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Teleporting from Westros – Wissenschaftler jammt mit Quantencomputer

Teleporting from Westros – Wissenschaftler jammt mit Quantencomputer  ·  Quelle: Alexis Kirke / YouTube

Hört sich doch fantastisch an, oder? Ein Wissenschaftler benutzt den Melbourne Q14 Quantencomputer, um Variationen des „Game of Thrones“-Themas zu spielen. Und dabei ist dann auch noch Quantenteleportation und ein Live-Publikum beteiligt. Fehlt eigentlich nur noch eine Zeitmaschine! Nüchtern betrachtet ist das „Experiment“ nicht ganz so spektakulär wie es klingt, aber immer noch sehr faszinierend.

Games of Thrones Titelthema über Quantenteleportation

Alexis Kirke von der University of Plymouth und der IBM Quantum Computer Melbourne Q14 sind die Protagonisten dieser Vorführung, bei der die Technik der Quantenteleportation für einen Echtzeit-Jam genutzt wird. Teleportation hört sich krass an, bedeutet aber lediglich, dass die Eigenschaften von Teilchen auf andere übertragen werden. In diesem Fall werden die gespielten Noten der Performance von Alexis Kirke an den Quantenprozessor übertragen.

Achtung, jetzt geht’s richtig los: Unter Verwendung von zwei Grover-Algorithmen und eines sogenannten „MIq“ (Multi-Agent Interactive qgMuse) wird die Melodie in Echtzeit zu MIDI-Daten umgewandelt.

Streng genommen geht es bei dieser Performance nicht um die Quantenteleportation selbst, sondern vielmehr um die Demonstration, dass Quantenprozessoren schneller als herkömmliche Prozessoren sind. Laut Kirke ist dies die erste interaktive Live-Performance, bei der ein Quantencomputer beteiligt ist.

Nun ist Alexis Kirke nicht nur Experte für „Computer Music“, sondern auch Komponist und Musiker, der als „Phillip K. Dick“ der zeitgenössischen Musik bezeichnet wird. Und weil Kirke anscheinend auch auf GoT steht, muss ausgerechnet das Titelthema der Serie für die Performance herhalten. Der Name: „Teleporting from Westeros“. Wie passend!

Zukunftsmusik

Bei der Vorführung geht es auch darum zu zeigen, dass Quantencomputing nicht nur für Kryptographie oder Kommunikation interessant ist, sondern auch für schnelle Musikanwendungen mit Artificial Intelligence taugt. Das ist gerade für den interaktiven Teil besonders spannend, also dann, wenn eine KI in Echtzeit auf das Spiel eines Musikers reagieren soll.

Auch wenn ich letztendlich nur die Hälfte verstehe, klingt das doch sehr aufregend. Ich bin wirklich gespannt, wie da zukünftige Entwicklungen aussehen. Wer sich von euch mit Quantencomputern, Quantenteleportation und dem „Quantum Speed-up“ auskennt, darf gerne ein bisschen mehr erzählen und kommentieren.

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Larifari
7 Tage her

„Teleportation hört sich krass an, bedeutet aber lediglich, dass die Eigenschaften von Teilchen auf andere übertragen werden“

…holy shit…das ist krass ! Der Clou ist ja daß die Teilchen sich überall auf dem Planeten befinden können und es keine messbare Latenz gibt.

mAx
mAx
6 Tage her
Reply to  Larifari

Ist Teleportation in dem fall nicht auch nur eine sehr schnelle Übertragung von Daten?

Larifari
6 Tage her
Reply to  mAx

Jaein…es wird der ganze Zustand übertragen. Der kann auch Daten enthalten, die wären aber dann aber an den Zustand gebunden. Und genau da ist der Punkt – ein ( 1 ) Zustand für > 1 Teilchen. Überspitztes greifbares Beispiel : Du hast zwei Festplatten die synchronisiert sind. Platte A ist in Paris, Platte B in Moskau..sobald du Platte A in Paris beschreibst, wären die Daten auch auf Platte B in Moskau. Hört sich erstmal cool an.. Aber – wenn ich Platte A in Paris anzünde, verbrennen beide ! Wie gesagt..überspitztes Beispiel..und das hört sich auch alles erstmal nach Voodoo an… Read more »