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Die besten Sampler

Die besten Sampler  ·  Quelle: AKAI Professional / Gearnews

Hardware-Sampler sind tot? Nein! Bei der Produktion und Performance von elektronischer Musik spielen Sampler nach wie vor eine wichtige Rolle. Ob im Studio oder auf der Bühne: Ein Hardware-Sampler ist durch seine spezifischen Funktionen und seinen Workflow oft inspirierender als die Arbeit mit einer DAW. Hier kommen die besten Sampler im Jahr 2020.

Die Anforderungen, die an Sampler gestellt werden, sind sehr vielfältig: Der eine ist auf der Suche nach einer Stand-alone-Maschine, in der praktisch die gesamte Produktion stattfinden kann. Der andere braucht nur ein paar Pads, um live einige Samples manuell abzufeuern. Deshalb ist diese Liste auch keine Wertung im Sinne von „gut – besser – am besten“. Jeder hat andere Ansprüche, und für jeden gibt es einen Sampler, der diese am besten erfüllt.

Elektron Octatrack MkII

Der Elektron Octatrack MkII ist einer der leistungsfähigsten Hardware-Sampler, die aktuell auf dem Markt sind. Wie der Name vermuten lässt, bietet er acht Audiospuren. Zur Klangformung steht eine große Zahl von Track-Effekten zur Verfügung. Der Octatrack MkII ist für Live-Performances ausgelegt und kann live in Echtzeit sampeln. Hinzu kommt der Elektron-typische und sehr umfangreiche Sequencer, der zahlreiche Funktionen zur Erstellung abwechslungsreicher Grooves und für die Live-Performance bietet. Über acht separate MIDI-Spuren kann der Octatrack MkII externes Equipment steuern, was sicherlich einer der Gründe dafür ist, dass man kaum einen Sampler so oft als zentrales Element von Live-Setups sieht wie den grauen Schweden. Aber auch im Studio fühlt sich der Octatrack MkII natürlich sehr wohl.

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Elektron Octatrack MkII

Elektron Octatrack MkII

AKAI MPC Live II

Gerade erst wurde die AKAI MPC Live II offiziell angekündigt. Das neueste Mitglied der legendären Pad-Sampler-Familie aus dem Hause AKAI kombiniert den bewährten, MPC-typischen Workflow mit verbesserten Anschlussoptionen. Durch die neuen CV/Gate-Anschlüsse versteht sich die MPC Live II nun auch mit Modularsystemen. Dazu gibt es 2x MIDI In/Out, 3x USB 3.0 (davon 2 zum Anschluss von USB-Sticks oder externen Controllern) und einen Ethernet-Anschluss. Auf der Audioseite stehen sechs Ausgänge und zwei Stereo-Eingänge für Line-Pegel und Plattenspieler bereit. Dank des integrierten Akkus lässt sich die MPC Live II mobil einsetzen, was wohl auch der einzige Einsatzzweck der neuen eingebauten Lautsprecher sein dürfte.

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AKAI MPC Live MkII

AKAI MPC Live MkII

 

Korg Electribe Sampler

Korgs Electribe-Grooveboxen haben wegen ihres Workflows eine große Fangemeinde. Der rote Sampler ist schon eine Weile auf dem Markt, kann mit seinen 16 Parts und dem umfangreichen Sequencer aber immer noch gut mithalten. Auch die Effektsektion ist mit 38 Insert- und 32 Master-Effekten sehr leistungsfähig. Der Sequencer bietet umfassende Möglichkeiten zur Aufzeichnung von Modulationen, sodass sich sehr abwechslungsreiche Patterns erstellen lassen. Das Touchpad bietet zusätzliche Möglichkeiten für Live-Klangverbiegungen.

