von  Dirk  | |  Lesezeit: 8 Min
Elektron Syntakt 1.40: Tipps und Tricks für mehr Spaß mit der Groovebox

Elektron Syntakt 1.40: Tipps und Tricks für mehr Spaß mit der Groovebox  ·  Quelle: Elektron

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Das Elektron Syntakt 1.40 OS-Update ist erst ein paar Tage alt, aber bereits jetzt zeigt sich, was für coole neue Möglichkeiten die neue Firmware bringt. Wir haben für dich die interessantesten Tipps und Tricks zusammengestellt.

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Elektron Syntakt 1.40 bringt die Groovebox auf ein neues Niveau

Elektron Syntakt
Elektron Syntakt · Quelle: Elektron

Was alles in dem neuen OS-Update steckt, findest du in unserer News kurz und knapp zusammengefasst – aber ohne Frage liefert Elektron Syntakt 1.40 Features, die bei den Usern ganz oben auf der Wunschliste standen. Wir schauen uns hier ganz konkret an, was sich mit den neuen Funktionen alles so anstellen lässt. Und da sind ein paar sehr coole Tricks möglich, die einige vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Bevor wir loslegen: Syntakt ist mit dem Update noch eine ganze Spur interessanter geworden, denn jetzt wird neben analogen und digitalen Synth-Engines auch zusätzlich das Abspielen von Samples geboten, damit liefert diese Groovebox so etwas wie ein „Best of Elektron“ und bleibt trotzdem sehr eigenständig.

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Overbridge auf macOS neu installieren

Bevor wir loslegen, hier ein ganz kurzer Hinweis aus eigener Erfahrung: Wer macOS nutzt, stolpert manchmal bei der (Neu-) Installation von Overbridge. Sobald die Software nämlich installiert wurde, benötigt diese eine Freigabe unter „Anmeldeobjekte & Erweiterungen“ (in den Systemeinstellungen unter „Allgemein“ zu finden).

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Overbridge weist beim Start darauf hin, dass unter „Im Hintergrund erlauben“ das Objekt von Elektron Music Machines eine Erlaubnis benötigt, zusätzlich muss aber auch bei „Systemeinstellungen/Allgemein“ unter „Erweiterungen“ neben „Treibererweiterungen“ auf das Info-Icon geklickt werden und dann eine Freigabe für die Overbridge-Engine erteilt werden. In der FAQ-Sektion zu Overbridge findest du viele weitere Hilfestellungen bei eventuellen Problemen.

SP Twinshot Sample-Player mit Elektron Syntakt 1.40 als Wavetable-Synthesizer benutzen

Wavetable-Synthese im Stil des PPG mit Elektron Syntakt 1.40? Ja, tatsächlich gibt es schon Leute, die herausgefunden haben, wie man den neuen SP Twinshot Sample-Player dafür umfunktioniert.

SP Twinshot ermöglicht ja, Samples im Syntakt zu nutzen. Die Unterstützung ist allerdings sehr begrenzt, denn nur maximal 64 Samples lassen sich über die Transfer App übertragen. Und alle Projekte müssen sich zudem diesen Sample-Pool teilen. Deshalb ist der folgende Trick vermutlich nur sinnvoll, wenn du ihn gezielt für ein Projekt nutzt und dies schnell zum Abschluss bringst – ansonsten opferst du nämlich den gesamten Sample-Platz nur für dieses „One Trick Pony“.

In dem folgenden Video zeigt uns tubesockor, wie er aus einem Wavetable-Sample vom PPG Wave kurze Single-Cycle-Samples erstellt und diese dann auf die 64 Slots verteilt, als Loops abspielt und im Tuning anpasst. Mit einem Wechsel der Samples wird dann im Prinzip das „Durchfahren“ in einem Wavetable nachgeahmt. Und wie bei Wavetable-Synthese üblich, wird dafür eine Modulation genutzt, was hier über einen LFO geschieht. Verteilt über die acht digitalen Tracks des Syntakt, kann dieser Wavetable-Sound sogar polyphon gespielt werden. Wirklich raffiniert! Falls du das selber ausprobieren willst, findest du hier ein webbasiertes Tool zum Splitten von Wavetables.

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Noch mehr Tricks mit Elektron Syntakt 1.40 und SP Twinshot

Der mit dem Elektron Syntakt 1.40 Update eingeführte SP Twinshot Sample-Player wurde primär für das Abspielen von kurzen, perkussiven Sounds entwickelt. Samples können aber bis zu vier Sekunden lang sein und lassen sich sogar loopen. Es ist also auch kein Problem, tonale Samples wie einzelne gespielte Noten von einem Klangerzeuger oder Instrument zu benutzen.

Da SP Twinshot zwei Samples gleichzeitig abspielen kann und eine Art Crossfader für das Mischverhältnis bietet, lassen sich recht einfach interessante Morphing-Effekte erzeugen.

SinwayMusic demonstriert in dem ersten Teil des nachfolgenden Videos, welche Optionen SP Twinshot für morphende Sounds bietet. Zudem weist das Video auf eine weitere recht offensichtliche Möglichkeit hin: Wenn du auf beiden Sample-Slots in der Twinshot Engine das gleiche tonale Sample mit unterschiedlichen Tuning-Einstellungen nutzt, entstehen schnell einfache Chords.

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Samples automatisch und sogar zufällig im laufenden Betrieb wechseln

Über Modulationen lassen sich übrigens die Samples auch bei laufender Sequenz automatisch austauschen. Die zwei LFOs eignen sich dafür hervorragend, mit der Random LFO Slew ist das sogar komplett zufällig möglich. Und auch Key Tracking (dazu gleich mehr) lässt sich zum Switchen der beiden Samples verwenden.

