von Julian Schmauch | 3,4 / 5,0 | Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Ableton-Erfinder Robert Henke:

Ableton-Erfinder Robert Henke: "CDs sind unterschätzt!"  ·  Quelle: Phil Hearing, Unsplash

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Ableton-Erfinder Robert Henke hat sich in einem öffentlichen Post auf seinem Facebook-Profil für die gute, alte CD stark gemacht. Neben einigen soundtechnischen Aspekten führt Henke vor allem Umweltaspekte an. So sei der ökologische Fußabdruck von Schallplatten, was Versandkosten, Transport, Verpackung und Herstellung betrifft, um ein Vielfaches höher. Auch würden CDs bei entsprechender Behandlung 30 Jahre und länger halten. Das ist bei Vinyl selten bis nie der Fall. Wie seht ihr das? Schreibt es uns in die Kommentare!

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Update (18. Juli 2022)

Um weitere Missverständnisse zu vermeiden hier der Originaltext aus Robert Henkes Facebook-Post im Wortlaut.

I still love physical products. But manufacturing big heavy plates of plastic and have them shipped around the globe is a huge waste of energy and resources. In times of global warming and dependency on cheap energy from the likes of Russia or Saudi Arabia, I consider not doing any releases on vinyl anymore, but fully embrace CDs. The last big physical media innovation, with a better signal to noise ratio, better channel separation, better frequency response than vinyl in a smaller package 🙂 Compact Disk, you are underrated and you will always have a place in my heart.
Some addendums as response to the discussion:
1. Shipping is a big part of the problem and will become more so when prices for fuel go up. Shipping also comes with its very own ecological footprint, starting with the necessary infrastructure. We need to ship less stuff around the globe.
2. Streaming is consuming a lot of energy, see discussion.
3. if CDs are stored with care, and if your CD player is in a good shape, they will last 30 years. 95% or more of my CDs from the 1990 or earlier still play fine, and i did not treat some of them well.
4. buying / selling vintage vinyl is great. I just don’t want to make new ones. that does not mean i am against everyone else doing it, it is my personal thoughts i am sharing here.
5. The argument that ‚x is only causing 5% of problem, look at the bad folks doing 95%, why should i change my habits?‘ : please, just skip it.
6. CDs are not music, they are a medium. But since I like to make music and I like to share it, I need to use some media. CD is a compromise i feel more comfortable with than vinyl, hence my post.
7. Vinyl is in total numbers of plays by far the least significant medium. Vinyl is a luxury product. For the vast majority of people experiencing my music it does not exist. They get my music via streaming, downloads.
Addendum #2 14.7.2022
I am surprised by the hype this post gets and by the emerging narrative that i am telling people what to do – i don’t! I just share thoughts about what I might do and why. Big difference.
The thread prompted some thinking about physical format versus data. I believe one key property of vinyl (and CD) versus download or also versus memory stick is the fact that it *requires* a dedicated playback unit, which is typically not the computer. And that is a value in itself these days. Playing vinyl or playing a CD on a CD player is a dedicated act of listening, away from the non-stop background stream of data from your iPhone, laptop, what ever. That ritual is important.

Ableton-Erfinder Robert Henke: „Vinyl ist ein Luxusprodukt“

Henke entwickelte Ende der Neunziger zusammen mit Gerhard Behles, Freund und Bandkollege bei Monolake, die erste Version von Ableton Live. Diese erschien 2001. Anfangs war unter anderem auch Bernd Roggendorf, ehemaliger CEO von Native Instruments mit im Team. Robert Henke wiederum produziert und veröffentlicht bis heute Musik. Und ist physischen Medien (Kassette, Vinyl, CD) im Vergleich zu Streaming sehr zugetan. Vor allem Letztere hat es Henke angetan und er sieht den Vinyl-Boom kritisch. So sei es in Zeiten von globaler Erderwärmung und zunehmender Verknappung von Rohstoffen für ihn zeitgemäß, zukünftige Releases nicht mehr auf Vinyl und physisch nur noch als CD zu veröffentlichen.

