Die besten Offset-Gitarren: Von Surf bis Metal, von Jaguar bis Jazzmaster
Gleichzeitig so vertraut und so eigenwillig: Offset-Gitarren. Jazzmaster und Jaguar gehören mittlerweile längst zu den Klassikern der Gitarrenwelt. Dabei verlief ihre Karriere anders, als Fender sich das ursprünglich vorgestellt hatte. Statt im Jazz landeten die schrägen Gitarren zunächst im Surfrock und später bei Punk, Indie, Grunge und Shoegaze. Und inzwischen haben auch andere Hersteller die asymmetrischen Formen für sich entdeckt. Zeit also, sich anzusehen, was eine Offset-Gitarre ausmacht und welche Modelle heute interessant sind. Mein Offset-Kaufberater.
Offset-Gitarren Kaufberater: Inhalt
Dabei soll es hier ausdrücklich nicht nur um Jazzmaster und Jaguar gehen. Neben traditionellen Modellen gibt es moderne Interpretationen mit Humbuckern, P90s, Hardtail-Brücken und sogar Bariton-Mensuren. Also, los geht’s. Und wie immer: Verratet mir in den Kommentaren, welches eure persönliche Nummer 1 unter den Offset-Gitarren ist!
Was ist eigentlich eine Offset-Gitarre?
Der Begriff Offset beschreibt zunächst keinen bestimmten Sound, sondern die Form des Korpus. Bei einer klassischen Stratocaster oder Les Paul liegen die beiden Einbuchtungen der Taille ungefähr auf einer Linie. Bei einer Offset-Gitarre sind sie gegeneinander versetzt.
Die Fender Jazzmaster erschien Ende der 1950er-Jahre und sollte unter anderem anspruchsvolle Jazzgitarristen ansprechen. Anfang der 1960er-Jahre folgte die Jaguar. Beide waren als moderne und vergleichsweise aufwendige Instrumente konzipiert.
Ihre eigentliche kulturelle Heimat fanden sie später allerdings weniger im Jazz als bei Surf, Alternative, Punk, Grunge und Shoegaze. Heute wird der Begriff Offset zudem großzügiger verwendet: Auch asymmetrische Designs anderer Hersteller werden gerne dieser Familie zugerechnet. In diesem Kaufberater fasse ich den Begriff deshalb bewusst etwas weiter — ist ja auch mein Kaufberater, nicht?
Jazzmaster oder Jaguar?

Bis man sich wirklich sicher ist, dauert es eine kurze Weile. Denn auf den ersten Blick sehen sich Jazzmaster und Jaguar ziemlich ähnlich. Beim Spielen zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede:
Die klassische Jazzmaster besitzt eine Mensur von 25,5 Zoll und entspricht damit Stratocaster und Telecaster. Die Jaguar kommt traditionell mit kurzen 24 Zoll. Dadurch fühlt sie sich kompakter an und die Saiten wirken bei gleicher Stärke etwas weicher (fast schon „gibsonmäßig“…) als andere Offset-Gitarren.
Auch die Pickups unterscheiden sich. Die breiten Jazzmaster-Singlecoils werden optisch gerne mit P90s verwechselt, sind aber anders konstruiert. Jaguar-Pickups sind schmaler und besitzen ihre charakteristischen Metallkrallen.
Hinzu kommen je nach Modell verschiedene Schaltungen, Bridges und Tremolo-Systeme. Gerade darin liegt ein großer Teil des Reizes dieser Gitarren.
Offset-Gitarren: Was brauche ich wirklich?
Vor dem Kauf würde ich vor allem auf vier Dinge achten: Mensur, Pickups, Bridge und Tremolo.
Eine Jaguar mit 24 Zoll spielt sich deutlich anders als eine Jazzmaster mit 25,5 Zoll. Unsere spätere Bariton-Offset mit 27 Zoll geht noch einmal in eine vollkommen andere Richtung.
Auch beim Tremolo scheiden sich die Geister (für mich Hardtail, bitte). Das klassische Jazzmaster-System gehört für viele Spieler unbedingt dazu. Wer möglichst unkompliziert stimmen, kräftig anschlagen oder tiefere Tunings verwenden möchte, kann mit einer Hardtail-Konstruktion glücklicher werden (Danke!).