Samples organisieren, um Überblick zu behalten

Das Elektron Syntakt 1.40 Update macht das Abspielen von Samples möglich – allerdings mit Einschränkungen
Das Elektron Syntakt 1.40 Update macht das Abspielen von Samples möglich – allerdings mit Einschränkungen · Quelle: Elektron

Elektron Syntakt 1.40 ermöglicht endlich das Abspielen von Samples, allerdings mit nicht wenigen Einschränkungen. Nur 64 Sample-Slots, die für alle Projekte global genutzt werden, ist nicht unbedingt optimal – wenn du damit aber gut überlegt umgehst, kannst du trotz dieser Limitierung einiges anstellen.

Das erfordert aber etwas Organisation: Es lohnt sich, Sample-Packs auf dem Rechner in einem Ordner mit den zugehörigen Projektnamen anlegen. Ein noch besserer Ansatz ist aber, den Ordner mit den Samples nur mit einer Abkürzung wie beispielsweise „S01“ zu benennen. Und Projekte auf dem Syntakt, die diese Samples verwenden, werden mit dieser Abkürzung als Endung im Namen abgespeichert. So kannst du einem Projekt immer ganz schnell die passenden Samples zuordnen und diese dann vorher über Transfer in den Syntakt laden.

Mit dem Sympakt Sample Pack Manager kannst du direkt im Browser Samples organisieren und bearbeiten
Mit dem Sympakt Sample Pack Manager kannst du direkt im Browser Samples organisieren und bearbeiten · Quelle: sinedied / Github

Es gibt sogar jetzt schon das Sympakt Sample Pack Manager genannte Tool, mit dem du direkt im Browser Sample-Packs organisieren, bearbeiten und konvertieren kannst. Hier geht’s zum dem kostenlosen Browser-Tool.

Samples mit dem „Old-School-Sampler-Trick“ nutzen

Diesen Trick kennen bestimmt viele: Der mit dem Syntakt 1.40 Update neu dazugekommene Sample-Player verarbeitet nur Samples mit einer maximalen Länge von ungefähr 4 Sekunden. Wenn du ein längeres Sample nutzen willst, eignet sich ein Trick, der in früheren Zeiten bei alten Samplern mit wenig Speicher üblich war.

Dafür musst du das entsprechende Sample in der DAW mit doppelter Geschwindigkeit abspielen und als neues Sample rendern. Wenn du diesen Sound dann im Syntakt verwendest, bringst du ihn mit den Tuning-Einstellungen wieder auf das Originaltempo zurück.

Die neue Sample-Maschine in Syntakt 1.40 unterstützt kein Warping der Samples, wenn du also so etwas wie einen Breakeat-Loop an das Tempo des Projekts anpassen willst, ist das ebenfalls nur über die Tuning-Einstellungen möglich. Höhere Werte spielen das Sample schneller ab, kleinere Werte langsamer. Dabei ändert sich natürlich auch die Tonhöhe.

Startpunkte lassen sich nicht einstellen, deshalb solltest du Samples in einem Audioeditor oder der DAW gezielt vorbereiten. Die Soundfiles werden von der Elektron Transfer Software übrigens automatisch in das richtige Format für Syntakt umgewandelt (Mono, 16 Bit, 48 kHz) – oder du nutzt das weiter oben verlinkte Browser-Tool.

Sounds layern über Track Relations und dabei Key Tracking benutzen

Über das Settings-Menü lassen sich unter "Pattern" nun Track Relations einstellen – eine mächtige Funktion
Über das Settings-Menü lassen sich unter „Pattern“ nun Track Relations einstellen – eine mächtige Funktion · Quelle: Gearnews

Mit Track Relations bietet das Elektron Syntakt 1.40 Update schnelle Wege, um mit einem einzelnen Track ausgewählte weitere Tracks gleichzeitig zu triggern – das funktioniert sogar mit dem FX-Track.

So ist das Layern von mehreren Sounds ein Kinderspiel und ergibt zusammen mit dem neuen Sample Player einige kreative Möglichkeiten. Besonders interessant ist das mit dem ebenfalls neuen Setup für Key Tracking. Du kannst nämlich folgendes machen: Ein Track wird für einen Transienten-Sound (mit ganz kurzem Decay) genutzt und über Track Relations mit einem zweiten oder dritten Track gekoppelt. Damit die Transiente beim Spielen immer die gleiche Tonhöhe beibehält, wird unter Key Tracking der Parameter „Tune“ für diesen Track ausgewählt und auf den Wert -8 eingestellt. Leider funktioniert diese Methode nicht mit Samples, sondern nur mit den anderen Synth-Engines.

Catenation aka Dissonant Witchcraft demonstriert in dem folgenden Video ab 3:48, was sich mit Key Tracking musikalisch anstellen lässt und zeigt danach mehr zum Layering von Tracks.

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Compressor- und Sidechaining-Hack mit der neuen Choke-Funktion in Syntakt 1.40

In dem Video oben hast du bestimmt auch den „Sidechain-Hack“ (ab 5:41) gesehen, bei dem die ebenfalls neue Choke-Funktion in Track Releations auf raffinierte Art genutzt wird. Sehr cool!

Weitere Videos zum Elektron Syntakt 1.40 Update

Zum Abschluss noch ein paar weitere Videos, die auf ebenfalls sehr interessante Neuheiten des OS-Updates eingehen. Chris Landon zeigt in dem nachfolgendem Video, warum die Filter-Panning-Funktion so cool ist, erklärt etwas zu den neuen Trigger Conditions und geht außerdem auf das Preapare Mutes genannte Feature ein – ab 4:56 geht’s los:

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EZBOT experimentiert in seinem Video (ab 38:43) mit dem Pattern Chain Menu und den Snap on Parameter Locks genannten Funktionen:

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