von Julian Schmauch | Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten
Kaufberater: Die beste CPU für Musikproduktion

Kaufberater: Die beste CPU für Musikproduktion  ·  Quelle: Intel / akitada31 / GEARNEWS

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Was ist die beste CPU für Musikproduktion? Nicht jedes Studio arbeitet mit einem Mac. Und seitdem Apple seine ARM-Chips selbst produziert hat, ist der Prozessormarkt kompetitiver geworden. Und egal ob ihr eine neue Studio-Workstation plant oder euren Desktop-Rechner upgraden wollt, müsst ihr bei beiden Einiges zu beachten. Auf diese Aspekte solltet ihr bei der Suche nach der besten CPU für Musikproduktion beachten.

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Wie wählt man die beste CPU für Musikproduktion aus?

Kompatibilität

Euer jetziges Gehäuse und Motherboard geben beide vor, welche CPU sie vertragen, was Sockel und Stromversorgung betrifft. Außerdem sollte man eine CPU auswählen, die nicht nur mit der eigenen Hardware kompatibel ist. Auch sollte sie für die gerade genutzte Version des eingesetzten Betriebssystems optimiert sein. Außerdem sollte man bei einem gleichzeitigen Update des Betriebssystems auf volle Kompatibilität mit DAW und Plug-ins auf dem eigenen Rechner achten.

Energieeffizienz

Die sogenannten CISC-Prozessoren (Complex Instruction Set Computer) sind die häufigsten in heutigen Desktops. Sie sind designt dafür lang auf höchster Auslastung zu laufen. Daher ist Stromverbrauch selten ein Faktor für die Chip-Hersteller. Behaltet das im Hinterkopf, da ihr eventuell, um Überladungen im Studio zu vermeiden, bei High-Performance-CPUs zusätzlich Spannungsstabilisatoren und besondere Stromverteiler einplanen müsst. Sonst kann es bei Überlastung zu Stromausfällen oder nicht richtig funktionierendem Studio-Gear kommen.

Kühlung

Mangelnde Kühlungseffizienz kann die Gesamt-Performance eures Systems stark beeinflussen. Einige Desktop-CPUs bringen frabrikseitig keine eigenen Kühlkörper und Lüfter mit. Also denkt daran, einen entsprechend leistungsfähigen und leisen Kühler zu besorgen. Effektive Kühlung wird euch nicht nur bessere Leistung, sondern auch eine längere Lebensdauer eurer Komponenten bescheren. Spart hier nicht zu sehr!

Gaming

Die meisten High-End-Desktop-CPUs sind vor allem für Gaming optimiert. Das hat schlicht mit dem weitaus größeren Markt zu tun. Doch das bedeutet nicht, dass diese Prozessoren nicht auch für alle Belange der Musikproduktion geeignet sind. Auch braucht man für diese Zwecke keine besonders leistungsstarke Grafikkarte. Schaut auch die Benchmark-Ergebnisse möglichst vieler CPUs auf Geekbench an. So bekommt ihr einen besseren Eindruck, welche CPU für euch leistungsfähig genug ist.

Was ist die beste CPU für Musikproduktion?

Eure Wahl sollte vor allem von der Version eures Betriebssystems und eurer DAW abhängen. Auch die anderen Komponenten eures Systems solltet ihr bei der CPU-Auswahl im Blick behalten. So oder so, für die meisten Budgets lässt sich eine entsprechende CPU finden. Schaut euch vor der endgültigen Entscheidung genau an, welche Systemanforderungen der jeweilige CPU-Hersteller bei seiner CPU angibt.

Intel Core i5-12400

Für alle mit kleinerem Budget ist der Intel Core i5-12400 ein guter Einstieg für den selbst gebauten Studiorechner. Auch wenn der Prozessor eher auf der Einsteigerseite liegt, ist er immer noch ein Alder-Lake-CPU der zwölften Generation. So ist er kompatible mit allen aktuellen Verbindungsstandards wie Thunderbolt 4 oder USB 3.2. Dazu machen eine Onboard-Grafikkarte (Intel UHD Graphics 730), eine mitgelieferte Kühlung (PCG 2020C) und Unterstützung für DDR5 und PCIe 5.0 die CPU für alle heutigen Ansprüche eines Studiorechners eine Option.

