von claudius | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
2Rule Filter Plug-In GUI Freeware Tipp

Schön ist anders, passt aber zum abgedrehten Sound  ·  Quelle: screenshot gearnews

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Jemand hatte mir letzte Woche eine E-Mail geschrieben, dass ich doch mal einen abgedrehteren Effekt in der sonntäglichen Freeware-Runde vorstellen soll. Die Suche war nicht gerade leicht, weil ich viele abgedrehte (und kostenlose) Plug-ins einfach nicht guten Gewissens empfehlen kann, einfach weil sie entweder nicht gut (will sagen: verdammt mies) klingen oder einfach unnutzbar instabil laufen. Anders der 2Rule Filter – von dem ich in der aktuellen Beat-Ausgabe (123) gelesen hatte.

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Zuerst das Offensichtliche: GUI. Abgedreht genug? Ich finde sie grausam unübersichtlich. Es ist zwar alles gut und relativ sauber in Sektionen unterteilt, aber schön und schnell erschlossen ist anders. Aber genau dadurch ist es mir erst einmal aufgefallen und da ich ohnehin auf der Suche nach einem Krachmacher war, kam es mir gerade recht. Also die 500kb große Zip-Datei heruntergeladen und installiert. Richtig, Kilobyte. (Dass ich das im Jahre 2016 noch erleben darf: Ein Entwickler achtet noch auf die Größe des Endprodukts.)

Doch zum eigentlich Wichtigsten. dem Sound. Es ist ein „Filtered Glitch Bitcrusher“ Plug-in. So klingt es auch teilweise, ein paar Hersteller würden sicherlich LoFi und Distortion dazu sagen. Das „Filter“ bietet einen Bitcrusher (16-1 Bit), drei Filter (HighPass, LowPass und BandPass) inklusive Modulation des Filter Cut-Offs via LFO (manuell oder Temposync) und einen Scrambler. Und genau der ist der potentielle Krachmacher, denn er zerteilt ein Teil des Sounds in verschiedene Zeitintervalle und spielt sie durcheinander ab.

Wer nicht weiß, wo er bei dem Plug-in mit Rumschrauben anfangen soll, kann entweder die vielen, durchaus brauchbaren Presets durchskippen oder aber den kleinen „Random“-Hebel links unten betätigen. Davor lieber einen Brickwall Limiter auf den Master setzen, damit Boxen, Ohren und der Hausfrieden heile bleiben. Probiert es einfach mal aus. Synthies und Drums eignen sich dafür hervorragend. Geht aber auch auf Gitarre- und Bass-Spuren, wenn auch nicht so imposant.

Leider existiert das Plug-in nur als VST in 32 Bit, dafür aber immerhin für Windows und OSX. In Reaper und Cubase habe ich erfolgreich mit Bit-Bridge und ohne Abstürze getestet. Wer davor nicht scheut, kann es sich hier herunterladen. (Achtung, die Seite sieht ähnlich grausam wie die Oberfläche des Plug-ins aus. Wenn die irgendwann in einer kommenden Version nicht so agressiv ist und man es als „stimmig“ bezeichnen kann, dann werde ich das Teil sicher auch öfter nutzen. ;)

Zum Schluss noch ein keines Video-Sample: (trotzdem lieber selbst probieren)

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