass ihre neuen Modelle doppelt so schnell wie die MBPs sind …

Mehr Infos: Microsoft Surface

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

ANZEIGE
ANZEIGE

8 Antworten zu “Microsoft ist jetzt das, was Apple einmal war!”

  1. Monoteur sagt:

    ich stimme komplett zu…nur schade, dass Microsoft’s Pete Brown noch nicht so weit mit Windows 10 ist und das neue Midi API und die Thunderbolt Anbindung fertig hat…

    • gearnews sagt:

      Na, es muss ja immer etwas Luft nach oben sein. ;)
      Ich glaube, TB wird bei Windows nie wirklich effektiv auf Kernelebene Einzug halten.

      • Monoteur sagt:

        Laut Pete Brown arbeiten die dran, daß TB auf Windows kommt. Das Problem mit TB ist, daß es PCI ist und man dadurch von „Aussen“ direkt auf den RAM zugreifen könnte. Also ein Sicherheitsproblem. Das muss Microsoft noch beheben und dann werden die wohl TB unterstützen…

  2. simbär sagt:

    hm… neu ist das aber auch nicht wirklich, tastatur mit abnehmbaren tablet… die angabe doppelt so schnell ist unsachlich, da kein konkretes modell genannt wird.

    ich verstehe auch das argument mit veraltet nicht. im grunde wird immer gejammert und gemault. gibt jedes jahr updates, neuerungen passt es nicht, gibt es mal zwei, drei jahre nichts neues ist es gleich veraltet. als ob man mit einem zwei, drei jahre alten gerät nicht mehr arbeiten könne, als ob es deshalb nichts mehr wert ist und gleich um die hälfte günstiger sein müsste… nichts für ungut, aber in letzter zeit häufen sich halt solche kommentare… wird darüber eigentlich noch nachgedacht?

    und die preisdiskussion verstehe ich genauso nicht. entweder ich brauche ein apple gerät oder nicht. wenn ich es brauche, dann werde ich es kaufen, wenn nicht dann nicht. genauso gut könnte ich mich zb. über uad beschweren, zu teuer usw. hier gilt das gleiche… entweder ich brauche es, dann kaufe ich es oder eben nicht.

    übrigens… bei der überschrift dachte ich sofort… „geht es microsoft so schlecht?“…

    und… es ist ein komisches verhalten, etwas toll zu finden, was man weder gesehen noch getestet hat. aber so ist das halt… wie die lemminge fallen die menschen auf die marketing sprüche der konzerne rein…

    • gearnews sagt:

      Das geile ist aber, dass die Tastatur mehr als nur Tastatur ist, sondern auch Dock mit mehr Anschlüssen und verbauter Graka. Das könnte man zukünftig mit RAM und Festplatten weiterspinnen.

      Und nicht-Apple Computer werden nach einiger Zeit preiswerter, weil „veraltete“ Technik drin steckt. Klar, kann ich auch mit meinem 2008er MBP arbeiten, aber das Argument zieht nicht wirklich.

      • simbär sagt:

        umso ärgerlicher, wenn man die tastatur mal liegen lässt… :-D

        warum die tastatur als dock dient ist dem geschuldet, dass das tablet außer dem klinkenstecker keinen anschluss hat… dh. ohne tastatur bist du connectivity-mäßig verloren. wahrscheinlich musst du das tablet zum laden auch in das dock stellen…

        wie gesagt, asus hat es zb. mit dem transformer book schon vorgemacht…. also sachlich betrachtet weder neu noch innovativ.

        natürlich zieht das argument nicht, es ist ein unterschied, ob man von tatsächlich veralteter hardware spricht (2008) oder von vermeintlich veralteter (2013). ;-)

        • gearnews sagt:

          Gut, der Vergleich war etwas krass gewählt. In der Computer-Welt sind zwei Jahre aber schon eine krasse Zeitspanne, in der sehr viel passiert bzw. passieren kann. Und am Beispiel MacMini sieht man gut, wie Apple gerade eine Zielgruppe gekonnt vergrault, um ihren teureren Modellen zu mehr Absatz zu verhelfen. Aber vielleicht sehe ich das auch nur so verbissen, weil ich auf einen potenten 2012-Nachfolger gehofft hatte. Die Preise für die MBP mit Dual Core i5 sind auf jeden Fall auch überzogen, wenn man es an der Hardware festmacht. Mein 2015 MBP 13″ Retina hat im OS geruckelt – da musste ich kurz schlucken und hab es sofort wieder eingeschickt.

          Transformerbooks gibt es schon, da hast du Recht, aber das mit der erweiterten Hardware ist afaik neu. Bisher war es ja immer nur eine Tastatur, oder irre ich?

          • simbär sagt:

            auch da gibt es schon länger von asus zb. das ep tastatur dock für das eeepad… bringt zwei zusätzliche usb ports und einen sd-kartenleser… kommt einem doch bekannt vor… :-D außerdem verlängert es durch den zusätzlich eingebauten akku die laufzeit auf ca. 16 h… auch zwei grafikchips in einem laptop sind nicht neu… persönlich halte ich gar nichts von so transform-geräten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.