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Fragment:Flow

Fragment:Flow  ·  Quelle: Fragment:Flow

Fragment:Flow ist keine Audio- oder Musiksoftware, sondern voll und ganz auf Visuals und Video ausgerichtet. Trotzdem spielt hier die Audio-Schnittstelle eine sehr wichtige Rolle. Die App eignet sich nämlich zum Visualisieren von Musik und Klängen, erfüllt Aufgaben im VJ-Kontext und kann auch zum Erstellen von Videos benutzt werden. Und im Gegensatz zu vielen anderen Programmen in diesem Bereich ist Fragment:Flow sogar verhältnismäßig günstig.

Fragment:Flow

Die von rhizome78 mit Cycling 74’s Max 8 entwickelte App ist eine Audio-Video-Plattform, die sich GLSL Shader zunutze macht. Fragment:Flow erzeugt fließende bewegte Bilder und chaotische Glitches gleichermaßen. Als Grundlage dienen importierte Videos oder Bilder.

Der spannende Aspekt ist die Bearbeitung in Echtzeit. Das kann über MIDI/OSC passieren (zum Beispiel über verbundene Controller oder eingehende MIDI-Spuren), aber auch durch Audiosignale selbst. Zusätzlich stehen LFOs zur Verfügung. Ihr seht, dass hier Konzepte aus der Klangsynthese für Videomanipulation benutzt werden. Das ist jetzt nicht unbedingt neu, auch Resolume bietet vergleichbare Features an. Damit lässt sich die Software im Übrigen nahtlos verbinden, genau wie mit TouchDesigner oder Processing. Dank der Implementierung von OSC empfängt Fragment:Flow auch Steuerdaten von Max, Pure Data, Ableton Live oder TouchOSC.

Fragment:Flow

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Input/Output

Zwei Input-Slots nehmen Videos, Bilder, Live-Streams oder Texturen aus Spout auf. Die Dateien können in den Formaten mp4, avi, mov, jpg, bmp, png, gif und pict sein. Auf verschiedene Arten lassen sich diese zwei Slots miteinander mischen oder überblenden.

Das bearbeitete Ausgangssignal lässt sich in der Größe und dem Format einstellen, die Unterstützung von modernen Grafikkarten gewährleistet Auflösungen von über 2 K bei bis zu 60 FPS.

Videosynthese

Neben vier LFOs, MIDI und OSC (Open Sound Control) beeinflussen auch Audiosignale die Visuals. Über drei editierbare Filter lassen sich gezielt Frequenzen isolieren. Die Filter arbeiten parallel, so dass insgesamt drei Streams von Steuerdaten dabei herauskommen. Diese können wiederum mehrere Parameter gleichzeitig steuern. Die zur Verfügung stehenden Videoeffekte und Generatoren lassen sich in verschiedenen Kombinationen in Kette schalten. Das Angebot soll laut Entwickler ständig erweitert werden.

Fragment:Flow GUI

Fragment:Flow GUI

Spezifikation und Preis

Das hört sich alles sehr gut an, oder? Dann kommt jetzt der Dämpfer – zumindest für einige von euch. Denn bis jetzt ist Fragment:Flow nur für Windows erhältlich. Unterstützung für macOS soll zukünftig nachgereicht werden, das gibt Grund zur Hoffnung. Die Hardware-Anforderungen sind ordentlich, ein Multicore i7 Prozessor sollte es schon sein, 16 GB RAM und eine GTX 1060 6 GB sind Voraussetzung. Da sind Windows-User ganz klar im Vorteil. Fragment:Flow kostet 99,98 Britische Pfund, ungefähr 113 Euro.

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