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Auch Streaming sieht Henke zwiespältig. So sei dessen Energieverbrauch nicht unerheblich. Und Henke ist eben Fan von physischen Medien. Und hier sei die CD was Haltbarkeit, Herstellung und Transport betrifft, Vinyl in Längen voraus. Auch hätten CDs eine bessere Signal-to-Noise-Ratio, bessere Stereo-Trennung und einen besseren Frequenzgang. Auch sei Vinyl, wenn er seine gesamte Hörerschaft betrachte, ein Luxusgut. Denn die allermeisten seiner Hörer und Hörerinnen hören seine Musik via Streaming oder Downloads.

Der YouTuber Benn Jordan hat hierzu vor einiger Zeit auch ein längeres Video gemacht, das viele Argumente zum Thema Vinyl und Umwelt sammelt. Was meint ihr? Kommt die CD zurück? Ist Streaming das letzte Medium?

Infos über Ableton und CDs

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Ableton-Erfinder Robert Henke: "CDs sind unterschätzt!"

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33 Antworten zu “Ableton-Erfinder Robert Henke: „CDs sind unterschätzt!“”

    Christian sagt:
    0

    Ich denke Vinyl ist ein Luxusgut, da es ein Sammelobjekt ist. Ich kenne viele Leute, die Vinyl besitzen wollen, die Musik aber dennoch meistens streamen. Was diesen Teil angeht sind natürlich alle Gegenüberstellungen in Sachen Haltbarkeit und Sound-Qualität obsolet. Für Vinyl-Sammler muss es Vinyl sein. Für einen CD-Sammler CD. Und dass es von letzteren nicht mehr viele gibt, ist in der Tat schade. Das Medium hat mehr verdient. Vielleicht kommt der CD-Kult irgendwann zurück.

    Thorsten sagt:
    0

    Das einzige was – finde ich – für die LP spricht: man hört die meistens komplett, weil man zu faul ist die Nadel zu bewegen. So kommt man in den Genuss des Kunstwerkes wie der Künstler es sich gedacht hat.
    Was den Klang angeht: immer die CD.

    Don Promillo sagt:
    0

    Ich nutze meistens Songs von der Festplatte. Ich kaufe die und lade die runter. LPs habe ich schon seit gut 20 Jahren nicht mehr gekauft und CDs seit ca. 15 Jahren nicht mehr. Ich habe alle Songs auf dem Laptop. Keine Schlepperei zur nächsten Party.

    Modellwelle sagt:
    0

    Natürlich ist die vinyl ein Luxusgut. Denke der Personenkreis von vinylkäufern ist auch eher klein im Verhältnis zu CD-Hörern oder Streamern. Kauft man sich wenn überhaupt von seinen Lieblingsbands, bieten viele dann ja auch in bunten Sondereditionen an. Kaufgrund werden auch die großen Cover sein. Laut den Labels erhöht die Deutsche Post aber gerade die Porto-Preise für Vinylsendungen massiv, was evtl. die Nachfrage senken wird.
    Technisch würde ich auch die CD bevorzugen. Umweltschutz? Klaro verbraucht sie Ressourcen, aber wenn man zB bedenkt wie viele 1000 Neubauwohnungen in D pro Jahr mit Vinylböden inkl Weichmachern gebaut werden? Da wären mal Vergleichsdaten interessant.

    Rober H natürlich genialer Künstler und Techniker. Gerade seine Commodore Konzerte, was er da aus den alten Geräten alles rausholt und was ja auch was nachhaltiges hat.

