von Dirk | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Crumar Performer

Crumar Performer  ·  Quelle: Crumar

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Warum sollten es andere machen, wenn man es auch selbst erledigen kann? So etwas in dieser Art haben sich vielleicht die Leute bei dem italienischen Unternehmen Crumar gedacht und sich dafür entschieden, eines ihrer populärsten Produkte eigenhändig als Emulation zu veröffentlichen. Performer nimmt sich die in den späten 70ern unter demselben Namen veröffentlichte String-Machine des Herstellers vor. Dabei wird die Plug-in-Emulation direkt um ein paar spannende Funktionen erweitert.

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Crumar Performer

1979 kam der Performer in der ersten Revision auf den Markt und wurde kurze Zeit später um eine mit SSM-Filtern bestückte Rev.B erweitert. Eine String- und eine Brass-Sektion stecken in dem Synthesizer. Während die Brass-Sektion mit Analogfiltern arbeitet, setzten die Strings auf EQ und BBD-Delay.

40 Jahre nach der ersten Veröffentlichung der Original-Hardware entschied sich der Hersteller für eine detaillierte Emulation, die jetzt schließlich als Plug-in erhältlich ist. Laut Crumar basiert diese auf Physical-Modeling.

Das Performer Plug-in bietet sowohl Rev.A als auch Rev.B an, ihr könnt also entscheiden, welches Modell ihr mit authentischem Filter-Sound spielen wollt. Während das Original paraphon ist, bekommt ihr hier volle Polyphonie. Neben der Einstellung für ein globales Tuning stimmt ihr auf Wunsch auch einzelne Noten. Das ist ein Feature, das heutzutage eigentlich jeder Synthesizer anbieten sollte. Ein weiteres schönes Extra stellt die optionale SustainModifikation dar.

Mit den integrierten Effekten Reverb und Chorus sowie den Pedaleffekt-Emulationen Graphic-EQ, Phaser, Flanger und Analog-Delay verpasst ihr dem Sound noch mehr Charakter. Der BBD-Chorus lässt sich bei dem Plug-in übrigens auf Bypass stellen.

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Crumar Performer

Crumar Performer

Einstellungen am Synthesizer und Effekten speichert ihr als Programs und importiert/exportiert diese. Eine ganze Reihe dieser Presets stehen bereits im Plug-in bereit. Außerdem könnt ihr MIDI-Learn benutzen und angelegte MIDI Maps im- und exportieren. Und auch das muss erwähnt werden: Performer soll möglichst schonend mit der CPU umgehen. Das hören wir gern!

Das Interface ist dem Look des Originals nachempfunden. Grundsätzlich finde ich das genaue Nachbilden von Hardware-Oberflächen nicht immer vorteilhaft, in diesem Fall geht das aber völlig in Ordnung. Das liegt daran, dass die Hardware bereits recht übersichtlich gestaltet wurde und nicht so überfrachtet ist. Klar, die Features sind im Vergleich zu ausgewachsenen Synthesizern ja auch eher „klein“.

Spezifikation und Preis

Crumar Performer läuft als VST2, VST3, AU und AAX auf macOS (10.11 oder neuer) sowie Windows (7 oder neuer). Eine kostenlose Demoversion bekommt ihr auf der Website des Herstellers. Die Download-Version des Plug-ins kostet 99 Euro. Zusätzlich könnt ihr ein Deluxe-Box-Set erwerben. Darin ist ein T-Shirt mit Logoaufdruck (L/XL), ein Poster (A0 Format), ein Badge, Sticker sowie ein 2 GB großer USB-Stick enthalten. 129 Euro kostet das „Fan-Paket“.

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3 Antworten zu “Crumar bringt offizielle Emulation von Performer String Machine”

    Alien Sound sagt:
    0

    Schade, dass man hier noch keine Sounds so richtig hören kann. Auch wenn ich den Klang des Performer allgemein mag, hoffe ich doch, dass da noch ein Hardware-Klon folgen wird. Von wem auch immer. Eventuell könnte ich dann nämlich meinen Multiman-S verkaufen.
    Dass man von Seiten Crumars die eigenen Klassiker aber nicht vergessen hat, ist schon mal ein gutes Zeichen. Es bleibt also die Hoffnung, dass da noch viele alte Schätze eine Wiedergeburt erfahren und genauso geil klingen, wie die Vintage Originale.
    Software verliert leider sehr an Wert, und man weiss auch nie, wie lange sich diese mit der Technik noch benutzen lässt.

    Alien Sound sagt:
    0

    Die Sounds hauen mich leider nicht vom Hocker. Schon gar nicht für 99 Euro. Was kriegt man noch dafür, wenn ein Hardware Klon herauskommt? 10 Euro? 20 Euro? Von Dongle-Notwendigkeit habe ich – zum Glück – noch nichts gelesen. Das wäre sowieso der absolute Abtörnhammer.
    Naja, nix für mich, aber vielleicht sind andere über die Software erfreut. Ich warte auf die Hardware ;-)

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