Bei den Pickups reicht die Auswahl mittlerweile von klassischen Jazzmaster- und Jaguar-Singlecoils über P90s bis zu modernen Humbuckern. Die Korpusform allein verrät deshalb erstaunlich wenig darüber, wie eine Offset am Ende klingt.
Warum klassische Offset-Gitarren manchmal etwas speziell sind

Besonders die Kombination aus Bridge, Tremolo, Halswinkel und Saitenzug sorgt bei traditionellen Jazzmasters und Jaguars immer wieder für Diskussionen.
Die Saiten verlaufen hinter der Bridge in einem relativ flachen Winkel zum Tremolo. Dadurch ist der Druck auf die Saitenreiter geringer als beispielsweise bei einer Telecaster. Bei dünnen Saiten und kräftigem Anschlag können deshalb Probleme (nicht nur) bei Offset-Gitarren auftreten.
Viel hängt allerdings vom Setup ab. Halswinkel, Bridge-Höhe und Saitenstärke beeinflussen sich gegenseitig. Wer eine Vintage-orientierte Jazzmaster oder Jaguar kauft, sollte deshalb etwas Zeit für die Einstellung einplanen. Moderne Bridges oder Hardtail-Konstruktionen umgehen viele dieser Eigenheiten.
Und damit kommen wir zu unseren acht Kaufempfehlungen. Statt sie nur nach Preis zu sortieren, möchte ich euch möglichst unterschiedliche Seiten der Offset-Welt zeigen. Los geht’s.
Der günstige Einstieg: Harley Benton JA-60CC
Mit der Harley Benton JA-60CC beginnt unser Kaufberater bei derzeit 179 Euro. Optisch ist offensichtlich, woher die Inspiration stammt. Technisch geht Harley Benton allerdings einen unkomplizierteren Weg in die Welt der Offset-Gitarren.
Die Gitarre besitzt eine 25,5-Zoll-Mensur, zwei Roswell JM Alnico-5 Vintage-Style Pickups und eine einfache Schaltung mit Dreiwegschalter, Volume und Tone. Auf das traditionelle Jazzmaster-Tremolo verzichtet Harley Benton. Stattdessen gibt es eine feste Bridge.
Damit fehlt zwar ein wichtiger Bestandteil des klassischen Jazzmaster-Konzepts, für Einsteiger kann das aber ein Vorteil sein. Man bekommt Offset-Optik und entsprechend ausgelegte Singlecoils, ohne sich sofort mit einer traditionellen Floating-Bridge beschäftigen zu müssen.
Für 179 Euro ist die JA-60CC damit ein interessanter Einstieg und eine spannende Zweitgitarre für Indie, Alternative oder Fuzz. Und wie immer liefert Harley Benton hier eine hervorragende Plattform für Upgrades „down the road“.
Harley Benton JA-60CC
- Korpus: Linde
- Hals: geschraubter, karamellisierter kanadischer Ahorn, C-Profil
- Mensur: 648 mm
- Bünde: 21
- Pickups: 2 Roswell JM Alnico-5 Vintage-Style
- Hardware: fester Steg, Kluson-Style-Mechaniken
Der Klassiker zum vernünftigen Preis: Squier Classic Vibe ’60s Jazzmaster
Wenn wir über Offset-Gitarren sprechen, brauchen wir natürlich eine klassische Jazzmaster, klar. Dafür ist die Squier Classic Vibe ’60s Jazzmaster ein naheliegender Kandidat.
Hier bekommen wir 25,5 Zoll Mensur, zwei Jazzmaster Singlecoils, die typische Elektronik und die traditionelle Kombination aus Bridge und Floating-Tremolo.
Die Classic Vibe Serie orientiert sich klar an historischen Fender-Instrumenten, bleibt mit derzeit etwa 499 Euro aber in einem Bereich, der die Jazzmaster auch für Einsteiger interessant macht.
Wer verstehen möchte, warum dieses eigenwillige Gitarrenkonzept Musiker aus Surf, Indie, Alternative und Shoegaze begeistert, findet hier einen guten Ausgangspunkt.