    MaLu sagt:
    0

    Ich sag’s mal so: im Auto habe ich bis vor kurzem (in Ermangelung modernerer Möglichkeiten) auch noch viel CD gekauft und gebrannt, solange das CD-Laufwerk noch lief. Nach einer Reparatur konnte ich die Lebensdauer auch etwas erhöhen…
    Inzwischen nutze ich vorwiegend einen 64GB USB-Stick – meiner Meinung nach am Nachaltigsten, denn da gebe ich Herrn H recht: der Energieverbrauch der nötigen Infrastruktur für’s streamen ist pervers – insbesondere wenn man bestimmte Lieblingssongs wiederholt anhört und jedes mal massiv Energie verbraucht (vom armen Handyakku und dem Datenvolumen ganz abgesehen). Deswegen: einmalig (am besten per Festnetz – deutlich effizienter) herunterladen; auf’s Speichermedium packen und fertig. Sollte deutlich weniger Energie kosten und man ist unabhängig von Empfang, Servern u. ä. Teilen der Infrastruktur…
    Was die Langlebigkeit betrifft: habe Vinyls die schon über 40 Jahre alt sind und funktionieren – hängt halt von Pflege und Nutzungshäufigkeit ab – bei CDs ja auch (siehe Kratzerproblematik). Zumindest bei gebrannten CDs hat kaum eine mehr als 15Jahre bei mir geschafft, bevor die Selbstauflösung eintritt (auch bei schonendem Umgang)…
    Und hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs/ Umweltschutz hab ich meine Zweifel ob die CD wirklich besser ist als Vinyl…
    zumal Vinyl (Hype hin oder her) sicher nicht mehr in vergleichbaren Mengen wie vor 40Jahren verkauft wird (zumindest kapitalistisch-evolutionär-Konsum-verfügbarkeits- & Inflations-bereinigt)…
    Fazit: Flash-Speicher halte ich für am sinnvollsten
    PS: davon hab ich sogar noch welche die inzwischen 20Jahre alt sind und noch funktionieren – wie bei Vinyl & CD: Verschleiß ist abhängig von der Häufigkeit der Verwendung – bei reiner Lagerung wohl am geringsten (ICs gehen in der Regel durch Nutzung und kaum durch Alterung kaputt)…

    BadMonkey NoBanana sagt:
    1

    Die CD ist tot und das aus guten Gründen.
    Das Vinyl dreht sich weiter und das auch aus guten Gründen.
    Warum gibt es etwa HiEnd Plattenspieler, wenn die CD so toll sein soll?
    Darüber hinaus finde ich Dj´s die ohne Platten auflegen, sprich DJs mit Krücken (..im übertragenen Sinn) absolut uninteressant.
    Der Underground bringt seinen Sound Primär auf 12″ raus und da ist nämlich die wirklich gute Mucke zu Hause, denn was interessiert mich eine DJ Bobo Hochglanz-Produktion?

    silverbooger sagt:
    1

    Menschen ohne stichhaltige Argumentation benutzen gern die Phrase “ aus gutem Grund.“ Und das aus gutem Grund…. ;-)

    TBS sagt:
    0

    Was soll man da sagen, gut mein Senf dazu, habe CD’s und Vinyl durch, werde dann bei mp3 und co bleiben, nur mal meine Meinung als User…

    christos sagt:
    0

    Hier wird eher darüber gesprochen, was jeder so als medium nutzt/nutzen würde. Aber ich frage mich, wie ein Künstler gerne seine Musik konservieren und darbieten möchte. Entscheidet man dann für den Markt (stream) oder für den eigenen Anspruch (z.b. Kassette, Vinyl, CD whatever.)

    KODO sagt:
    0

    Seit den ersten guten CD-Playern habe ich Plattenspieler und Plattensammlung verkauft. Ich habe es nie bereut und verstehe den Hype um Schallplatten nicht.
    Technisch gibt es keinen Grund Schallplatten zu kaufen.
    Meine Musik brenne ich immer auf CD (geschnitten mit emagic WaveBurner). Auch kaufe ich immer noch CDs, besonders klassische Musik. Mit einem guten CD-Player und guten Kopfhörern ist das meine liebste Freizeitbeschäftigung.

    Ne Ne sagt:
    2

    „Auch würden CDs bei entsprechender Behandlung 30 Jahre und länger halten. Das ist bei Vinyl selten bis nie der Fall.“
    Schallplatten sollen nach 30 Jahren nicht mehr funktionieren? Was ist das denn für ein Blödsinn?

      claudius sagt:
      -2

      Sie nutzen sich ab, sie werden beim Lagern nie gewendet und zerbrechen leichter. Es stimmt schon, dass Schallplatten tendenziell (!) nicht so lange halten wie CDs. Allerdings kann ich nicht von mir sagen, eine CD länger als 15 Jahre in meinem Besitz zu wissen. Aber die funktioniert noch wie am ersten Tag nach bestimmt 500x hören. Das könnte eine Schallplatte vielleicht nicht von sich behaupten.

