von Marcus Schmahl | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Synister - ein kostenloser Open Source VSTi mit Sequenzer und frei programmierbaren Modulationswegen

Synister - ein kostenloser Open Source VSTi mit Sequencer und frei programmierbaren Modulationswegen  ·  Quelle: https://the-synister.github.io

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Neun Studenten der Technischen Universität Berlin entwickelten einen Open Source VST-Synthesizer namens Synister. Angeboten wird der Synthie als eigenständig laufende Applikation und als Plug-in für alle bekannten DAWs. Unter der Haube ist der Synth sehr durchdacht und vielseitig. Soundmäßig kann er mit vielen Konkurrenten locker mithalten. Grafisch haben die Programmierer eine eigene, sehr anschauliche Oberfläche geschaffen. Und das Ganze ist kostenlos!

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Synister ist ein VST-Synthie mit drei Oszillatoren, drei Hüllkurven (zwei sind frei zuweisbar), drei frei zuweisbaren LFOs, zwei seriell geschalteten Filtern und einer Effekt-Sektion mit Delay, Chorus und Flanger, LoFi (Bit Degrader) und ein Saturator (Clip). Zusätzlich zur normalen MIDI-Eingabe spendierten die Programmierer einen monophonen 8-Step-Sequencer.

Das hört sich nach einem wirklich sehr großen Projekt an. Großartigerweise läuft das System sehr gut auf meinem MacBook Pro und Ableton Live. Sind alle Segmente aktiv, kommt ein gespielter Dreiklang auf maximal 25% Systemauslastung. Leider enthält Synister keine Möglichkeit, Sounds monophon zu spielen. Portamento ist auch nicht implementiert. Aber das kann ja noch in einem Update kommen.

Die einzelnen Synthesizer-Segmente sind in eigene Tabs eingeteilt, die ich je nach Gebrauch auf- und zuklappen kann. Der Vorteil hierbei ist, dass ich „unwichtige“ Bereiche ausblende, um nicht ständig darüber hinweg scrollen zu müssen. Jeder Oszillator, jedes Filter und die einzelnen Effekte können jeweils deaktiviert werden, was die CPU wiederum schont. Jeder Oszillator besitzt die Schwingungsformen Rechteck, Sägezahn, zusätzlich Rauschen. Die Filter bestehen aus regelbaren Tief-, Band- und Hochpass mit einstellbarer Resonanz. Zusätzlich enthält diese Sektion ein Ladder-Filter, das wohl dem Moog-Tiefpass-Filter nachempfunden ist und gut klingt.

Modulierbar ist in Synister fast alles. Und genau das macht den VST-Synthesizer so interessant. LFOs und Hüllkurven steuern Oszillator- oder Filter-Parameter. Für Sounddesigner ist Synister bestimmt eine große Spielwiese mit einem wirklich sehr guten Klang.

Der eher einfach wirkende Sequencer macht mir sehr viel Spaß! Der durch Notenhöhen eingrenzbare Zufallsgenerator erstellt automatisch meist verwendbare und interessante Verläufe.
Und dabei sollte man nicht vergessen: Das Ding ist kostenlos!

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Nach diesem durchweg positiven Test kann ich Synister jedem Soundbastler, aber auch Anfängern unter den Musikproduzenten empfehlen. Ich selbst werde mich noch weiter in den Synthesizer einarbeiten, bin aber schon sehr gespannt, wie die nächsten Ideen der neun Jung-Entwickler aus Berlin aussehen werden. Weiter so!

Erhältlich ist Synister auf der Github Website der Entwickler. Sowohl die standalone als auch die VST und AU Plug-in Versionen sind kostenlos. Synister läuft auf Mac und Windows Rechnern mit jeder DAW.

Mehr Informationen zu dem kostenlosen VST Synthesizer Synister findet ihr hier.

Hier ist das Produktvideo:

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