Außerdem unterstützt die integrierte GPU bis zu vier Bildschirme, was in einem Studio-Szenario nicht unwichtig ist. Auch ist eure Workstation eine von vielen Ausgaben für euer Studio. Daher lässt der Preis von 199 Euro noch viel Platz im Budget für andere Investitionen.

Kaufberater: Die beste CPU für Musikproduktion

Einsteiger-CPU Intel i5.

  • Der Intel Core i5-12400 kostet 199 Euro bei Amazon.*

AMD Ryzen 7 5700X

Der AMD Ryzen 7 5700X ist eine Achtkern-CPU mit sechzehn Threads. Außerdem läuft er auf einem Basistakt von 3,4 Gigahertz. Dazu bringt der Ryzen 32 Megabyte L3 Cache für zusätzliche Performance. Allerdings unterstützt die CPU wie alle Chips von AMD nur DDR4 und PCIe 4.0. Auch bringt der 5700x keine integrierte GPU und auch keine Kühlung mit. So müsst ihr beim Kauf auf die Kompatibilität der Grafikkarte und Lüfter achten.

Ein besonders nützliches Feature des Prozessors ist StoreMI. Denn das optimiert die Leistung eurer SSD. So habt ihr kürzere Boot-Zeiten und die Ladedauer eurer meistgenutzten Apps wie eurer DAW verringert sich ebenfalls. Bei einem Preis von 306,99 Euro bekommt man viel CPU für wenig Geld.

Kaufberater: Die beste CPU für Musikproduktion

Auch bei AMD gibt es eine kleine CPU-Ausführung.

  • Der AMD Ryzen 7 5700X kostet 306,99 Euro bei Amazon.*

Intel Core i7 12700K

Die CPU Intel Core i7 12700K hat einen Basistakt von 3,6 Gigahertz. Dazu hat die Mittelklasse-CPU alle Feature der kleinen i5-Version, aber doppelt so viele Kerne. Mit seinen zusätzlichen acht Performance-Kernen und vier Effizienz-Kernen kommt der Prozessor auf insgesamt zwanzig Kerne. Damit ist der i7 12700K eine sichere Wahl beim Upgrade eures Desktop-Rechners,

Außerdem bringt die CPU neben einer verbesserten Energieeffizienz durch die Intel-7-Architektur 25 Megabyte L3 Cache für zusätzliche Performance mit. Dazu braucht ihr durch die integrierte Intel UHD GPU keine zusätzliche Grafikkarte. Wie die GPU in der i5-Version unterstützt auch diese bis zu vier Bildschirme. Der Intel Core i7 12700K kostet 455,23 Euro.

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Mittelklasse-CPU Intel i7.

  • Der Intel Core i7 12700K kostet 455,23 Euro bei Amazon.*

AMD Ryzen 7 5800X3D

3,4 Gigahertz Basistakt, acht Kerne, sechzehn Threads – der AMD Ryzen 7 5800X3D bringt Leistung pur. Optimiert und designed wurde die CISC-CPU für Gaming. Allerdings machen sie der 96-MB-große L3 Cache und die Kompatibilität von bis zu 128 Gigabyte RAM auch für professionelle Szenarios interessant. Achtet auch bei diesem Prozessor beim Kauf darauf, dass weder eine GPU integriert noch ein Lüfter mitgeliefert ist.

Mit 534 Euro ist der Ryzen 7 5800X3d nicht eben ein Schnäppchen. Die zusätzliche Leistung durch die integrierte 3D V-Cache Technologie und Unterstützung erweiterter Anschlussmöglichkeiten macht das aber wett. Trotz seiner Leistung im absoluten High-End-Bereich unterstützt die CPU allerdings nur die etwas älteren DDR4-Arbeitspeicher-Module und den Verbindungsstandard PCIe 4.0. Das macht sie etwas weniger zukunftstauglich und langfristig nutzbar als vergleichbare CPUs, die die neueren Standards DDR5 und PCIe 5.0 unterstützen.