        Ne Ne sagt:
        1

        Natürlich gibt es Platten, die kaputt gehen und keine 30 Jahre alt werden. Daraus aber eine verallgemeinerte Aussage abzuleiten, ALLE Platten würden nach 30 Jahren nicht mehr funktionieren, ist grober Unfug.

        Dave sagt:
        0

        Ich habe gefühlte Tonnen an CDs und bisher ist mir noch kein Schaden aufgefallen. Ob CDs, die ich im Erscheinungsjahr gekauft habe (z. B. Blumfeld Ich-Machine / 1992, oder die ganzen Klassiker wie Pearl Jam Ten etc.) bis hin zu CDs, die ich irgendwann vor 1990 gekauft habe wie Van Halen Women and Children First. Auch bei meinem Vinyl – Platten von meinem Vater im Erscheinungsjahr gekauft wie Pink Floyd Ummagumma oder diverse Platten von den Beatles, Deep Purple, Stones – wie auch in den 80ern gekauftes Vinyl … läuft alles.

        Alles ist in geschlossenen Schränken (lichtdicht) verstaut. Vielleicht ein Grund für die Langlebigkeit?
        PS: Und vieles davon wird seit 30-40 Jahren rauf und runter gespielt!

    Thomas sagt:
    0

    Wegen des Klangs kauft wohl niemand ernsthaft Vinyl, aber es ist einfach ein schönes Medium mit toller Haptik. Dazu das große Cover, das hat schon was.
    Dem Plattenspieler bei der Arbeit zuzuschauen kann auch sehr meditativ wirken.
    Trotzdem möchte ich eine Lanze für die CD brechen, da sie vor allem gebraucht teilweise irrsinnig günstig sind. Und vom Platz fürs Artwork her sind sie ein guter Kompromiss.
    Streamen finde ich fürchterlich, in jeglicher Hinsicht, dann lieber vom mobilen Datenträger.

      Stefan1965 sagt:
      0

      Sorry, Schallplatten werden wegen ihres warmen, analogen Klanges und von manchen wegen des Retro-Feeling gekauft. Natürlich ist die CD technisch gesehen, in jeder Beziehung überlegen. In der Musik geht es allerdings um die Übermittlung von Emotionen und Gefühl. Ob man das eine oder andere bevorzugt und was einem persönlich wichtiger erscheint, ist daher reine Geschmackssache. Insgesamt ist die Schallplatte aber doch ein Nischenprodukt für Liebhaber. Ob man dafür jetzt so ein Fass aufmachen muss?

    Specktorpedo sagt:
    0

    Warum nicht alles?
    – Mixe über Streaming (egal ob SC, oder von YT runtergeladen) weil aktuell und convenient
    – CDs wg. der Kompaktheit und Handhabbarkeit
    – Vinyl weil einfach die 1sten Schätze drunter sind u. wie schon gesagt tolle Optik/Haptik
    – Tapes hab ich auch noch, Radio-DJ-Sets :)

    Wenn interessiert bitte das Geseier eines weiteren Vertreters derjenigen Musikerinnung, die meinen sie „müssen“ sich irgendwann in soziale, wirtschaftliche und sonstige Themen einbringen? „These are a dime a dozen“. Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Du bist Unterhalter, nichts mehr.

