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pluginboutique.com Carbon Electra, übersichtliches GUI des Soft-Synths

Carbon Electra - schlicht und aufgeräumt, das GUI  ·  Quelle: Youtube / Plugin Boutique

Mit dem Carbon Electra stellt der Entwickler Davide Carbone von S:amplify einen virtuellen Klangerzeuger vor, der durch seine übersichtliche Bedienoberfläche insbesondere auch für Synthesizer Neulinge interessant sein soll. Laut Angaben des Entwicklers gibt es hier keine verstecken Menüs und verwirrenden Funktionen, alle Informationen werden klar ersichtlich auf den „Displays“ dargestellt. Somit soll sich der Electra also bestens als Übungs-Tool für Einsteiger eignen.

Dementsprechend ist der Aufbau des Synths dann auch recht schnell umrissen. Geboten werden hier insgesamt vier Oszillatoren: Diese erzeugen jeweils Rechteck, Sägezahn, Dreieck, Sinus und können für fette Leadsounds auch unisono betrieben werden. Als weiterer Klanglieferant steht ein Rauschgenerator zur Verfügung. Im Anschluss daran folgen ein Mixer für alle Oszillatoren sowie ein Multimode Filter. Dieses resonanzfähige Filter verfügt über die fünf Filtertypen Low-Pass, Band-Pass und High-Pass, sowie ein Band-Reject bzw. Bandsperre-Filter. Der letzte Filtertyp ist etwas exotischer und liefert recht ungewöhnliche Klangresultate: Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Vocal-Filter. Zur Modulation der so generierten Klänge bietet der Electra wiederum drei separate LFOs sowie zwei eigenständige Envelope Generatoren. Natürlich darf auch eine kleine Effekt-Sektion nicht fehlen: Hier finden sich Chorus, Delay, Phaser und Distortion sowie ein Equalizer. Zu guter Letzt folgt dann noch der heutzutage fast zum Standard eines Soft-Synths gehörende Step-Sequencer, der jedoch allem Anschein nach keine besonderen Highlights zu bieten hat.

Sicherlich ist dem Entwickler mit diesem Klangerzeuger nicht der nächste Über-Synth gelungen, doch das wird hier wohl auch nicht der Anspruch gewesen sein. Stattdessen findet man hier aber tatsächlich einen solide wirkenden Soft-Synth, der durch einfache Bedienbarkeit und ein schlankes, übersichtliches User-Interface überzeugt. Derzeit scheint leider (noch) keine Testversion verfügbar zu sein, somit ist es aktuell etwas schwierig, ein finales Urteil über die Soundqualität abzugeben, die im Video unten angeteaserten Sounds lassen aber hoffen!

Der Electra soll ab Ende Juli exklusiv über die Website pluginboutique.com zum Preis von umgerechnet ca. 90 Euro zu haben sein, bisher konnte ich das Plugin aber leider noch nicht auf besagter Website finden. Das Plugin wird sowohl als VST als auch als AU-Ausführung in 32 und 64 Bit für Windows und Mac OS verfügbar sein.

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