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Laser Turntable ELP Classic 1

Laser Turntable ELP Classic 1  ·  Quelle: elpj.com

Laser Turntable ELP Master 3

Hi End Laser Turntable ELP Master 3  ·  Quelle: elpj.com

The Minimal Gramophone

Budget Schellack-Plattenspieler The Minimal Gramophone  ·  Quelle: livia-ritthaler.de

Verschleiß und Kratzer sind des Vinyl-Sammlers Feind Nr.1. Doch wer über das nötige Kleingeld verfügt, könnte im ELP Laser Turntable eine Lösung finden, denn das Gerät tastet die Schallplatte nicht mit einem Nadelsystem, sondern mit einem Laser ab. Weil der ELP jedoch analog arbeitet, erzeugt er einen Klang mit echter Vinyl-Wärme und Tiefe, der laut Hersteller ganz nah am Master-Tape liegt. Ist das System korrekt konfiguriert, dürfte der tatsächliche Verschleiß der Scheibe gen Null tendieren und sich die Tonqualität der Vinylschätze, die Aufgrund der Laserabtastung laut Hersteller ohne Soundfärbung, Vibrationen oder Feedback wiedergegeben werden, nicht mit jedem Abspielvorgang verringern.

Nun sind Laserplattenspieler nichts Neues, denn die ersten Modelle kamen bereits in den 90ern auf den Markt und kosteten seinerzeit gut 35.000 DM. Sehr viel billiger sind sie in den letzten 25 Jahren auch nicht gerade geworden, denn der ELP Master 3 liegt bei 16.370 Euro. Ein zusätzlicher XLR-Out schlägt mit etwa 1.200 Euro zu Buche. Das Einstiegsmodell Master 1 kostet 12.370 Euro. Junge, Junge, ich rechne mal hoch und komme auf einen Gegenwert von 600 Scheiben bei einem angesetzten LP Preis von 25 Euro. Die muss man erstmal „runterrocken“. Tja, und von der DJ-Warte aus taugt der Plattenspieler weder zum Scratchen noch zum Mixen. Ist also nichts für mich, zumal ich auch einige transparente und bunte (rot, grün, blau) Scheiben mein Eigen nenne, die der ELP nicht abspielt. Nur schwarze Vinyl-Platten laufen hier und zwar in den Größen 7″, 8″, 9″, 10″, 11″ und 12″. Der Player unterstützt Tempi von 33 1/3, 45 und 78 RPM und erlaubt das Vorspulen in zwei Geschwindigkeiten. Preise und weitere Features findet ihr auf ELPs Website.

Nicht ganz so schonend arbeitet der „Plattenspieler“ von Livia Ritthaler, allerdings ist er auch nicht ganz so teuer. Los geht’s beim Crowdfunder Startnext mit einem Early Bird Paket für 39 Euro inklusive Platte. Dafür bekommt ihr einen DIY-Bausatz aus Holz und Meta Papier. Bedeutet: Trichter rollen und fixieren, Spindel und Platte aufsetzen und dann mit der Hand drehen. Laut Projektbeschreibung ist The Minimal Gramophone ein Tool für Musik-Enthusiasten und Design interessierte. Letztgenanntes unterschreibe ich gern, aber ehrlich gesagt würde ich meine Platten nicht mit dieser Nadel malträtieren. Kann ich aber auch gar nicht, um ehrlich zu sein, denn Livias Gramophone spielt ausschließlich Schellack statt Vinyl ab. Also rauf auf Omas Dachboden und schauen, ob sich dort etwas findet. Und falls ja, einfach diesem Link folgen, wo ihr den Bausatz ordern könnt.

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