    Norman sagt:
    0

    CD,s sind für mich voll ok.
    Vinyl leiste ich mir nur in Ausnahmefällen weil der Preis und Versand einfach sauteuer ist.
    16bit 44 reicht mir auch für audiophiele FLAC,s aus.
    Außerdem hab ich am Turntable die Ortophon pro s, welche besser zum scratchen als zum gut klingen ausgelegt sind…
    Die Laser im CDplayer klingen immer gleich soweit ich es beurteilen kann

    Gabberlein sagt:
    0

    Ja beim Streaming ist der Energieverbrauch ein Faktor stimmt weil ja die Rechner im dauerbetrieb sind, aber die Tatsache ist seit Mp3 und Technik wie USB post in den Geräten wird das halt bevorzugt wie auch bei mir. Ein kleines Beispiel höre ich gerne draussen untwerwegs Musik da fällt die CD schonmal weg auch das Handy kommt nicht in Frage, also Verwende ich einen kleinen MP3 player der mit 1 Batterie betrieben wird oder eine Portable Box die auch schon USB und micro-SD Slot haben so wie Akku verbaut. Kenne noch die zeiten mit Discman rum laufen nicht wirklich Handlich gewesen das teil die Nutzungs dauer auch nicht besonders aber wo neue Modelle raus kamen die auch MP3 konnten wars besser, heute hat ein Autoradio schon USB oder SD-slot andere Geräte wie Geschrieben auch also wird sowas der CD-LP halt vorgezogen werden und das immer dazu die MP3 nimmt sehr viel weniger Platz in einer Hose/Wohnung ein lol.

    Hussamana sagt:
    2

    Lustig wie viele Kommentare hier sind die meinen vinyl kann klanglich niemals mithalten.
    Bei einem 60 euro mediamarkt spieler mag das sein.
    Bei einem vernünftigen Setup kann nur ein Tonband mit Vinyl mithalten,
    Die meisten aber glauben ja eine platte raucht und kratzt wie sie es eben aus der Kindheit kennen.
    Besucht mal jemand mit vernünftiger Anlage und gört denn Klang das würde so manchen die Augen und Ohren öffnen….Musikverständnis vorausgesetzt

      Edgar Marton sagt:
      1

      Ja, dem kann ich zustimmen. Ich gebe jedoch zu bedenken, das ein Grossteil der jungen Musikkonsumenten lediglich mit komprimierter und qualitätsreduzierter Musik aufgewachsen sind. Seit über 30 Jahren existiert des mp3 Format in vielen unterschiedlichen Decodierungen von erträglich bis grauenhaft. Ich behaupte mal, das über 80 Prozent der meist jüngeren Konsumenten gar kein anderes Musikformat bzw. gar keine andere Qualität der Musikwiedergabe kennen. Wo soll da ein normales Musikverständnis herkommen und ist es überhaupt noch aktuell und gewünscht? Oder hat die heutige x-Beliebigkeit der Musik und die scheinbar ständige Verfügbarkeit via Smartphone nicht schon längst die Grenzen des Musikkonsums verschoben und neu gesetzt…. Fragen über Fragen

      Sonja Dammriss sagt:
      -1

      So geil… Audiophile können die Physik einfach aushebeln. Respekt!

    Edgar Marton sagt:
    0

    Vinyl ist m.E. eindeutig ein Sammlerprodukt – ich will meine Vorredner nicht wiederholen, das liegt an vielen Faktoren wie Cover, etc. Bis auf das Promille, das sich einen wirklich High End Plattendreher leisten kann ist der Audiovorteil einer CD trotz Nyquist-Abtasttheorem unüberhörbar. Ich habe die Ehre über ein halbes Jahrhundert mit einem der grössten privaten Schallplattenarchivare in Berlin befreundet zu sein. Sein Kaufverhalten ist keinesfalls exemplarisch – weist ihn jedoch als echten Sammler UND Tonfreund aus. Von einer Veröffentlichung wird die Vinyl- UND die CD-Ausgabe gekauft. Vinyl wegen Optik und Sammlergut und CD zum Hören. Bei vielen zehntausenden von Schallplatten ist allein schon der mechanische Aufwand des Suchens, der Katalogisierung , des Findens, der Plattenreinigung und anschließender Rearchivierung (Folienverpackung) im Vergleich zu einer ein wenigen Sekunden spielfertigen und mechanisch robusteren CD nicht mehr vertretbar. Es gibt also beide Welten und das wird bestimmt lange so bleiben. Von Streaming und ähnlichen Dingen via Internet hält er nichts.

