Behringer DeepMind12 Phat12 Prototype

Der Prototyp in voller Pracht, damals noch als Phat12 bezeichnet  ·  Quelle: Youtube / amazonamag

Habt ihr mitbekommen, dass Behringer den Preis vom DeepMind 12 gesenkt hat? Aus Spaß habe ich mir heute mal die Preise angesehen: Der viel diskutierte Synthesizer liegt gerade bei unter 1000 Euro, genauer gesagt bei der psychologischen Standardmarke von 999 Euro.

Das sind immerhin rund 200 Euro weniger als bisher und somit ist klar, dass die Strategie nicht ganz zufällig ist. Offenbar konnte Behringer von vorn herein den Deep Mind 12 und sicher auch andere Geräte für weniger herstellen und macht den bekannten Trick: Der früher Vogel hat richtig Bock auf das Gerät und zahlt dann auch ganz gern mehr. Schließlich war zur Zeit der Markteinführung lediglich DSI mit dem Prophet Rev 2 ein attraktiver echter Gegner, da es ihn auch mit 16 Stimmen gibt und inzwischen auch als Desktop. Auch vom Deep Mind 12 gibt es ein solches Rack-/Desktopgerät.

Behringer DeepMind 12 vs. DSI

Inzwischen ist aber Dave Smith mit seinen Geräten doch für den Preis von zwei DM 12 zu haben und ist damit nicht mehr so attraktiv. Man muss für die weiteren Stimmen ordentlich bezahlen, bekommt dafür auch etwas mehr Synthese. Behringer kann dafür indirekt mit dem Roland-Sound werben, denn der Deep Mind ist in allen seinen Formen dem Klang des Juno-106 entsprungen oder davon “inspiriert”.

Liegt es da nicht nahe, dass DeepMind 6 und Desktop folgen. Nein, noch nicht. Dennoch muss man aber annehmen, dass diese Politik dann vielleicht für alle Synthesizer aus dem Hause gilt – es sind noch einige geplant. In den USA soll der D-Synth, also Behringers Minimoog-Clone, bei $ 299,99 starten. Wie der hiesige Preis aussieht und wie sehr dort noch nach unten Möglichkeiten bestehen, ist nicht festzumachen. Dennoch wird es wohl nicht die kleinstmögliche Option sein.

Übrigens macht auch Korg so etwas, allerdings nach einer deutlich längeren Erstverkaufszeit und niemals, wenn die ersten Lieferungen schleppend nachkommen, sondern wenn das Gerät schon Jahre auf dem Markt war. Sicher sind sie nicht die einzigen, sogar Roland hat einige Geräte wie die digitalen Module oder auch den SBX1 Synchronizer mit USB-MIDI-CV-Interface faktisch um den Faktor 3-4 gesenkt, ebenso erging es dem A1.

Wer nicht unbedingt sofort etwas braucht, kann offenbar sparen. Allerdings lebt eine Firma viel vom Erstfeedback, der Verlässlichkeit und auch langfristiger Pflege. Aber: Ich würde vermuten, die Behringer-Synths werden mit der Zeit alle etwas günstiger.

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    Und DSI wird nicht mal günstiger, obwohl der US-Dollar seit der Einführung z.B. vom Prophet 6 Desktop, um 12% gefallen ist! Ich glaube sogar DSI ist teurer geworden, 1999,-€ von 2279,-€ (Desktop)