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 ·  Quelle: YouTube/Anthony Dickens

Manchmal bringt die Gitarrenwelt seltsame und wunderbare kleine Juwelen wie diese hervor. Die Circle Guitar ist eine mechanische Gitarre mit einem eingebauten motorbetriebenen Sequencer, der sich dreht und mit bis zu 250 bpm verrückte wie atmosphärische Zupfmuster generieren kann. Ja, ihr habt richtig gelesen: Diese Gitarre kann ihre Saiten selbst zupfen.

Kreativ bleiben

Es ist schön zu sehen, dass die Menschen noch immer kreativ sind und versuchen neue Konzepte für Musikinstrumente zu entwickeln. YouTuber Look Mum No Computer und Love Hulten zum Beispiel. Oder Tosin Abasi mit seinem speziellen Gitarrendesign.

Diese verrückte und zugleich inspirierende Kreation mit dem Namen Circle Guitar entsprang der Fantasie des Erbauers Anthony Dickens. Sie existiert bislang nur als Prototyp, der seit zwei Jahren an der Makerversity in London entwickelt wird. Liest man sich die Kommentare unter den Videos durch, erhält man schnell den Eindruck, dass es für dieses Instrument definitiv Abnehmer geben würde.

Circle Guitar

Was zunächst traditionell klingt, wird blitzschnell komplett futuristisch: Die Gitarre hat einen Korpus aus Esche, ein Griffbrett aus Palisander und ein lasergeschnittenes, mattschwarzes Acryl-Pickguard zur Abdeckung der internen Elektronik. In den Korpus ist eine kreisrunde Platte montiert, die sich drehen kann und von einem Motor betrieben wird. Auf 128 Löchern können Plektren unterschiedlicher Stärken montiert werden. Auf diese Weise werden Rhythmen mit insgesamt fünf verschiedenen Dynamikstufen von Hand programmiert. Die Klangerzeugung bleibt also komplett analog, da die Plektren die Saiten anschlagen.

Hexaphonischer Tonabnehmer

Doch es gibt noch weitere interessante Abweichungen von der Norm. Dickens verbaut einen hexaphonischen Tonabnehmer, sodass jede der Gitarrensaiten einen eigenen Ausgang hat. Jede Saite wird mit individuellen Effekten versehen und separat bearbeitet. Das System ist mit sechs Schaltern gepaart, die am Korpus der Gitarre angebracht sind. Diese steuern, ob das Signal entweder direkt an den Verstärker ausgegeben oder an einen Knopf geleitet wird, der das Audiosignal nur dann freigibt, wenn er gedrückt wird.

Das für sich allein sorgt bereits für tolle atmosphärische Rhythmen, die man so niemals auf einer traditionellen E-Gitarre spielen könnte. Darüber hinaus kann der Motor sogar einen Timecode ausgeben bzw. die Tempoinformationen über USB mit der Clock eines DAW-Setups oder externer Hardware synchronisieren. Wahnsinn!

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