    Schubert sagt:
    2

    Dieser Artikel ist völlig überschätzt.
    Vinyl hält selten bis nie 30jahre. Woher bezieht er solche Weisheiten?? Meine älteste Platte ist von 1968 und die läuft noch immer wunderbar. Und allein ein Vinylcover ist um ein Vielfaches geiler als ne CD.

      Edgar Marton sagt:
      1

      Die Lagerfähigkeit ist bei sorgsamer Lagerung (aufrecht, Folie, staubfrei etc.) eigentlich unendlich. Bei Abspielzyklen gibt es sehr kontroverse Diskussionen… hängt natürlich vom Plattendreher ab aber bis 700 Abspielvorgänge sind schon möglich bis es zu messtechnisch relevanten und hörbaren Verlusten bei der Audioqualität kommt. Das Vinyl ist danach immer noch benutzbar jedoch mit Qualitätseinschränkungen. Das ist aber dann auch sehr subjektiv in der Wahrnehmung.

    Basicnoise sagt:
    0

    Hahaha. Internet in a nutshell hier. Leute haben voll wichtige Meinungen :D
    Who cares. Kann ja jeder machen, wie er will. Vom 20 Euro Bluetooth Speaker bis zum Snake Oil-Super-Hi-Fi Krams ist ja alles möglich. Und alle haben ihre Berechtigung. Genauso wie alle Abspielmedien. Naja.. auch wieder nur so eine Meinung.

    Philipp sagt:
    0

    Mir sind das liebste Files ohne DRM mit unkomprimierter Musik (FLAC). Vinyl mag ich vom klanglichen Charakter, aber wegs des Faktors der Abnutzung beim abspielen nicht.

    Markus sagt:
    0

    Diese Diskussion ist obsolet, denn so verschieden die Medien sind, so verschieden die Hörer und Ansprüche. Ich nutze alles aber bewusst unterschiedlich. Analog aufgenommene Jazzalben auf Vinyl, weil keine CD ode kein streaming dies audiophil wiedergeben kann. Neuere und digitale Produktionen auf CD, welche ich oft höre und streaming, welche ich selten höre. Dazu braucht es aber entsprechend teure Hardware, sonst macht dies keinen Sinn. Es guibt eben Musikhörer und Hörer von Musik.

    René sagt:
    0

    Ich verstehe sehr gut was er damit sagen will. Allerdings halte ich persönlich Flash Speicher für sinnvoller. Der Materialaufwand ist winzig, die Kapazität mittlerweile enorm. Und die Internet-Bandbreiten ließen auch Downloads in einer Qualität zu die sowohl Vinyls als auch CD bei weitem übertreffen.

    Millgna sagt:
    0

    Eine Schallplatte herzustellen ist ein aufwändiges Verfahren und daher ein Handwerk.
    Viel Elektrophysikalisches Wissen ist dafür nötig.
    Das schüttelt man nicht so easy aus dem Ärmel.
    Außerdem ist die Vinyl für mich ein ästhetisches Medium weil es zum einen super schön aussieht im Regal und zum anderen fantastisch klingt. Allein das zugucken wie die Nadel wandert ist wundervoll.
    Dazu kommt noch dass man die Musik tatsächlich sieht beim hören…ein absolutes Pro aus meiner Sicht.
    Aber klar, ich stimme mit ein wenn es heißt „Nachhaltigkeit“.
    Es muss nicht jeder shit auf Vinyl gepresst werden. Da könnte man definitiv was einsparen.
    Die CD hingegen hat in meinen Augen nichts mit Kunst zu tun…höchstens künstlich!
    Sie ist der Inbegriff für Synthetik und fetzt überhaupt nicht.
    Man könnte schon sagen; sie langweilt mich.
    Ich drehe lieber die Platte oder das Tape um als das ich jemals wieder eine CD einlege.
    Aber am Ende muss das jeder für sich selbst entscheiden über welches Medium er seine Musik, Hörspiele/Bücher und/oder Podcasts, etc. wiedergibt.
    Ich denke da gibt es kein richtig oder falsch.

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