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Korg Electribe Sampler Red

Korg Electribe Sampler Red

Polyend Tracker

Die Vorstellung des Polyend Tracker wurde von dem Hersteller in diesem Frühjahr mit einer Reihe von mysteriösen Teaser-Videos zelebriert. Erst langsam wurde klar, was Polyend an den Start brachte: eine Stand-alone-Groovebox mit Sampling und Tracker-artigem Sequencer. Mit diesem Konzept stellt der Tracker unter den aktuell erhältlichen Hardware-Samplern eine Besonderheit dar. Laut Polyend soll der vertikal scrollende Sequencer sehr schnell zu kreativen Ergebnissen führen. Der Klangvorrat des Polyend Tracker beschränkt sich nicht nur auf Sampling: In dem Gerät stecken auch Wavetable- und Granularsynthese, was den Tracker zu einer umfangreichen Groovebox mit verschiedenen Arten der Klangerzeugung und ungewöhnlichem Sequencer macht.

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Polyend Tracker

Polyend Tracker

1010music Blackbox

Der kompakte Sampler Blackbox von 1010music basiert auf dem Eurorack-Modul Bitbox aus gleichem Hause. Für die Desktop-Version hat 1010music das Patchfeld durch eine Reihe von Buttons ersetzt, die zusammen mit dem Touchscreen für eine intuitive Bedienung sorgen sollen. Die 16-stimmig polyphone Blackbox kann bis zu 4 GB große Samples von einer SD-Karte streamen. Neben drei Stereo-Ausgängen und einem Stereo-Eingang bietet das Gerät Clock-Ein- und Ausgänge als Miniklinkenbuchsen zur Synchronisation. Auch MIDI I/O ist als Miniklinke ausgeführt. Neben dem USB-Anschluss zur Verbindung mit dem Rechner gibt es einen weiteren USB-Port für einen Controller oder ein Keyboard.

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1010music Blackbox

1010music Blackbox

AKAI MPC One

Die MPC One wurde auf der diesjährigen NAMM Show erstmals gezeigt und ist das neue Einstiegsmodell in die Welt der Stand-alone-MPCs. Im Vergleich zur MPC Live muss man bei der MPC One mit weniger Anschlüssen auskommen; unter anderem gibt es nur einen Stereo-Ausgang, nur ein Pärchen MIDI-Buchsen und nur zwei USB-Anschlüsse. Wie die neue MPC Live II bietet die One jedoch CV/Gate-Buchsen zur Verbindung mit einem Modularsystem. Das Layout der Bedienoberfläche wurde gegenüber den Vorgängermodellen etwas verändert: Die Steuertasten und Regler liegen rechts neben dem Multitouch-Display und den 16 RGB-Pads.

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AKAI MPC One

AKAI MPC One

 

Roland SP-404A

Rolands Performance-Sampler der SP-Serie haben sich schon seit langer Zeit bewährt und bieten vielen Musikern und DJs genau das, was sie von einem Sampler erwarten: Sampeln, bearbeiten, abfeuern und ggf. mit dem integrierten Sequencer ein paar Loops bauen. Der SP-404A verfügt über ein eingebautes Mikrofon und kann mit Batterien betrieben werden, wodurch er sich zum spontanen Sampeln unterwegs anbietet. Als Audioanschlüsse sind Cinch-Buchsen verbaut, was für DJs praktisch ist, für alle anderen jedoch weniger. Besonders interessant ist der SP-404A für Besitzer einer Roland TR-8: Der Sequencer der TR-8 kann die Samples des SP-404A triggern, wodurch die Kombination der beiden Geräte eine sehr vielseitige, hybride Drum-Machine ergeben.

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Roland SP-404A

Roland SP-404A

AKAI MPX16

Der AKAI MPX16 ist ein praktischer, schnörkelloser Pad-Sampler. Er bietet sich vor allem an, wenn man gelegentlich das eine oder andere Sample abfeuern möchte, aber keine umfangreichen Produktions- und Sequencer-Funktionen im Gerät benötigt. Der MPX16 ist vielseitig einsetzbar: Neben Keyboardern und Entertainern kenne ich auch einige Drummer und DJs, die das Gerät in ihrem Setup haben. Ein Stereo-Mikrofon ist integriert und der Batteriebetrieb ist möglich, sodass man mobil sampeln kann. Alternativ kann der MPX16 über seine Klinkeneingänge Samples aufzeichnen. Noch kompakter geht’s mit dem kleinen Bruder MPX8, dieser kann jedoch nicht selbst sampeln.

