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Kuassa basiQ Baxandall Equalizer Freeware Gearnews GUI

Simple Oberfläche - manchmal ist weniger eben mehr  ·  Quelle: screenshot gearnews/claudius

Es ist eigentlich überflüssig, Equalizer zu kaufen oder kostenlos mitzunehmen. Die DAWs sind alle so gut entwickelt und bringen saubere Equalizer für viele Situationen mit. Wenn man aber weniger analytisch an die Sache herangehen will, dann muss man sich schon ein wenig umschauen. Entweder man will etwas Färbendes mit Hardware-Vorbild oder etwas wie den basiQ – einen Baxandall EQ.

Für alle, die Baxandall jetzt bei Wiki nachschlagen wollen: Prinzipiell ist das einfach nur ein EQ mit zwei Bändern, zumindest im herkömmlichen Sinne. Die beiden Bänder sind nichts weiter als Shelf-Filter. Kuassa hat das auch beim basiQ, was für Baxandall Simulation Equalizer steht, hat zusätzlich aber noch ein Mittenband hinzugefügt. Sonst macht man den Mittenboost mit Bass und Treble auf Linksanschlag und hebt die Lautstärke an, Mittencut entsprechend anders herum. Der Low Shelf geht bis ca. 300 Hz, das breite Mittenband hat das Zentrum bei ca. 800-1000 Hz. Der High Shelf steigt sehr langsam an, beginnt schon bei 1000 und geht dann mit zunehmender Frequenz immer weiter.

Aber warum empfehle ich einen 3-Band-EQ ohne Beschriftung der Frequenzen? Nun, ich ertappe mich immer wieder mal in den Untiefen eines Analysers, wie dem ebenfalls kostenlosen SPAN und halte mich mit der chirurgischen Analyse vom kreativen Prozess ab. Natürlich muss das manchmal einfach sein, aber sehr oft ist es eben einfach überflüssig und ist zum anderen noch für mich sehr unmusikalisch, weil es vom Wesentlichen mit Frequenzen und Bandbreiten ablenkt. Dann nutze ich eben den basiQ und halte meinen Kopf für die Musik frei.

Das Plug-in ist als VST und AU als 32 und 64 Bit Version für OSX und Windows erhältlich und wird ohne nervige Registrierung oder Abfrage irgendwelcher Daten direkt bei Kuassa zum Download angeboten. So lobe ich mir das. Kuassa hat übrigens auch den Bassamp in meiner DAW gemacht – nicht kostenlos, aber einer meiner Lieblinge. Hier für den schnellen Überblick noch ein Video von 2011 mit einer etwas älteren Version des Plug-ins, aber dennoch gut.

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