von johannes | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Die Platine des Arcano Systems NES Chiptune Synthesizers

Arcano MIDI NES Synth - Chiptunes in puristischem Format  ·  Quelle: arcanosystems.com

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Derzeit findet sich bei Kickstarter eine Kampagne zur Finanzierung eines interessanten Chiptune Synthesizers. Hierbei handelt sich um einen Mikrokontroller-basierten Synth, der in der Lage sein soll, die typischen Retro-Sounds im Nintendo NES Stil zu kreieren. Ins Leben gerufen wurde die Kampagne von dem Entwickler Arcano Systems. Allem Anschein nach handelt es sich hier wohl um das erste Projekt dieses Entwicklers.

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Bei dem MIDI NES-Synth handelt es sich um einen extrem minimalistisch ausgelegten Synthesizer, der auf einer einzelnen, wenige Zentimeter großen Platine daherkommt. Neben einem obligatorischen MIDI-Eingang und einem 3,5mm Klinken-Audioausgang verfügt die Platine noch über einen Netzteil-Anschluss, das war’s! Auf einen USB-Anschluss zur Realisierung von Firmware-Updates, virtuellem MIDI oder auch eine optionale Stromversorgung wurde wohl aus Kostengründen verzichtet. Aber auch im Hinblick auf die vorhandenen Bedienelemente herrscht absoluter Purismus: Außer zwei Buttons zur Auswahl der werkseitigen 18 Presets und  einer 7-Segment LED-Anzeige zur Anzeige der Selbigen gibt es hier nichts. Etwas schade, denn die Möglichkeit, in Echtzeit auf – wenigstens ein paar – Parameter zugreifen zu können, wäre schon verlockend gewesen.

Zum Betrieb des NES Chiptune Synthesizers benötigt der geneigte Musiker übrigens nicht zwingend Programmierkenntnisse, denn laut Angaben des Entwicklers wird der ATmega328-Chip bereits ab Werk mit der benötigten Firmware bestückt, sodass es direkt losgehen kann. Dennoch betont der Entwickler, dass es mithilfe eines 6-Pin Anschlusses auf der Platine möglich ist, das Board mit einer individuellen Software für eigene Experimente zu bespielen. Auf diese Art lassen sich dann eigene Schwingungsformen, Hüllkurven, aber auch LFOs und Sample-basierte Anwendungen realisieren. Ob man allerdings hierzu noch einen Schnittstellenadapter – beispielsweise auf USB – benötig,t war nicht herauszufinden. Weiterhin konnte ich auch keine Informationen dazu finden, unter welcher Lizenz die eingesetzte Original-Firmware steht, bzw. ob und in wieweit diese verändert werden darf. Dies nur am Rande: Wer sich bereits mit dem Entwicklerboard Arduino bzw. dessen Ableger Auduino beschäftigt hat, dem wird der auch hier eingesetzte ATmega328 Mikrocontroller bereits bekannt vorkommen. Möglicherweise eine gute Basis für eigene Sound-Experimente mit dem NES Chiptune Synth.

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Eine feine Besonderheit bietet Arcanos NES Chiptune Synth noch: Zwar verfügt bereits der ATmega328 Mikrokontroller über diverse PWM-Ausgänge (Pulse Width Modulation), die zur Ausgabe von Audiosignalen genutzt werden können, dennoch hat man der Synth-Platine einen zusätzlichen Digital-Analog-Konverter zur Verbesserung der Klangwiedergabe spendiert.

Die Kickstarter-Kampagne zu diesem Projekt läuft schon seit ein paar Tagen und auch das ursprüngliche Finanzierungsziel von 1000 US-Dollar wurde bereits weit überschritten. Spannend, zeigt es doch ganz gut, wie groß das Interesse an dem Thema Chiptune-Sounds derzeit ist. Wer Lust hat, das Projekt zu unterstützen, hat noch bis einschließlich 26. August die Gelegenheit dazu, der Mindestbetrag zur Beteiligung liegt bei umgerechnet knapp 60 Euro. Hierfür erhält man dann ein vollständiges Kit zum Selbstbau eines Chiptune Synths, Löt-Kenntnisse vorausgesetzt.

 

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