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AKAI MPX16

AKAI MPX16

Teenage Engineering PO-33 K.O.

Die Pocket Operators von Teenage Engineering haben sich zu einer großen Familie von ungewöhnlichen Klangerzeugern im Taschenrechnerformat entwickelt. Klar, dass da auch ein Sampler nicht fehlen darf. Der PO-33 K.O. bietet 40 Sekunden Sample-Speicher, der sich auf acht melodische Samples und acht Drum-Samples verteilt. Ein Mikrofon ist ebenfalls eingebaut. Mit 16 Effekten lassen sich die Sounds bearbeiten. Das Ganze gibt’s für gerade einmal 85 Euro. Das ist viel Sampling-Spaß für wenig Geld.

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Teenage Engineering PO-33 K.O.

Teenage Engineering PO-33 K.O.

Korg volca Sample

Eigentlich ist der volca Sample kein richtiger Sampler, weil er keinen Audioeingang besitzt und nicht selbst sampeln kann. Allerdings hat Korg zumindest für iOS-Nutzer mit der App AudioPocket eine Lösung bereitgestellt. Für andere Systeme bieten verschiedene Hersteller Software an, mit der man eigene Samples in den volca Sample laden kann. Ich habe den volca Sample trotz dieser Umstände mit aufgenommen, weil er mit dem volca-typischen Workflow eine sehr inspirierende Maschine ist, die einen intuitiven und kreativen Umgang mit Samples ermöglicht. Dazu ist er fast unschlagbar günstig. Und mit dem volca Sample Hack von Pajen hat er etliche neue Funktionen erhalten, die man ihm gar nicht zugetraut hätte.

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Korg volca Sample

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Erich
Gast

Akai MPX16 – leider nur Spielzeug, habe das Teil hier noch rumliegen, – neben einer MPC2500. .. Midi-Kanal nicht wählbar, Empfang auf Kanal 10, spielen auf 1? lange Ladezeiten…

figgelz
Gast

Der Octatrack hat keinen Overbridge Support, soweit ich weiß.

Philipp
Gast

Die Akai Force fehlt mit hier. Wird oft übersehen, denke ich.

King Paulismus One
Gast
King Paulismus One

Ich weiß nicht ob die Force nicht schon etwas too much ist. Hat sie das selbe Betriebssystem wie die Live?
Ich hätte noch den Op-1 oder Op-Z mit reingenommen. Beim Jammen komme ich gut damit zurecht.

Philipp
Gast

Das Betriebssystem im Hintergrund ist bei AKAI immer das selbe, denke ich. Linux auf ARM. Gibt ja Leute die die One oder Live auseinander gebaut haben und sich genauer damit befasst haben. Man hat sogar root Zugriff.
Von der Oberfläche sieht die Force genau so aus wie die One. Es sind ein paar Menüs und Tasten anders aber im Kern sind die gleich. Auf jeden Fall gute Geräte, sehr solide gebaut. Hab meine Force jetzt zwei Wochen und will sie nicht mehr missen.

Jojo
Gast

Viele Fehler in Ihrem Artikel 😐 mindestens zwei beliebte Grooveboxen /Sampler fehlen. Besser informieren und dann den Artikel schreiben.

THo65
Gast

Der AKAI MPX16 war der erste und letzte Akai in meinem Setup, das Sampling an sich war einwandfrei, aber keinerlei MIDI-Anbindung möglich. Scheint ein bekanntes Problem zu sein, das Gerät wurde anstandslos auch nach Ablauf der 30 Tage-Rückgabe zurück genommen.

glain
Gast

Die SP-16 fehlt noch, welche für mich das beste Gerät sein KÖNNTE. Leider hat Pioneer da seine Chance ganz massiv verpasst.

Tracker, welchen ich hoffentlich bald testen kann und Blackbox sind sehr interessante Geräte.

PO-33 in etwas größer wäre ein Traum bzw. die SP-303 in Kombi mit dem Sequencer vom PO.

Die MC-707 könnte auch noch in die Liste auch wenn sie etwas mehr als samplen kann. Kann der Tracker aber auch.