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Lightning Boy Audio TI Box

Lightning Boy Audio TI Box  ·  Quelle: Lightning Boy Audio

Lightning Boy Audio TI Box

Lightning Boy Audio TI Box  ·  Quelle: Lightning Boy Audio

Lightning Boy Audio zeigt mit TI Box eine passive DI-Box, die das eingehende Signal mit einer Vintage-Färbung wieder herauskommen lässt. Das ist nicht unbedingt das, was viele von einer DI-Box erwarten, aber vielleicht trotzdem begrüßen. Denn manchmal ist es ja sehr schön, wenn schon eine gewisse „Andickung“ stattfindet.

Lightning Boy Audio TI Box

Lightning Boy Audio, kurz LBA, machen sehr interessantes Boutique-Zubehör. Neben ein paar Effekten für Gitarre stehen auch Preamps und Sachen wie der LBA 2020 Transformator auf dem Programm. Und gerade Übertrager sind wohl ein Steckenpferd des Lead Designers Mike Congilosi.

In der TI Box kommt dessen Philosophie besonders zum Ausdruck. Denn warum eine „langweilige“ DI-Box bauen, die möglichst neutral das eingehende Signal durchlaufen lässt? Es kann ja auch mit einer schönen Färbung wieder herauskommen, mit mehr Obertönen und ordentlich Gain. Damit wird aus dem sonst eher nicht besonders aufregendem Studiowerkzeug gleich eine Art Effekt.

Klar, die Grundaufgaben einer DI-Box erledigt das Gerät natürlich weiterhin. So findet ihr einen Button für Ground Lift und einen für Phase Invert, der Ausgang ist selbstverständlich mit XLR bestückt. Neben dem Klinkeneingang für das unsymmetrische Eingangssignal ist auch eine Buchse für Bypass vorhanden. Die passive Box gibt laut Hersteller das Signal um 4,6 dB lauter aus als vergleichbare Geräte.

Lightning Boy Audio TI Box

Lightning Boy Audio TI Box

Aber dies Ding heißt eben TI Box – und das steht für „Thicker Injection Box“. Der speziell angefertigte LBA-MC15 Transformer sorgt nämlich nicht nur für mehr Gain, sondern auch für ein harmonisch angereichertes Signal. Dessen Sound beschreibt der Hersteller als „vintage“, mit etwas mehr Subbass, dominanteren Mitten und etwas weicheren Höhen. Der Frequenzgang bleibt aber trotzdem flach, sagt der Hersteller.

Ein interessantes Konzept, das bestimmt einige Leute anspricht. Unter Umständen spart ihr euch damit einen Bearbeitungsschritt, um Instrumente etwas fetter zu machen. Zuletzt habe ich einen ähnlichen Ansatz bei der Direct Box von Warm Audio oder der HDI von Radical Engineering gesehen. Letztere spielt preislich natürlich in einer ganz anderen Liga und gibt außerdem Kontrolle über die Klangfärbung.

Verfügbarkeit und Preis

Die TI Box wird in den USA gefertigt, kostet 169 US-Dollar und muss anscheinend von dort bestellt werden.

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