Squier Classic Vibe ’60s Jazzmaster
- Korpus: Pappel, geschraubter Ahornhals mit Modern-C-Profil
- Mensur: 648 mm
- Griffbrett: Lorbeer, 9,5-Zoll-Radius, 21 Narrow-Tall-Bünde
- Pickups: 2 Fender Designed Alnico Single-Coils
- Elektronik: Lead und Rhythm Circuit mit separater Volume- und Tone-Regelung
- Hardware: 6-Sattel Vintage-Style-Tremolo mit Non-Locking-Floating-Vibrato
Die kurze Wilde: Squier Classic Vibe ’70s Jaguar
Sie sieht der Jazzmaster ähnlich und fühlt sich trotzdem sofort anders an. Die Squier Classic Vibe ’70s Jaguar besitzt die klassische 24-Zoll-Mensur und fällt damit deutlich kompakter aus.
Dazu kommen zwei Jaguar Singlecoils, das typische Tremolo und die charakteristische Elektronik, die Offset-Gitarren mitunter etwas eigenwillig erscheinen lassen. Gerade die Mischung aus kurzer Mensur, ungewöhnlicher Schaltung und Vintage-Hardware macht einen großen Teil ihres Reizes aus.
Mit rund 430 Euro liegt die Classic Vibe Jaguar preislich auf Augenhöhe mit der Jazzmaster. Wer zwischen beiden schwankt, sollte deshalb weniger auf den Preis und mehr auf das Spielgefühl achten.
Squier Classic Vibe ’70s Jaguar
- Korpus: Pappel, geschraubter Ahornhals mit C-Profil
- Mensur: 610 mm
- Griffbrett: indischer Lorbeer, 9,5-Zoll-Radius, 22 Narrow-Tall-Bünde
- Pickups: 2 Fender Designed AlNiCo Single-Coils
- Elektronik: Dual-Circuit Lead/Rhythm-Design mit Pickup- und Tone-Circuit-Schaltern
- Hardware: Floating Steg mit Dynamic-Vibrato-Tailpiece-Tremolo
Die Shoegaze-Maschine: Squier J Mascis Jazzmaster
Natürlich kann man jede Jazzmaster mit ausreichend Fuzz und Reverb zur Shoegaze-Maschine erklären. Die Squier J Mascis Jazzmaster macht uns die Sache allerdings besonders leicht.
Das Signature-Modell des Dinosaur Jr. Gitarristen besitzt eine 25,5-Zoll-Mensur, zwei Singlecoils sowie Rhythm und Lead Circuit. Statt der klassischen Jazzmaster Bridge kommt eine Adjusto-Matic Bridge zum Einsatz, während das Floating Tremolo erhalten bleibt.
Dazu gibt es einen moderneren 9,5-Zoll-Griffbrettradius und Jumbo-Bünde. Die Gitarre bewegt sich damit zwischen klassischer Jazzmaster und pragmatischer Rock-Maschine.
Für aktuell 529 Euro ist das ein interessantes Gesamtpaket und ein gutes Beispiel dafür, wie sich das klassische Konzept modernisieren lässt, ohne seinen Charakter vollständig zu verlieren.
Squier J Mascis Jazzmaster
- Korpus: Linde, Ahornhals mit C-Profil
- Mensur: 648 mm
- Griffbrett: Indian Laurel, 9,5-Zoll-Radius, 21 Jumbo-Bünde
- Pickups: 2 Jazzmaster Single-Coils
- Elektronik: Lead- und Rhythm-Circuit mit 3-Wege-Toggle-Schalter
- Hardware: Adjusto-Matic Steg mit Vintage-Style-Floating-Tremolo-Tailpiece
Offset für Rocker: ESP LTD Phoenix-201
Jetzt entfernen wir uns deutlich von der klassischen Jazzmaster. Die ESP LTD Phoenix-201 ist eher eine moderne Interpretation des asymmetrischen Firebird-Gedankens. Gerade deshalb passt sie in unsere bewusst etwas weiter gefasste Auswahl. Was ich von der Firebird halte, habe ich hier beschrieben: Firebird Feature.