Kaufberater: Die beste CPU für Musikproduktion

Der große Ryzen 7.

Intel Core i9-12900KS

Ähnlich wie die Apple-Silicon-CPUs nutzt der Intel Core i9-12900KS eine energieeffizientere RISC-Architektur. Dazu läuft der 3,4-Gigahertz Bolide auf acht Performance-Kernen und acht Effizienzkernen. Und mit der hauseigenen Technologie Intel Thread Director wird die Auslastung der 24 Threads verwaltet. Diese wiederum verteilen sich mit sechzehn Threads auf die Performance-Kerne und mit acht Threads auf die Effizienzkerne.

Dazu unterstützt der Prozessor neueste Standards wie DDR5 RAM und PCIe 5.0. Außerdem hat die Alder-Lake-CPU den Grafikchip Intel UHD Graphics 770 integriert und läuft dank der Thermal Velocity Boost Technologie kurzfristig zu Höchstleistungen auf.  Mit einem Preis von 894,97 Euro ist die CPU eine der teuersten von Intel. Überprüft vor dem Kauf genau, mit welchen Chipsets der Prozessor kompatibel ist.

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Neun Kerne, RISC-Architektur: der Intel i9.

  • Der Intel Core i9-12900KS kostet 894,97 Euro bei Amazon.*

Alle Infos über CPUs, Intel und AMD

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Aus dem Englischen von Stefan Wyeth. 

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4 Antworten zu “Kaufberater: Die beste CPU für Musikproduktion”

  1. Karl Knauser sagt:

    Viel wichtiger wäre mir, dass die aktuellen DAW’s die zur Verfügung stehende CPU-Power besser nutzen.
    Wenn meine DAW am Anschlag arbeitet, lastet sie meine CPU gerade zu etwas über 60% aus.

  2. Guitana sagt:

    Nette Idee, aber irgendwie fehlen mir hier handfestere Daten. Als Linuxer würde ich wohl einen Benchmark machen mit einem Beispielprojekt. Darin prüfen würde ich Latenz, DSP-Load, XCalls und ggf. die Render-Time. Am Ende ahne ich, dass die CPU fast nur für die DSP Load und XCalls relevant ist. Die Latenz lässt sich vermutlich kaum über die Hardware regulieren (außer natürlich über die Wahl des Interface), sofern nicht zu viele Plug-Ins laufen.

    Wobei ich einschränkend sagen möchte, dass ich letzteres in einer Aufnahmesituation auch mit ge“freeze“ten Tracks entspannen kann, dann müssen diese nicht während der Aufnahme gerendert werden.

  3. Pat sagt:

    Sorry, aber das stimmt ja so gar nicht was da steht. Der i9-12900 nutzt sicher keine RISC-Architektur, sondern wie jeder andere Intel-Prozessor basiert er auf x86 und das ist so CISC wie es nur sein kann.

    Das einzige was es der ARM-Architektur gleich tut ist das BIG.little-Konzept mit seinen E- und P-Cores. Dies betrifft jedoch alle Intel-Prozessoren der 12. Generation, also auch i3, i5 und i7!

  4. Philipp sagt:

    Ich kann jedem nur empfehlen sich für einen AMD Ryzen zu entscheiden. Am besten der aufgeführte oder ein Ryzen 5900x. Das reicht vollkommen aus. DDR5 und PCIe 5.0 braucht momentan noch niemand. PCIe 4.0 reicht für Studioanwendungen völlig aus. Mit einer M2 SSD die 4.0 unterstützt kann man mehrere TB in der Sekunde lesen und schreiben. Für 5.0 gibt es sicherlich noch gar keine ordentliche Hardware. GPU’s nutzen 4.0 nicht mal richtig aus.
    Am besten ein gutes Ryzen System – MSI Motherboard – DDR4 Ram mit 3600 Mhz – Noctua NH-D15 Kühler – Samsung M2 SSD + Samsung SATA SSD für Samples etc. – GPU von Nvidia oder AMD – BeQuiet Netzteil 750 Watt

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