Der Mahagonikorpus trifft auf einen eingeleimten Mahagonihals mit 25,5-Zoll-Mensur. Am Steg sitzt ein einzelner ESP LH-150B Humbucker, der sich über den Push-Pull-Volume-Regler splitten lässt.
Auch die Hardware bleibt geradlinig: Tune-o-Matic Bridge, Tailpiece und kein Tremolo.
Für rund 600 Euro ist die Phoenix-201 damit der bewusste Gegenentwurf zu Jaguar und Jazzmaster. Wer asymmetrische Formen mag, mit Rhythm Circuit und Vintage-Singlecoils aber wenig anfangen kann, findet hier eine deutlich rockigere Alternative.
ESP LTD Phoenix-201
- Korpus: Mahagoni
- Hals: eingeleimter, dreistreifiger Mahagonihals mit Thin-U-Profil
- Mensur: 648 mm
- Griffbrett: Palisander, 350-mm-Radius, 22 XJ-Bünde
- Pickup: 1 ESP LH-150B Humbucker mit Push/Pull-Coil-Split
- Hardware: TOM-Steg mit Tailpiece
Drei P90s: Reverend Ron Asheton Jetstream 390
Die Reverend Ron Asheton Jetstream 390 zeigt, dass man eine eigenständige Offset bauen kann, ohne einfach eine Jazzmaster zu kopieren.
Das Signature-Modell des Stooges-Gitarristen besitzt einen Korina-Korpus, einen Hals aus geröstetem Ahorn und eine 25,5-Zoll-Mensur. Besonders interessant sind die drei P90s.
Sie versprechen einen anderen Charakter als klassische Fender-Singlecoils und passen hervorragend zum raueren Ansatz der Gitarre. Dazu kommt ein Tremolo, sodass zumindest ein Teil der klassischen Offset-Idee erhalten bleibt.
Mit aktuell 1.199 Euro bewegen wir uns bereits deutlich oberhalb der Squier-Modelle. Dafür bekommen wir eine Gitarre mit eigener Identität, die besonders für Garage-Rock, Punk, Alternative und Fuzz interessant sein dürfte. Und mal ganz, ganz ehrlich: Wie geil sieht das Teil bitte aus?
Reverend Ron Asheton Jetstream 390
- Korpus: Korina, geschraubter Hals aus geröstetem Ahorn
- Mensur: 648 mm Griffbrett: Palisander, 12-Zoll-Radius, 22 Medium-Jumbo-Bünde
- Pickups: 3 Reverend 9A5 P90-Single-Coils
- Elektronik: Volume, Tone- und Bass-Contour, 5-Wege-Schalter
- Hardware: Wilkinson WVS50 IIK Tremolo, Reverend Pin-Lock Mechaniken
Die moderne Metal-Offset: ESP LTD XJ-1 Baritone HT
Jetzt werfen wir fast alles über Bord, was man traditionell mit Offset-Gitarren verbindet. Die ESP LTD XJ-1 Baritone HT kombiniert einen ausgeprägten Offset-Korpus mit einer 27-Zoll-Baritonmensur.
Ab Werk ist sie auf H-E-A-D-Fis-H (geiler Name, eigentlich…) gestimmt. Ein Fishman Ceramic Modern 3-Voice Humbucker übernimmt die elektrische Arbeit und bietet verschiedene Voicings sowie eine Singlecoil-Option.
Dazu kommen ein dreiteiliger Hals aus geröstetem Ahorn, Ebenholzgriffbrett, Edelstahlbünde, Hipshot Hardtail Bridge und Locking Mechaniken.
Mit rund 1.760 Euro ist die XJ-1 kein Schnäppchen. Dafür zeigt kaum ein anderes Modell deutlicher, wie weit sich die Offset-Idee inzwischen entwickelt hat. Für tiefe Tunings, moderne Metal-Sounds und massive Riffs wird die asymmetrische Form hier zur Plattform für eine ausgewachsene Baritongitarre.
ESP LTD XJ-1 Baritone HT
- Korpus: Sumpfesche
- Hals: geschraubter, dreiteiliger Hals aus geröstetem Ahorn, Thin-U-Profil
- Mensur: 686 mm, 27 Zoll Bariton
- Griffbrett: Ebenholz, 22 XJ Edelstahlbünde
- Pickup: Fishman Ceramic Modern 3-Voice Humbucker mit Push/Pull für Voice 3
- Hardware: Hipshot Hardtail mit Saitenführung durch den Korpus, LTD Locking Mechaniken
Zurück zum Original: Fender American Vintage II 1966 Jazzmaster
Nach Hardtail, P90s, Humbuckern und Baritonmensur schließen wir den Kreis bei Fender.
Die American Vintage II 1966 Jazzmaster versucht nicht, das Konzept zu modernisieren. Stattdessen orientiert sie sich konsequent an einer Jazzmaster aus dem Jahr 1966.
Dazu gehören Erlekorpus, 25,5-Zoll-Mensur, 7,25-Zoll-Griffbrettradius, 21 Vintage Tall Bünde und zwei Pure Vintage ’66 Jazzmaster Singlecoils. Rhythm und Lead Circuit sowie das klassische Jazzmaster Tremolo sind ebenfalls an Bord.
Mit rund 2.400 Euro spielt sie in einer völlig anderen Preisklasse als unsere Squier. Dafür bekommen wir die historische Idee der Jazzmaster in einer hochwertigen US-Ausführung.
Der Vergleich ist durchaus reizvoll: Zwischen Harley Benton und American Vintage II liegen mehr als 2.000 Euro. Die grundlegende Faszination für die asymmetrische Form verbindet beide trotzdem.
Fender American Vintage II 1966 Jazzmaster
- Korpus: Erle, Ahornhals mit 1966-C-Profil
- Mensur: 648 mm
- Griffbrett: Palisander, 7,25-Zoll-Radius, 21 Vintage Tall Bünde
- Pickups: 2 Pure Vintage ’66 Jazzmaster Single Coils
- Elektronik: klassischer Lead und Rhythm Circuit
- Hardware: Pure Vintage Jazzmaster Tremolo, Pure Vintage Fender Deluxe Mechaniken
Offset-Gitarre kaufen: Darauf würde ich achten

Unsere acht Gitarren zeigen, wie wenig der Begriff Offset-Gitarre inzwischen über den eigentlichen Charakter eines Instruments aussagt. Eine Jaguar mit 24 Zoll hat mit einer 27 Zoll langen ESP Bariton technisch kaum noch etwas gemeinsam.
Deshalb würde ich zuerst auf Mensur und Spielgefühl achten. Danach kommen Bridge und Tremolo. Wer das traditionelle Jazzmaster-Erlebnis möchte, sollte sich mit Floating Tremolo und klassischer Bridge auseinandersetzen. Wer möglichst wenig Aufwand möchte, kann mit Hardtail oder moderner Bridge glücklicher werden.
Und schließlich sind da die Pickups. Jazzmaster und Jaguar Singlecoils, P90s und moderne Humbucker decken mittlerweile einen erheblichen Teil der E-Gitarrenwelt ab.
Fazit: Von Surf bis Metal
Vielleicht ist gerade das der Grund, warum Offset-Gitarren heute so interessant sind. Jazzmaster und Jaguar fanden ihre kulturelle Heimat bei Surf, Punk, Indie, Alternative und Shoegaze. Inzwischen ist die Idee längst über Fender hinausgewachsen.
Eine Reverend Jetstream interpretiert sie mit drei P90s, ESP LTD baut daraus eine geradlinige Rockgitarre oder gleich eine moderne Baritongitarre für Metal.
Man muss also weder Shoegaze spielen noch komplizierte Vintage-Schaltungen mögen, um heute bei einer Offset zu landen. Die asymmetrische Gitarre ist längst keine einzelne Gitarrenart mehr, sondern eine ziemlich große Familie geworden.
Wer bislang hauptsächlich Stratocaster, Telecaster oder Les Paul gespielt hat, sollte deshalb ruhig einmal etwas Schrägeres ausprobieren. Für mich ist das in den nächsten Wochen die Reverend … was für ein Teil!
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